Team Jörg Flecker

Arbeitsschwerpunkte

  • Arbeitsorganisation und Arbeitsbeziehungen
  • Arbeitsmarkt
  • Digitalisierung
  • Transnationalisierung
  • Jugend
  • Rechtspopulismus und -extremismus

OFFENER BRIEF - Gegen den Rechtsruck in Niederösterreich

Offener Brief von Wissenschafterinnen und Wissenschaftern an die ÖVP-Niederösterreich und die Abgeordneten des Niederösterreichischen Landtags – Gegen den Rechtsruck in Niederösterreich

Aktuelle Forschungsprojekte

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  • Jugend und soziale Ungleichheit im Längsschnitt. Interdisziplinäre Analysen zur Reproduktion und Transformation von Ungleichheit in den Lebensrealitäten von Wiener Jugendlichen (J:Ung)

    10/2022 - 09/2025

    ÖAW Doc-team-Stipendium für Michael Duncan und Paul Malschinger in Zusammenarbeit mit Katharina Danner (Institut für Bildungswissenschaft)

    Die Einnahme einer eigenständigen sozialen Position als zentrale Aufgabe der Lebensphase Jugend ist von grundlegender Bedeutung für Fragen sozialer Reproduktion und Transformation. Geprägt ist dieser Positionierungsprozess dabei von einer Pluralisierung von Lebensentwürfen einerseits und einem Fortbestehen generationenübergreifender sozialer Ungleichheit andererseits. 

    Vor diesem Hintergrund gilt das Forschungsinteresse des Projektes dem Umgang von Jugendlichen mit diesen herausfordernden sozialen Bedingungen und sich damit verbindenden Prozessen der Transformation und Reproduktion sozialer Ungleichheit. Dem Forschungsanliegen widmet sich ein interdisziplinäres Team, das bildungswissenschaftliche und soziologische Perspektiven sowie unterschiedliche inhaltliche und methodische Schwerpunkte verbindet.

    Das empirische Vorgehen der Einzelvorhaben sowie des Gesamtprojektes basiert auf einer Sekundäranalyse der Daten des Forschungsprojekts Wege in die Zukunft des Instituts für Soziologie. Dazu werden sowohl qualitative und quantitative Auswertungen durchgeführt und hinsichtlich einzelner Fragestellungen im Sinne eines Mixed-Methods Designs verschränkt. Thematische Schwerpunkte bilden die Bereiche Zukunftsvorstellungen (Malschinger), Berufs- und Bildungsbiographien (Duncan) und politisches Engagement (Danner).

  • European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions

    03/2022 - 02/2026

    The University of Vienna and FORBA are the Austrian correspondents for the EU agency 'European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions' (Eurofound). As correspondents we report on current developments in working life, restructuring processes and changes in legislation. The team at the University of Vienna is reporting restructuring events and changes in public support instruments to the European Restructuring Monitor (ERM).

  • Shaping Technology - biometric data, collective empowerment and humanisation of work (ShapeTech)

    10/2021 - 09/2024

    Immer mehr Menschen werden ermutigt, ihren Körper und ihre Lebensweise zu optimieren. Dazu werden häufig elektronische Feedback-Tools eingesetzt. Im Arbeitsleben verlangen Organisationskulturen zunehmend die Selbstkontrolle und -optimierung des Einzelnen, während hochdigitalisierte Arbeitswelten tendenziell zur Arbeitsintensivierung beitragen. In einem solchen Kontext gewinnen digitale Geräte, die biometrische Daten verwenden, an Bedeutung. Diese Instrumente bergen das Risiko einer übertriebenen (Selbst-)Optimierung und fördern somit die „motivierte Selbstgefährdung“, d.h. die eigene Gesundheit zu riskieren, um beruflich voranzukommen. Dennoch können solche Instrumente auch genutzt werden, die Gesundheit der Beschäftigten gerade auch unter Bedingungen der Arbeitsintensivierung zu schützen. Ziel des Projekts ist es, die verschiedenen Möglichkeiten zu erforschen, wie elektronische Werkzeuge, die Feedback zu Körperzuständen geben, eine arbeitshumanisierende Wirkung erzielen. 

    Hohe Arbeitsbelastung und Stress sind in vielen Bereichen ein brennendes Thema und daher für die breite Öffentlichkeit von großem Interesse. Dieses Projekt greift dies auf neuartige Weise auf: Insbesondere konzentriert sich ShapeTech auf die Ambivalenz zwischen Selbstoptimierung einerseits und Gesundheitsförderung andererseits, indem die Gestaltungsmöglichkeiten und Nutzungskontexte von Selbstüberwachungstools mit dem Ziel einer Humanisierung hochdigitalisierter Arbeit untersucht werden.

    Fördergeber: Wiener Wissenschafts- Forschungs- und Technologiefonds (WWTF)

    Kooperation mit:
    - Austrian Institute of Technology (AIT)
    - Technische Universität Wien
    - Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt Wien (FORBA)

  • Marienthal.reversed – Eine Untersuchung zum Übergang aus der Langzeitarbeitslosigkeit

    09/2020 - 04/2023

    Marienthal.reversed begleitet die vom AMS Niederösterreich initiierte, weltweit erste Umsetzung einer Arbeitsplatzgarantie, das „Modellprojekt Arbeitsplatzgarantie Marienthal (MAGMA)“ für Langzeitbeschäftigungslose in Gramatneusiedl mit einer dreijährigen Längsschnittstudie im mixed-methods Design. Mit umgekehrtem Forschungsinteresse steht die Begleitforschung ganz im Zeichen der sozialwissenschaftlichen Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“ von Marie Jahoda, Paul F. Lazarsfeld und Hans Zeisel. Sie untersucht den Übergang aus der Langzeitarbeitslosigkeit in eine geförderte Beschäftigung und die Wirkungen einer Beschäftigungsgarantie für Langzeitbeschäftigungslose. Alle Teilnehmer_innen des Projekts werden über den gesamten Zeitraum des Projektes MAGMA regelmäßig quantitativ und qualitativ zu ihren Erfahrungen und subjektiven Wahrnehmungen befragt. Ziel ist es, die Maßnahme über das mixed-methods Design zu evaluieren und dabei erkenntnisreiche Einblicke in die Wahrnehmung der Maßnahme, des Überganges aus der Langzeitarbeitslosigkeit und die soziale Teilhabe der Betroffenen, sowie die Veränderungen in deren Lebensrealitäten zu gewinnen. Wie erleben die Befragten den Übergang aus der Langzeitarbeitslosigkeit, wie ging es ihnen in der Zeit der Arbeitslosigkeit und wie stellt sich die Teilnahme am Projekt MAGMA aus ihrer Sicht dar? Wie verändert sich die Lebenszufriedenheit und Selbstwirksamkeit, die Gesundheitssituation und das Gesundheitsverhalten, die finanzielle Situation und die Alltagsgestaltung der Betroffenen durch eine Beschäftigungsgarantie? Verändern sich ihre sozialen Beziehungen durch das Projekt, erfahren die Teilnehmenden Anerkennung und Wertschätzung, soziale Inklusion oder Exklusion? Diesen Fragen widmet sich das Projektteam in der als Lehrforschungsprojekt konzipierten Begleitstudie gemeinsam mit Studierenden im Master Soziologie.

  • Wege in die Zukunft - Vergesellschaftung junger Menschen in Wien

    12/2016 - 12/2022

    Das Forschungsprojekt „Wege in die Zukunft“ ist eine methoden-plurale Längsschnittstudie und wird in den nächsten mindestens 5 Jahren junge Menschen in Wien auf ihrem Lebensweg und ihren Übergängen von der Neuen Mittelschule in weitere Bildungseinrichtungen, in die berufliche Bildung, in arbeitsmarktpolitische Maßnahmen und auf den Arbeitsmarkt begleiten. Durch das Mitverfolgen dieser wichtigen Lebensphase können Möglichkeiten und Hindernisse, bedeutsame Ereignisse und aktives Handeln der Jugendlichen erfasst werden. Im Fokus des Interesses stehen verschiedene, miteinander verbundene Bereiche der Lebensphase Jugend: Bildungssystem und Berufsausbildung, Erwerbsarbeit und Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik, familiäre Beziehungen und soziale Verflechtungen sowie Identitätsbildungsprozesse und jugendkulturelle Dynamiken. Dabei geht es einerseits um Lebensrealitäten in Abhängigkeit von sozialer Herkunft, Bildungserfolg und Arbeitsmarktchancen, sowie andererseits um die entworfene oder versprochene, erhoffte oder befürchtete Zukunft junger WienerInnen. In diesem Eigenprojekt des Instituts für Soziologie kommen alle fachlichen Schwerpunkte des Instituts, wie Migration, Arbeit, Familie, Kultur, Stadt oder soziale Ungleichheit, in einer ganzheitlichen Perspektive zum Tragen.

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Leitung

Jörg Flecker

Univ.-Prof. Mag. Dr. Jörg Flecker

Rooseveltplatz 2
1090 Wien
Zimmer: R.405

T: +43-1-4277-48142
joerg.flecker@univie.ac.at

Administration

Julia Pintsuk-Christof, Bakk. MA

Rooseveltplatz 2
1090 Wien
Zimmer: R.404


Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen

Michael Duncan, MA

Rooseveltplatz 2
1090 Wien
Zimmer: R.404

T: +43-1-4277-49257
michael.duncan@univie.ac.at