Von Dagmar Vorlíček, Cosima Danzl, Leon Kain, Lennard Schweer, Anna Stöckl, Jan Weber und Anna Raza
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Zusammenfassung
Lokale Auswirkungen eines globalen Problems:
Der Klimawandel manifestiert sich nicht nur global, sondern prägt auch lokale Lebensrealitäten auf spezifische Weise. Dieses Projekt fokussiert auf das Beispiel des Neusiedler Sees im Burgenland, Österreich.
Methodik:
Das Projekt untersucht, wie verschiedene lokale Akteur*innen die fortschreitende Austrocknung des Sees interpretieren und in ihren jeweiligen Wirkungsfeldern verhandeln. Die Analyse basiert auf leitfadengestützten Interviews sowie einer Auswertung von Dokumenten, darunter Medienberichte und Fachdebatten.
Wahrnehmung und Betroffenheit:
Die Studie zeigt, dass die Bevölkerung die Klimaveränderungen unmittelbar im Alltag wahrnimmt. Sorge, Anpassungsstrategien und erfahrungsbasiertes Alltagswissen machen dies sichtbar.
Konflikte und Interessenvielfalt:
Zugleich offenbaren sich Interessenkonflikte zwischen den Zielsetzungen der unterschiedlichen Akteur*innen (Naturschutz, Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft). Das gemeinsame Ziel des Seeschutzes verbindet sie jedoch.
Kritik an Medien und Symbolpolitik:
Einseitige, teils panische Medienberichterstattung und fehlende Kontextualisierung werden kritisch gesehen, ebenso wie unzureichende, kurzfristige Maßnahmen der Politik.
Anpassungsstrategien und Resilienz:
Die Region zeigt Anpassungsbereitschaft durch nachhaltige Tourismuskonzepte, alternative Landwirtschaft und lokale Initiativen. Der langfristige Erfolg hängt von stärkerer Vernetzung und Zusammenarbeit aller Ebenen ab.
