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Mag. Dr. Cornelia Schadler

Adresse:A-1090 Wien, Rooseveltplatz 2
Zimmer:
Telefon:+43 (1) 4277-49244
Fax:+43 (1) 4277-
E-Mail:cornelia.schadler@univie.ac.at
Sprechstunde:

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Forschungsschwerpunkte:

  • Schwangerschaft und Übergang zur Elternschaft
  • Posthumanismus, New Materialism
  • New Materialist Ethnography
  • Familienformen und Chosen Families


Aktuelle Forschungsprojekte:


Vater, Mutter, Kind werden. Eine posthumanistische Ethnographie der Schwangerschaft

Es handelt sich hier um eine ethnographische Studie aus der Sicht posthumanistischer und neomaterialistischer Theorien.
Diese Arbeit verfolgt drei Ziele:
1. Posthumanistische und neomaterialistische Theorien (Braidotti, Barad, Haraway) mit einer Soziologie der Sozialen Praktiken (Hirschauer) zusammen zu führen und diese für eine ethnographische Methodologie und Forschung fruchtbar zu machen,
2. den Übergang zur Elternschaft als Prozess aus Praktiken zu beschreiben in denen Partizipierende (Eltern, Kind, Gegenstände, Technologie, Werte, Diskurse, Gerüche, Geräusche, ....) geformt werden, und
3. die Transformation der Mütter und Väter zu beschreiben, die als sich verändernde Partizipierende mit einem spezifischen Körper, Geschlecht, Aufgaben, Denken, Tun,.... figuriert werden.

Diese Studie wurde 2012 mit dem Award of Excellence des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung ausgezeichnet. Das Buch zur Studie ist 2013 im Transcript Verlag erschienen.


Gendered Transition to Parenthood (Als Teil des Eu-FP7-Projekts Families and Societies)

Welche Figurationen von Geschlecht werden am Übergang zur Elternschaft geformt? Welche Mikropraktiken formen Geschlechterpositionen, Geschlechterkörper und Hierarchien zwischen den Eltern?
Diese Fragen werden mittels eine ethnographischen Studie, die auch ein qualitatives Interviewpanel inkludiert, untersucht. Ergebnisse aus der Studie "Vater, Mutter, Kind werden" werden in diese Studie inkludiert und weiterentwickelt.

http://familiesandsocieties.univie.ac.at/

Family as a Nexus of Practices: New Onto-epistemological Foundations for the Definition of Humans and Human Relations and the Consequences for the Definition of Family (FWF-Erwin-Schrödinger-Stipendium)

Familienbegriffe, die gegenwärtig innerhalb der Familienforschung in Verwendung sind, basieren hinsichtlich ihrer Ontologie auf dualistischen Konzepten, die einheitliche Subjekte voraussetzen. Sie ermöglichen Definitionen von Familie in denen Menschen ihrem Handeln vorgängig sind und Beziehungen auf Grund von angeborenen Fähigkeiten (Gene, Bedeutungen zuschreiben, rationales Denken) eingehen können. In diesem Projekt diskutiere ich diese Ansätze anhand von aktuellen Definitionsstrategien von Familie, die auf den Dualismen biologisch und sozial, Handeln und Bedeutung und Geist und Körper beruhen.

Die Theoriekonzepte des New Materialism definieren den Menschen als mit seinen Beziehungen gemeinsam geschaffenen Partizipierenden von Praktiken. Dieser ist diesen Praktiken und auch seinen Beziehungen theoretisch nicht vorgängig. Folglich sind aus dieser Sicht auch Familienmitglieder nicht solche, weil sie auf Grund von Genen, ihrer Fähigkeit zu Lieben oder Bedeutungen zuzuordnen Beziehungen eingehen können, sondern weil sie Teil von Praktiken sind, in denen sie gemeinsam geschaffen werden. Aus dieser Perspektive kommen auch jene Mitglieder der Praktiken in den Blick, die sonst außen vor bleiben: die physische Umgebung, in der das Familienleben statt findet, Menschen, Tiere und wichtige Objekte, mit denen dieser Raum geteilt wird. Auch können Beziehungen beschrieben werden, die in ihrer Ausführung und Qualität Familienbeziehungen sind, aber keine biologischen und rechtlich zugeordneten 'Familienmitglieder' einschließen.

 

Institut für Soziologie
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