Vier Jahrzehnte Lehrauftragsanträge schreiben, probier ma’s jedes Semester aufs Neue, ich unterrichte gern, ich steh gern vorne, ich brauch die Kohle und auch den Spaß: Wer kennt’s (nicht)? Nun ist Zeit, aufzuhören; Zeit, weiterzuschauen. Als Soziolog*in, als Historiker*in, als Feminist*in, und überhaupt in fortgeschrittenem Alter.
„Die letzte Vorlesung“ lädt Kolleg*innen, Mitstreiter*innen, Studierende und Freund*innen ein, queerfeministischen Rück- und Ausblick zu halten auf die Rebellionen, die Mühen der Ebene, die eigene Widerspenstigkeit. Wie kamen Feminismen ans Institut, wer erinnert sich welcher Kämpfe, wie steht es mit genüßlichem Wissensbegehren in oder an der Soziologie, wen kümmert die Zukunft?
Auf dem Programm stehen Statements in Bildern und Worten:
Überraschung im Kinodunkel
Bewegtbilder früher Jahre, in denen Soziologinnen zu ent/zaubern, zu hüpfen, zu lachen und zu wüten wagten. Entlang dieser Screenings: Filmgespräche mit Katharina Müller (Österreichisches Filmmuseum).
Stay Rebel
Fragment einer letzten Soziologie-Vorlesung. Hanna Hacker (Universität Wien und freie Wissenschafterin)
Wer weiß, was war, und wohin jetzt?
Podiumsgespräch mit Helga Eberherr (Hochschule Campus Wien), Boka En (Referat Genderforschung, Uni Wien), Eva Flicker (Institut für Soziologie, Uni Wien), Sylvia Herzog (Nachwuchswissenschafter*in, Soziologie).
Prosecco, Juice und Prost im Anschluss
