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Heiko Kirschner, B.A. M.A.

Adresse:A-1090 Wien, Rooseveltplatz 2
Zimmer:R 204
Telefon:+43 (1) 4277- 49264
Fax:+43 (1) 4277- 849264
E-Mail:heiko.kirschner@univie.ac.at

Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: 

  • Mediatisierung und Kommerzialisierung
  • Spiel- und Spielekultur
  • Explorativ-interpretative Sozialforschung
  • Lebensweltanalytische Ethnographie

Aktuelle Projekte:

DFG Schwerpunktprogramm 1505 Meadiatisierte Welten

Mediatisierung als Geschäftsmodell III: Gegenentwürfe und Wendepunkte im Mediatisierungsprozess

Projektleiterin: Prof. Dr. Michaela Pfadenhauer

Projektmitarbeiterinnen: Heiko Kirschner M.A., Maria Schlechter M.A.

Ausgangspunkt für die Forschung in der dritten Phase des Schwerpunktprogramms sind empirische Hinweise darauf, dass Nebenfolgen medientechnologischen Fortschritts und normalisierten Medienhandelns in mediatisierten Welten, einmal erkannt, zum Gegenstand alltäglichen Handelns wie unternehmerischer Strategien werden können. Mediatisierung in ihren wahrnehmbaren Konsequenzen bzw. Begleiterscheinungen wird dergestalt von einem latenten Hintergrundprozess zu einem manifesten Problem. Anbieter reagieren einerseits, indem sie öffentlich thematisierte Folgen des verbreiteten Medienhandelns und dadurch evozierte Formen des Rückzugs, der Privatisierung oder der Anonymisierung in der kommerziellen Gestaltung und Verbreitung von Medien(-technologien) aufgreifen. Andererseits sind Anbieter mit ökonomisch riskanten Nebenfolgen ihrer eigenen Mediatisierungsmaßnahmen konfrontiert und reagieren, indem sie Nutzeraktivitäten in den von ihnen bereitgestellten Medienumgebungen zu de-quantifizieren, zu ent-schleunigen oder zu de-optionalisieren versuchen. Weil diese drastischen Modifikationen der technischen Funktionsgrundlagen und der Benutzeroberflächen digitaler Medien das medienbezogene Handeln aller Nutzer betreffen, könnten sich damit Kernaktivitäten in mediatisierten Welten nachhaltig verändern. Handlungsentwürfe und Maßnahmen, die gezielt gegen Mediatisierungstendenzen gerichtet sind, werden im Projekt als Ansätze zur De-Mediatisierung beschrieben und analysiert.

Wie in der ersten und zweiten Phase des Teilprojektes werden kommerziell bereitgestellte und betriebene Medienumgebungen heuristisch als Gegenstand spannungsreicher Wechselwirkungen zwischen Konzeption, Angebot, Verbreitung, Aneignung und Anpassung und damit als Aushandlungsfläche des sozio-technischen Wandels von Kultur verstanden. In der dritten Phase werden nun gezielt solche Fälle und Forschungsfelder für die empirische Untersuchung ausgewählt, die in kommerzieller Hinsicht als Lösung für die permanente Nebenfolgenanfälligkeit digitaler Angebote bzw. als Antwort auf alltagsweltlich und öffentlich (d.h. diskursiv) in Frage gestellte Mediatisierungstendenzen hervorgebracht werden.

Damit soll erstens das Verständnis für reflexive Gegenentwürfe im Rahmen der Kommodifizierung digitaler Medien und deren Konsequenzen vertieft werden. Zweitens soll der bislang als fortschrittsgetrieben verstandene Mediatisierungsprozess auf reflexivmoderne Wendepunkte hin betrachtet werden, an denen Mediatisierungskonsequenzen dezidiert hinterfragt und Alternativen entwickelt werden, die im Hinblick auf ihre mögliche Institutionalisierung zu rekonstruierten sind. Damit wird drittens die Theorie- und Methodologiearbeit weitergeführt, mit der die in den drei Förderungsperioden gewonnenen Einsichten zum Prozess Reflexiver Mediatisierung integriert und ein prozessanalytisches Instrumentarium für Mediatisierungsforschung bereitgestellt werden sollen.

Weitere Informationen: www.mediatisiertewelten.de

Institut für Soziologie
Universität Wien
Rooseveltplatz 2
1090 Wien

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