Logo des Projekts

Institutsprojekt "Wege in die Zukunft"

Eine Längsschnittstudie über die Vergesellschaftung junger Menschen in Wien

 News

06/2021 | Datenerhebung

5. qualitative und 4. quantitative Welle erfolgreich abgeschlossen

Das Institutsprojekt „Wege in die Zukunft“ ging heuer bereits in die fünfte qualitative Erhebungswelle und in die vierte quantitative Erhebungswelle. Die Fragebögen bzw. die Interviewleitfäden setzen sich aus Fragen zusammen, die jedes Jahr gestellt werden und Fragen zu einem Schwerpunkt, die für jede Welle individuell erstellt werden. Dieser Zugang ermöglicht sowohl Längsschnitt- und Querschnittanalysen zu den unterschiedlichen Lebensbereichen der Jugendlichen. In der fünften qualitativen Welle war der Schwerpunkt „soziale Ungleichheit durch Corona“ und in der vierten quantitativen Welle waren es „politische Partizipation“, analog zum Thema der vierten qualitativen Welle.

In der fünften Welle des qualitativen Panels wurden 20 narrative problemzentrierte Interviews im Zeitraum von Dezember 2020 - März 2021 geführt. Die Zusammensetzung der Teilnehmer*innen war sehr interessant, da einige junge Erwachsene, die in den letzten Jahren nicht erreicht werden konnten, in dieser Welle wieder teilnahmen. Durch die Covid-19 bedingte Situation wurden die Interviews in diesem Jahr vorwiegend digital durchgeführt. Dies hatte Vorteile, wie den geringeren Aufwand für die Befragten, aber auch Nachteile, wie technische Probleme und fehlenden Raum bei den jungen Erwachsenen, um offen zu sprechen. Die Analysen zum Schwerpunkt „soziale Ungleichheit durch Corona“ werden gerade durchgeführt und fokussieren sich speziell auf Themen wie Freizeit, Paarbeziehungen, Verantwortlichkeiten, E-Learning und psychische Gesundheit. Die fünfte qualitative Welle stellte den Abschluss des qualitativen Panels dar.

Der Fragebogen zur vierten quantitativen Erhebungswelle mit dem Schwerpunktthema „politische Partizipation“ war von 1. März bis 31. Mai online abrufbar. Zu Beginn der Feldphase wurden Kontaktdaten zu 2.241 aktiven Panelteilnehmer*innen ermittelt. Der Fragebogen wurde bereits im November 2020 erstellt und mittels kognitiven Pretests und Standardpretests im Zeitraum von Dezember 2020 bis Februar 2021 auf Verständlichkeit und digitale Verfügbarkeit überprüft. Aufgrund der unterschiedlichen Zielsetzungen (Längsschnitt- und Querschnittaspekte) wurde der Fragebogen in zwei Module aufgeteilt. Während das erste Fragebogenmodul hauptsächlich die Fragestellungen zum Längsschnitt enthalten, konnten im zweiten Fragebogenmodul im Zusammenhang zum Schwerpunktthema „politischer Partizipation“ Aspekte zu politischer Wirksamkeit und Autoritarismus überprüft werden. Mit Abschluss der vierten quantitativen Erhebungswelle kann man festhalten, dass insgesamt 674 (31 %) Teilnehmer*innen das erste Modul und 603 (27 %) Teilnehmer*innen beide Module vollständig ausgefüllt haben. Die Beendigungsquoten für das Ausfüllen bei Modul 1 (94 %) und bei Modul 2 (92 %) waren hoch. Zum Vergleich: In der dritten Welle hatten 591 Personen den Fragebogen vollständig ausgefüllt. Die Beteiligung ist von der dritten auf die vierte Welle also leicht gestiegen (siehe Abbildung).

Die Kontaktaufnahme mit den Panelteilnehmer*innen der vierten quantitativen Erhebungswelle wurde anhand eines im Vorhinein erstellten Kontaktaufnahmeplans in drei Phasen gegliedert. Die erste Phase der Aussendungen hat mit 1. März 2021 begonnen, als die erste Briefaussendung vorbereitet wurde. Wenige Tage nach Übergabe der Briefsendungen an die zuständige Postdienststelle wurde diese durch die erste E-Mail- Aussendung an alle aktiven Panelteilnehmer*innen ergänzt. Eine weitere Woche später wurden alle Teilnehmer*innen mit hinterlegter Telefonnummer per SMS auf die vierte quantitative Erhebungswelle aufmerksam gemacht.
In der zweiten Phase, die am 1. April begonnen hat, wurden zunächst die Teilnehmer*innen per SMS an die Online-Befragung erinnert. Danach wurden wieder die Briefsendungen vorbereitet und Tage darauf die E-Mails übermittelt. Zudem wurden die letzten Tage des April für die persönlichen Anrufe genutzt. Hierzu wurde montags, mittwochs und freitags versucht, die Panelteilnehmer*innen zumindest einmal telefonisch zu erreichen und über die vierte quantitative Erhebungswelle zu informieren.
Die dritte Phase hat Anfang Mai mit einem Erinnerungsschreiben per E-Mail begonnen. Diese Erinnerung wurde eine Woche später per SMS und Tag darauf per Briefsendung ergänzt. Während der Feldphase wurde in regelmäßigen Abständen versucht, Teilnehmer*innen, die bereits Modul 1 angefangen aber abgebrochen haben oder die bereits Modul 2 angefangen und dieses abgebrochen haben, per E-Mail, per SMS und/oder per Brief zu kontaktieren und an das Abschließen der vierten Befragungswelle zu erinnern.

In der Mitte des Jahres 2022 soll ein Sammelband, welcher ausgewählte Arbeiten zu Längsschnittanalysen enthält, erscheinen. Zusätzlich werden die Daten des Projekts im Rahmen von zahlreichen Bachelorarbeiten, Masterarbeiten und Dissertationen zu unterschiedlichen Themen analysiert, welche teilweise ihren Fokus auf den Querschnitt und teilweise auf den Längsschnitt setzen und einen wichtigen Forschungsbeitrag leisten.

02/2021 | Publikation

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Zum Zusammenhang von sozialer Herkunft, Migration und Bildungsaspirationen

Franz Astleithner, Szsanne Vogl und Michael Parzer


Österreichische Zeitschrift für Soziologie

https://doi.org/10.1007/s11614-021-00442-3

09/2020 | Neuer Projektpartner

Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien

Seit September 2020 wird das Projekt "Wege in die Zukunft" gemeinsam mit dem Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien (Univ.-Prof.in Dr.in Veronika Wöhrer) durchgeführt.