Team Nadia Steiber
Arbeitsschwerpunkte
- Sozialstruktur und soziale Ungleichheit
- Bildung und soziale Mobilität
- Arbeit/Beschäftigung
- Familie
- Alter
- Wohlbefinden/Gesundheit
- Quantitative Methoden
Forschungsprojekte
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R2R: From Registers to Research: Building an AMDC-based Household Panel
07/2026-06/2028
Über das Austrian Micro Data Center (AMDC) haben Forschende Zugang zu umfangreichen österreichischen Registerdaten, die zentrale Lebensbereiche wie Familie, Bildung, Erwerbstätigkeit, Einkommen, Wohnen und Gesundheit abdecken. Diese Daten bieten großes Potenzial für sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Analysen. Da sie jedoch für administrative Zwecke erhoben wurden und aus unterschiedlichen Quellen stammen, erfordert ihre Aufbereitung erheblichen Aufwand, der in jedem Projekt erneut anfällt. Zudem fehlt bislang eine Panelstruktur zur Nachverfolgung von individuellen, Haushalts- und Familiendynamiken. Wir ermöglichen effizientere Analysen, indem wir Code zur Erstellung eines registerbasierten Haushaltspanels entwickeln, der aus AMDC-Rohdaten standardisierte sozioökonomische Indikatoren generiert und über die Zeit abbildet. Dieser Code kann von anderen Forscher:innen im AMDC genutzt und adaptiert werden. Eine Online-Plattform unterstützt Austausch, Peer-Review und Weiterentwicklung.
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Gendered STEM Pathways: The Role of Family in Women's Field Choice and Career Persistence
04/2026-03/2028
Frauen sind in den Bereichen Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik (STEM) nach wie vor deutlich unterrepräsentiert. Sie entscheiden sich seltener für eine STEM-Ausbildung als Männer, und Absolventinnen von STEM-Fächern ergreifen im Vergleich zu Absolventen seltener einen STEM-Beruf, sondern scheiden eher aus dem STEM-Arbeitsmarkt aus. Dieses Projekt untersucht, wie die Familie als soziale Institution sowohl das anfängliche Engagement von Frauen in der STEM-Ausbildung als auch ihre dauerhafte Teilnahme am STEM-Arbeitsmarkt beeinflusst. Aus einer Lebensverlaufsperspektive untersuchen wir zunächst, wie das frühe familiäre Umfeld (Herkunftsfamilie) dazu beiträgt, dass Mädchen sich von STEM-bezogenen Bildungswegen abwenden. Anschließend prüfen wir, wie die Gründung einer eigenen Familie zur Abwanderung von STEM-Absolventinnen aus dem STEM-Arbeitsmarkt beiträgt.
Unter Verwendung österreichischer Registerdaten analysieren wir zwei Stichproben. Die erste umfasst Personen, die 2011 zwischen 12 und 15 Jahre alt waren und verfolgt deren Bildungswege und Studienfachwahl über einen Zeitraum von 12 Jahren. Die zweite umfasst Frauen mit Hochschulabschluss, die 2011 zwischen 22 und 24 Jahre alt waren, erfasst deren Studienfach und verfolgt – ebenfalls über einen Zeitraum von 12 Jahren – deren familiäre Veränderungen (inklusive Partnerschaft und Mutterschaft) sowie deren Arbeitsmarktverläufe.
Unsere Erkenntnisse sollen dabei helfen, Strategien zu entwickeln, mit denen mehr Mädchen für eine STEM-Ausbildung begeistert werden können und mit denen mehr talentierte STEM-Absolventinnen in einem Wirtschaftssektor gehalten werden können, der für das künftige Wirtschaftswachstum von entscheidender Bedeutung ist. -
FAMREG: Family outcomes of assortative mating: New insights based on couple-level survey/register data
01/2024-12/2027
Auf Basis von Registerdaten, verknüpft mit Befragungsdaten aus dem Mikrozensus, erforscht dieses interdisziplinäre Projekt aus einer Lebensverlaufsperspektive, wie sich Geschlechterungleichheit innerhalb von Paaren im Laufe der Zeit entwickelt. Die Daten erlauben uns, den Einfluss des Wohn- und Arbeitsortes der Menschen auf die Wahl ihrer Partner*innen zu untersuchen. Anschließend erforschen wir die Implikationen von verschiedenen heterosexuellen Paarkonstellationen und insbesondere von 'modernen Beziehungen', in denen die Frau höher gebildet ist und/oder mehr verdient als der Mann, für familien- und arbeitsbezogene Entscheidungen. FAMREG wird vom Wiener Wissenschafts- Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) finanziert. Es wird von einem interdisziplinären Team in Zusammenarbeit zwischen den Instituten für Soziologie Demographie der Universität Wien, der Universität Umeå (Schweden) und dem IHS durchgeführt.
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HYPOFAM: Die Konsequenzen zunehmender Hypogamie für Familien
01/2022-07/2026
HYPOFAM untersucht auf der Grundlage umfangreicher Registerdaten in Österreich, wie sich der größer werdende Anteil hypogamer heterosexueller Paare - in denen die Frau besser ausgebildet ist oder mehr verdient als der Mann - auf Paare und ihr Verhalten auswirkt. Wir untersuchen die Auswirkungen von Paarkonstellationen in Bezug auf ihren und seinen sozioökonomischen Status auf die Fertilität und die geschlechtsspezifische Beschäftigungs- und Einkommensentwicklung nach der Geburt des ersten Kindes. HYPOFAM wird vom Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) finanziert. Es wird von einem interdisziplinären Team in Kooperation zwischen dem Institut für Soziologie der Universität Wien, der JKU in Linz und dem Institut für Höhere Studien durchgeführt.
- Steiber, N., Lebedinski, L., Liedl, B., & Winter-Ebmer, R. (2026) Educational Hypogamy is Associated with a Smaller Child Penalty on Women's Earnings. Social Science Research.
- Steiber, N., & Siegert, C. (2026). Educational hypogamy and gender equality within couples: A review of competing hypotheses and evidence from the Gender and Generations Survey. European Sociological Review.
- Lebedinski, L., Liedl, B., Skirbekk, V., Steiber, N., Winter-Ebmer, R. (2025) Faith and the Child Penalty: Religious Affiliation and Gendered Earnings Losses After Childbirth. JKU Working Paper No. 2507.
- Valdés, M.T., Steiber, N. (2025) Do Daughters gain from Hypogamy and Sons from Hypergamy? Partenal Heterogamy and Children's Eucational Outcomes.
- Valdés, M.T., Steiber, N. (2025) Is Educational Assortative Mating Passed Down Through Generations? Evidence from Europe (available on request).
- Trimarchi, A., Steiber, N., Winter-Ebmer, R., & Berghammer, C. (2024) Partners’ relative resources and the transition to second birth in Austria (available upon request).
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AKCOVID: Die COVID-19 Gesundheits- und Arbeitsmarktkrise und ihre Auswirkungen auf die Bevölkerung
04/2020-12/2022
Im Mittelpunkt der Studie stehen Risikoperzeptionen, ökonomische und soziale Folgen der Pandemie für Erwerbstätige und ihre Familien sowie die Auswirkungen der Corona-Krise auf Arbeitsbedingungen. Erste Ergebnisse dokumentieren deutliche Verschärfungen sozialer Ungleichheiten und drastische ökonomische Einschnitte für Familien (Studie in Kooperation mit der AK Wien, dem Institut für Höhere Studien, dem Europäischen Zentrum für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung und der Gesundheit Österreich). Methode: repräsentative Panelbefragung der in Österreich lebenden Bevölkerung im Alter von 20-64 Jahren. Befragung von 2.000 Personen im Juni 2020 und Folgebefragung im Jänner 2021.
Team
Teamleitung
Universität Wien
Institut für Soziologie
Rooseveltplatz 2
1090 Wien
Zimmer: R.303
T: +43-1-4277-49290
nadia.steiber@univie.ac.at
Nadia ist Professorin für Sozialstrukturanalyse und Quantitative Methoden. Sie ist Fellow am Institut für Höhere Studien (IHS) und mit dem Wittgenstein Centre affiliiert (für Details, siehe CV). Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Arbeitsmarkt- und Familienforschung. Sie untersucht die kausalen Auswirkungen von Lebenslaufereignissen. Ihre aktuellen Projekte befassen sich mit den Folgen zunehmender Bildungshypogamie in Paaren auf soziale Ungleichheit (HYPOFAM und FAMREG) sowie mit den sozialen Folgen der Pandemie (AKCOVID).
Administration
Universität Wien
Institut für Soziologie
Rooseveltplatz 2
1090 Wien
Zimmer: R.313
T: +43-1-4277-48242
bernd.liedl@univie.ac.at
Bernd ist Projektmitarbeiter, administrativer Mitarbeiter am Institut und verwaltet das Datencenter. Er absolvierte sein Masterstudium der Soziologie an der Universität Wien (2024) und hat einen Bachelor-Abschluss in Philosophie (2013). Seine Forschungsschwerpunkte sind Armut, Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt und Migration.
Shiwen Liu, B.S. M.S.
Visiting PhD
Universität Wien
Institut für Soziologie
Rooseveltplatz 2
1090 Wien
Zimmer: R.302
T: +43-677-63075385
a12524106@unet.univie.ac.at
Shiwen ist Visiting PhD der Renmin-Universität China (Peking), wo sie derzeit im dritten Jahr des Doktoratsstudiums Demografie ist. Ihre Forschungsinteressen umfassen Ehe und Familie, Geschlechterungleichheit und Bevölkerungsgesundheit. An der Universität Wien arbeitet sie an einem Projekt zu Transfers zwischen unbezahlter Pflegearbeit und Hausarbeit sowie zu marktbezogenen und nicht marktbezogenen Bildungsinvestitionen in Ostasien.
Projektmitarbeiterin (post doc)
Universität Wien
Institut für Soziologie
Rooseveltplatz 2
1090 Wien
Zimmer: R.306
sandrine.metzger@univie.ac.at
Sandrine ist Projektmitarbeiterin am Institut für Soziologie an der Universität Wien. Sie hat ihr Doktorat am Trinity College Dublin, Irland, abgeschlossen und hat zuvor einen MSc-Abschluss in Statistik und angewandter Wirtschaft der ENSAI Graduate School, Frankreich, erworben. Im Rahmen ihrer Dissertation untersuchte sie genderspezifische Ungleichheiten in Bezug auf die psychische Gesundheit im Lebensverlauf unter besonderer Berücksichtigung des Übergangs in die Elternschaft.
Universitätsassistentin (post doc)
Universität Wien
Institut für Soziologie
Rooseveltplatz 2
1090 Wien
Zimmer: R.302
T: +43-1-4277-49295
mo.muehlboeck@univie.ac.at
Monika ist seit 2021 Universitätsassistentin (post doc) am Institut und Senior Researcher am IHS. Davor war sie an der Universität Mannheim tätig (2020-2021). Sie hat einen PhD in Politikwissenschaft (2012) und einen BSc in Mathematik (2013). Sie war Gastprofessorin an der Central European University (CEU), Fellow an der University of Colorado und Gastforscherin an der University of Turku. Ihre Forschung umfasst die Bereiche Public Policy, Arbeitsmarkt, europäische Integration, politische Repräsentation und quantitative Methoden.
Dr. Christina Siegert, BA BA MA
Projektmitarbeiterin (post doc)
Universität Wien
Institut für Soziologie
Rooseveltplatz 2
1090 Wien
Zimmer: R.302
christina.siegert@univie.ac.at
Christina ist Projektmitarbeiterin (post doc) am Institut. Sie promovierte 2025 in Soziologie an der Universität Wien und war unter anderem an der Universität Bamberg (2025–2026), der Wirtschaftsuniversität Wien (2019) sowie bei Statistik Austria (2018) tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf sozialen und ökonomischen Ungleichheiten im Lebensverlauf, insbesondere an der Schnittstelle von Arbeit, Familie und Bildung.
Projektmitarbeiter (post doc)
Universität Wien
Institut für Soziologie
Rooseveltplatz 2
1090 Wien
Zimmer: R.306
T: +43-1-4277-49288
manuel.tomas.valdes.fernandez@univie.ac.at
Manuel arbeitet als Postdoc im FWF-Projekt HYPOFAM. Er absolvierte sein Doktoratsstudium an der Universidad Complutense de Madrid (Soziologie, 2021). Von bis 2024 arbeitete er als wissenschaftliche Mitarbeiter an der Universidad Nacional de Educación a Distancia (UNED) in Madrid. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Bildungsverläufe, Chancengleichheit im Bildungssystem und soziale Schichtung.
Universitätsassistentin (post doc)
Universität Wien
Institut für Soziologie
Rooseveltplatz 2
1090 Wien
Zimmer: R.302
T: +43-1-4277-49291
lili.vargha@univie.ac.at
Lili ist seit 2024 Universitätsassistentin (post doc) am Institut. Davor war sie als Humboldt Research Fellow (2020-2023) und Junior Faculty (2023-2024) an der Humboldt Universität Berlin tätig; weiters ist sie mit dem Hungarian Demographic Research Institute in Budapest affiliiert. Sie promovierte 2019 an der Universität Pécs im Bereich Soziologie mit Spezialisierung auf Demographie. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Lebenslaufforschung, Demographie, Familienforschung und quantitative Methoden.
Universitätsassistent (post doc)
Universität Wien
Institut für Soziologie
Rooseveltplatz 2
1090 Wien
Zimmer: R.306
T: +43-1-4277-49294
stefan.vogtenhuber@univie.ac.at
Stefan arbeitet seit 2021 als Universitätsassistent (post doc) am Institut. Er ist seit 2004 Senior Researcher am Institut für Höhere Studien (IHS) in der Forschungsgruppe Bildung und Beschäftigung. Von 2016 bis 2017 war er am Institut für Wirtschaftssoziologie der Universität Wien tätig. Er schloss sein Doktorat in Soziologie 2015 ab. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Bildung, Weiterbildung und Arbeitsmarkt unter Verwendung großer nationaler und internationaler Umfragedatensätze und Registerdaten.
Studienassistentin
Universität Wien
Institut für Soziologie
Rooseveltplatz 2
1090 Wien
Zimmer: R.302
T: +43-1-4277-49287
vanessa.raphaela.wittmann@univie.ac.at
Vanessa ist seit 2025 Studienassistentin am Institut. Sie absolvierte ihr Bachelorstudium an der Universität Salzburg und schloss es 2024 mit einer Arbeit zu "Turkish Diaspora Politicians in Germany" ab. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Migration und Diaspora.
Universitätsassistentin (post doc)
Universität Wien
Institut für Soziologie
Rooseveltplatz 2
1090 Wien
Zimmer: R.306
laura.samantha.zilian@univie.ac.at
Laura ist seit 2023 Universitätsassistentin (post doc) am Institut. Davor war sie als Projektmitarbeiterin an der Universität Graz (2018-2023) und an der WU Wien (2020-2021) tätig. Sie promovierte 2021 an der Universität Graz im Bereich Umweltsystemwissenschaften. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Arbeitsmarktanalysen, Auswirkungen des digitalen Wandels, digitale Ungleichheit und quantitative Methoden.
Research Fellows
Research Fellow
University of Messina, IT
alessandra.trimarchi@unime.it
Dissertant*innen
Institut für höhere Studien
david.binder@ihs.ac.at
Website
Institut für höhere Studien
maria.koepping@ihs.ac.at
Website









