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Neuerscheinungen - Monographien


Altreiter, Carina (2019) Woher man kommt, wohin man geht. Über die Zugkraft der Klassenherkunft am Beispiel junger IndustriearbeiterInnen. Campus: Frankfurt a. M.

Carina Altreiter

Woher man kommt, wohin man geht. Über die Zugkraft der Klassenherkunft am Beispiel junger IndustriearbeiterInnen

Soziale Klasse, einst zentraler Kampfbegriff der ArbeiterInnenbewegung und bedeutende analytische Kategorie in der Soziologie, fristet im deutschsprachigen Raum seit einigen Jahrzehnten ein eher kümmerliches Dasein. Carina Altreiter unterstreicht mit ihrer Studie die Notwendigkeit einer Klassenperspektive für die Analyse sozialer Phänomene und zeigt am Beispiel junger IndustriearbeiterInnen, wie die Klassenherkunft den Übergang von der Schule in die Arbeitswelt prägt, wie sie Auseinandersetzungen mit konkreten Arbeitsbedingungen formt und berufliche Positionen im Lebensverlauf verfestigt.
Das Buch ist in der Reihe "Labour Studies" (herausgegeben von Klaus Dörre und Stephan Lessenich) im Campus Verlag erschienen.

Altreiter, Carina (2019) Woher man kommt, wohin man geht. Über die Zugkraft der Klassenherkunft am Beispiel junger IndustriearbeiterInnen. Campus: Frankfurt a. M.


Angelika Poferl, Michaela Pfadenhauer (Eds.) (2018): Wissensrelationen. Beiträge und Debatten zum 2. Sektionskongress der Wissenssoziologie. Weinheim Basel: Beltz Juventa.

Angelika Poferl, Michaela Pfadenhauer (Eds.)

Wissensrelationen. Beiträge und Debatten zum 2. Sektionskongress der Wissenssoziologie.

Was heißt Wissen im Hinblick auf das Insgesamt der Formen und Artikulationsweisen des Weltzugangs, der Welterfahrung und der Verfügung über die Welt? Wie lässt Wissen sich von seinen Rändern und Grenzen her verstehen? Diese und andere Fragen standen im Mittelpunkt des 2. Kongresses der Sektion Wissenssoziologie der DGS. Ziel des Kongressbands ist es, einerseits externe Wissensrelationen wie Wissen und Emotionalität, Wissen und Materialität, Wissen und Alienität, zu beleuchten und andererseits die Bandbreite an wissenssoziologischen Theorie-und Forschungshorizonte aufzuzeigen. Damit geht der vorliegende Band über die klassische Wissenssoziologie, in der die gesellschaftliche Konstruktion von Wissen im Zentrum steht, hinaus. Neben der thematischen Anknüpfung an den ersten Band dokumentiert das vorliegende Werk die Debatte zum Kommunikativen Konstruktivismus und die Gedenkfeier, die den herausragenden Persönlichkeiten der Wissenssoziologie Peter L. Berger, Hansfried Kellner und Thomas Luckmann gewidmet war.

Angelika Poferl, Michaela Pfadenhauer (Eds.) (2018): Wissensrelationen. Beiträge und Debatten zum 2. Sektionskongress der Wissenssoziologie. Weinheim Basel: Beltz Juventa.


Michaela Pfadenhauer, Hubert Knoblauch (eds.) (2019). Social Constructivism as Paradigm? The Legacy of The Social Construction of Reality. Abingdon & New York: Routledge.

Michaela Pfadenhauer, Hubert Knoblauch (eds.)

Social Constructivism as Paradigm? The Legacy of The Social Construction of Reality

Social constructivism is one of the most prominent theoretical approaches in the social sciences. This volume celebrates the 50th anniversary of its first formulation in Peter Berger and Thomas Luckmann’s classic foundational text, The Social Construction of Reality. Addressing the work’s contribution to establishing social constructivism as a paradigm and discussing its potential for current questions in social theory, the contributing authors indicate the various cultural understandings and theoretical formulations that exist of social construction, its different fields of research and the promising new directions for future research that it presents in its most recent developments. A study of the importance of a work that established a paradigm in the international sociology of knowledge, this book will appeal to scholars of sociology with interests in social theory, the history of the social sciences and the significance of social constructivism.

Michaela Pfadenhauer, Hubert Knoblauch (eds.) (2019). Social Constructivism as Paradigm? The Legacy of The Social Construction of Reality. Abingdon & New York: Routledge.


Kazepov, Y. and Carbone, D. (2018): Che cos'è il welfare state. Roma: Carocci.

Yuri Kazepov, Domenico Carbone, in Zusammenarbeit mit Ruggero Cefalo

Was ist der Wohlfahrtsstaat?

Der Wohlfahrtsstaat wurde mit der Intention geschaffen die mit der industriellen Revolution einhergehenden sozialen Bedürfnisse auszugleichen. Doch die sozioökonomischen Umstände haben sich tiefgehend verändert und auch die Sozialpolitiken unterscheiden sich zwischen den Ländern. Wie lassen sich diese Veränderungen und Unterschiede erklären? Wie hat sich die Wirtschaftskrise ausgewirkt und wie sehen Zukunftsperspektiven des europäischen Wohlfahrtstaates aus? Das Buch behandelt das Problem der Definition von Wohlfahrtstaat, sowie aktuelle Entwicklungen in verschiedenen Bereichen der Sozialpolitik und behandelt dabei grundlegende Themen zum Verständnis von zeitgenössischen Gesellschaften.

Kazepov, Y. and Carbone, D. (2018): Che cos'è il welfare state. Roma: Carocci.


Andreotti, A., Benassi, D. and Kazepov, Y. (2018): Western capitalism in transition. Global processes, local challenges. Manchester: Manchester University Press.

Alberta Andreotti, David Benassi, Yuri Kazepov (Herausgeber)

Westlicher Kapitalismus im Wandel. Globale Prozesse, lokale Herausforderungen.

Seit seiner Entstehung am Ende des 17. Jahrhunderts, hat der industrielle Kapitalismus als spezielle Form der sozialen Organisation immer wieder Herausforderungen an sein eigenes Bestehen gestellt und diese bis heute, dank seiner enormen Anpassungsfähigkeit, immer erfolgreich lösen können. Doch ist dieser Prozess der Anpassung heutzutage in der Beschleunigung oder erreicht er sein Ende? Dieses Buch ist eine kritische Erkundung des Kapitalismus im Wandel, beleuchtet von renommierten Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus den Blickwinkeln verschiedener Disziplinen. Die Sammlung beschäftigt sich mit den überwiegend westlichen Themen des Wohlfahrtskapitalismus und der sozialen Fragmentierung. Das Buch ist in drei analytische Teile gegliedert: Die Transformation der Wohlfahrtsgesellschaften und Kapitalismus mit einem Fokus auf südeuropäische Wohlfahrtsstaaten und deren Kapazität zur Bewältigung der Armut, der Wandel von Arbeit und Migration mit besonderem Augenmerk auf Informalität und die Frage der sozialen Rechte, sowie der Wandel der Stadt.

Andreotti, A., Benassi, D. and Kazepov, Y. (2018): Western capitalism in transition. Global processes, local challenges. Manchester: Manchester University Press.


Copyright: Springer VS

Johann Bacher, Alfred Grausgruber, Max Haller, Franz Höllinger, Dimitri Prandner, Roland Verwiebe (Herausgeber)

Sozialstruktur und Wertewandel in Österreich. Trends 1986-2016

Der Sammelband „Sozialstruktur und Wertewandel in Österreich“ thematisiert den sozialen Wandel der letzten 30 Jahre. Österreich hat sich in diesen drei Jahrzehnten durch den Fall des Eisernen Vorhangs, den Balkankonflikt, den Beitritt zur EU, einen durchgreifenden De-Industrialisierungs- und gleichzeitigen Teriarisierungsprozess, den Aufstieg rechter Parteien und Bewegungen, Digitalisierung und Globalisierung massiv verändert, was sich in vielfältigen Veränderungen der Lebensbedingungen, sozialen Praktiken und Wertorientierungen der Menschen abbildet. Vor dem Hintergrund zunehmender sozialer Ungleichheit thematisiert der Sammelband Wandlungsprozesse von Arbeit und Erwerbstätigkeit, Bildungschancen, Geschlechterrollen, Partnerschaft und Familie, Politik sowie Lebensqualität. Viele Kolleg*innen unterschiedlicher österreichischer Universitäten haben sich als Autori*innen und Herausgeber daran beteiligt, diese Trends auf der Grundlage repräsentativer Umfragen des Social Survey zwischen 1986 und 2016 darzustellen und zu diskutieren.

Bacher, Johann; Grausgruber, Alfred; Haller, Max; Höllinger, Franz; Prandner, Dimitri; Verwiebe, Roland (Hg.) (2018): Sozialstruktur und Wertewandel in Österreich. Trends 1986-2016, Wiesbaden: Springer VS.


Andreas Kranebitter und Christoph Reinprecht (Heftherausgeber) (2018): Marxismus im Untergrund: Erkundungen zur Latenz des Marxismus in der empirischen Soziologie. Österreichische Zeitschrift für Soziologie, Vol. 43 (3).

Andreas Kranebitter, Christoph Reinprecht (Heftherausgeber)

Marxismus im Untergrund: Erkundungen zur Latenz des Marxismus in der empirischen Soziologie

Die Entwicklung der Soziologie in Österreich ist im 20. Jahrhundert auf mehrfache Weise mit dem Marxismus verbunden. Zahlreiche SoziologInnen bezeichneten sich selbst als MarxistInnen und führten so zumindest subjektiv einen Marxismus „im Untergrund“ mit sich; andere grenzten sich in ihrem Verständnis scharf von marxistischen Positionen ab und versuchten (gerade in Zeiten des Austrofaschismus und Nationalsozialismus), den Marxismus in den Untergrund der jungen Disziplin zu verbannen. Die Etablierung der Soziologie als akademische Disziplin in Österreich bedeutete in der Nachkriegszeit auch eine Festschreibung dieses prekären Spannungsverhältnisses, die für die Soziologie unproduktiv blieb. Das Themenheft möchte daher die Frage nach der Latenz marxistischer Konzepte und Positionen in der österreichischen empirischen Soziologie aufwerfen und erkunden, ob die Diskussion und Aktualisierung marxistischer Positionen zu einer Reflexion der Produktionsbedingungen soziologischer Forschung anregen kann.

Andreas Kranebitter und Christoph Reinprecht (Heftherausgeber) (2018): Marxismus im Untergrund: Erkundungen zur Latenz des Marxismus in der empirischen Soziologie. Österreichische Zeitschrift für Soziologie, Vol. 43 (3).


Laura Wiesböck (2018). In besserer Gesellschaft. Der selbstgerechte Blick auf die Anderen. Wien: Kremayr & Scheriau

Laura Wiesböck

In besserer Gesellschaft. Der selbstgerechte Blick auf die Anderen

"Aber wir sind doch alle gleich!" Der Schlachtruf der aufgeklärten Gesellschaft ist zugleich ihr größter Stolperstein: Kaum eine Annahme ist so fragil. In Wirklichkeit sind wir bestrebt, uns anderen Menschen, anderen Bevölkerungsgruppen, anderen Denkmustern, anderen Verhaltensweisen gegenüber abzugrenzen. Mann oder Frau, jung oder alt, stark oder schwach, arm oder reich, ungeachtet der sozialen Stellung, Religion oder Nation– die Mechanismen sind immer dieselben: Weniger Privilegierte pochen auf ihren ehrlichen "Hacklerstatus" und wettern gegen die Schnösel "da oben"; das sogenannte Bildungsbürgertum schüttelt den Kopf pikiert über Wähler rechtspopulistischer Parteien und bestellt mit wohligem Gefühl das Bio-Kisterl. Konsumverhalten wird zum Statussymbol, der Beruf zur Identität und politische Andersartigkeit zum Feindbild. Die Soziologin Laura Wiesböck geht unserer Sehnsucht nach Überlegenheit mit Verve, Witz und Wissen auf den Grund – und fördert dabei auch unangenehme Wahrheiten zutage.

KAPITEL 1: ARBEIT
Do what you love
Die Trennung von Hand und Kopf

KAPITEL 2: GESCHLECHT
Die Abwertung von Gleichem
Männlichkeit und Stärke

KAPITEL 3: EINWANDERUNG
Wer ist es wert zu bleiben?
Das Fremde und die offene Gesellschaft

KAPITEL 4: ARMUT UND VERMÖGEN
Arbeitslosigkeit als individuelles Versagen
Das Diktat des Unternehmergeistes

KAPITEL 5: KRIMINALITÄT
Die Straftäter der unteren Klasse
Victim-Blaming: Abwertung durch Schuldzuweisung

KAPITEL 6: KONSUM
Geltungskonsum – Statuskampf mit Produkten
Das moralische Überlegenheitsgefühl

KAPITEL 7: AUFMERKSAMKEIT
Extrovertismus als Norm
Das beliebte digitale Selbst

KAPITEL 8: POLITIK
Politische Andersartigkeit als Feind
Die Abwertung der Wählerschaft

Laura Wiesböck (2018). In besserer Gesellschaft. Der selbstgerechte Blick auf die Anderen. Wien: Kremayr & Scheriau


Riederer, B. (2018). Elternschaft und Wohlbefinden: Kinder im individuellen, partnerschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext. Wiesbaden: Springer VS.

Bernhard Riederer

Elternschaft und Wohlbefinden: Kinder im individuellen, partnerschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext

Bernhard Riederer untersucht Auswirkungen der Elternschaft auf Glück und Zufriedenheit. Er zeigt, dass das individuelle und gesellschaftliche Umfeld beeinflussen, welche Konsequenzen Kinder für das Wohlbefinden der Eltern haben. In Einklang mit geringen Geburtenraten, Problemen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder der ‚Regretting Motherhood‘-Debatte erläutert die Glücksforschung, dass sich Kinder in westlichen Gesellschaften tendenziell negativ auf ihre Eltern auswirken. Die empirische Analyse von Daten 30 europäischer Staaten verdeutlicht jedoch, dass es zu positiven wie negativen Effekten kommt. Faktoren auf Individual-, Paar- und Gesellschaftsebene beeinflussen den Zusammenhang zwischen Kindern und Wohlbefinden systematisch. Dazu zählen in erster Linie Lebensabschnitt, Partnerschaftsstatus, Prozesse zwischen den Partnern, Kinderbetreuung und gesellschaftlich dominante Wertvorstellungen.

Riederer, B. (2018). Elternschaft und Wohlbefinden: Kinder im individuellen, partnerschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext. Wiesbaden: Springer VS.


Benjamin Herr (2018): Ausgeliefert. Fahrräder, Apps und die neue Art der Essenszustellung, Wien: ÖGB Verlag

Benjamin Herr

Ausgeliefert. Fahrräder, Apps und die neue Art der Essenszustellung

Die Online-Bestellung von Essen ist ein wachsender Markt. Foodora, UberEats und Co werden von mehr und mehr Menschen genutzt. Was steht hinter diesen scheinbaren Start-Ups? Wie funktioniert deren Geschäftsmodell? Wie geht es den Menschen, die tagtäglich auf dem Rad Essen ausliefern? Und wie soziale nachhaltig ist dieser wachsende Beschäftigungssektor?

Inhalt

  1. Von Gigs und Plattformen: Veränderungen in der Welt der Erwerbsarbeit
  2. Prekarität als Businessmodel: arbeiten im Fahrradsattel
  3. Dabei sein ist alles: unterwegs als Essenszusteller
  4. „Wo ist mein Essen?“ – unterwegs mit einem Boten
  5. Damit das Essen ankommt: Smartphone, App und Algorithmus
  6. Arbeitszeit: zwischen Flexibilität und Unberechenbarkeit
  7. Start-Up Ideologie: Steuerung und Kontrolle
  8. Heimatlose FahrerInnen: die Schließung des Depots
  9. Viel zu erzählen: wie erleben die FahrerInnen den Job?
  10. „Wir sind mehr wert als ein Mehrwert“: Kämpfe um Mitbestimmung bei der „neue“ Essenszustellung
  11. Ausgeliefert: Essenszustellung auf dem Rücken der Beschäftigten?

Benjamin Herr (2018): Ausgeliefert. Fahrräder, Apps und die neue Art der Essenszustellung, Wien: ÖGB Verlag


Kolland, F.; Gallistl, V.; Wanka, A. (2018). Bildungsberatung für Menschen im Alter. Grundlagen, Zielgruppen, Konzepte. Stuttgart: Kohlhammer.

Franz Kolland, Vera Gallistl, Anna Wanka

Bildungsberatung für Menschen im Alter – Grundlagen, Zielgruppen, Konzepte

Vor dem Hintergrund einer Politik des „aktiven Alters“ wird das Alter immer mehr zu einer Lebensphase, die aktiv gestaltet werden will: Viele ältere Menschen weisen heute ein erhebliches kulturelles, soziales und politisches Aktivitätsniveau auf, gleichzeitig bleiben soziale Unterschiede und Ungleichheiten in der nachberuflichen Lebensphase bestehen. Diese Entwicklung stellt die Bildungs- und Beratungsarbeit mit älteren Menschen vor neue Herausforderungen. Das Buch bereitet ausgehend von aktuellen Forschungsergebnissen die wissenschaftlichen Grundlagen der Bildungsberatung für ältere Menschen auf und arbeitet konkrete zielgruppenspezifische Leitlinien heraus. Dabei entwickelt es ein neues Bildungskonzept, das die Lebenswirklichkeiten und Widersprüche im Alltag älterer Menschen als Ausgangspunkt für Beratungshandeln versteht. In der Anwendung dieses Konzepts werden Beratungsangebote, -anlässe und -methoden in den konkreten Arbeitsalltag der Bildungsberatung eingebettet.

Das vorliegende Buch soll damit eine Grundlage sein für Personen, die in Bildung und Beratung mit älteren Menschen tätig werden wollen. Ziel des Buches ist es, einen soliden Beitrag zum einem gelingenden Älterwerden zu leisten.

Kolland, F.; Gallistl, V.; Wanka, A. (2018). Bildungsberatung für Menschen im Alter. Grundlagen, Zielgruppen, Konzepte. Stuttgart: Kohlhammer.


Jörg Flecker (Hg.)(2018): Die vielen Gesichter der Arbeit, Wien: Facultas

Jörg Flecker (Hg.)

Die vielen Gesichter der Arbeit

Inhalt

Jörg Flecker: Einleitung

1. Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen
Katinka Dudás: Die neuen Gastarbeiter des Turbokapitalismus
Isabella Reisenzaun: „Oida, jetzt gfreits mi einfach nimma Koch werden“ - Arbeits- und Ausbildungserfahrungen von Lehrlingen in der Gastronomie – eine Falldarstellung
Laurenz Jetzinger: „Leasinger bleibt Leasinger“ – Leiharbeit als Anerkennungsproblematik
Jasmina Steiner: FernfahrerInnen im Spannungsverhältnis zwischen Fremd- und Selbstkontrolle
Bianca Nottebohm: Many happy landings? Strukturwandel in der Luftfahrt und was es heute heißt PilotIn zu sein

2. Wandel von Arbeit und Beschäftigung
Simone Fürst: Brücke oder Überbrückung? Atypische Beschäftigung beim Berufseinstieg aus der Sicht von SoziologInnen
Johanna Grubner: Körper im Burnout – zwischen neoliberaler Zurichtung und individuellem Versagen
Anna Speckmayr: Sozialer Tausch im „modernen Ehrenamt“ – eine Fallstudie zum Bildungsprojekt Lernhaus
Helmut Haslinger: Vom „Ehrentitel Greißler“ zum Modernisierungsverlierer? Das Greißlersterben in Wien aus der Sicht betroffener kleiner Lebensmittelhändler

3. Dynamik der Arbeitszeit
Benjamin Herr: Flexibilisierung von Arbeitszeiten auf betrieblicher Ebene am Beispiel von Informationstechnik- und Metallbetrieben in Österreich
Esther M. Köb: „Schönen Sonntag!“ – Bedeutungen des Sonntags für Pflegekräfte in flexiblen Arbeitszeitregelungen
Clara Knuth: Flexible Arbeitszeiten im Krankenhaus – Arbeitszeitstrukturen und Alltag von Beschäftigten in Gesundheits- und Pflegeberufen
Angelika Rohr: Flexible Arbeitszeiten als Auftrag der Interessenvertretung – der Implementierungsprozess eines Zeitwertkontos

Jörg Flecker (Hg.) (2018): Die vielen Gesichter der Arbeit, Wien: Facultas


Jennifer Carvill Schellenbacher, Julia Dahlvik, Heinz Fassmann, Christoph Reinprecht (Hg.) (2018), Migration und Integration – wissenschaftliche Perspektiven aus Österreich.

Jennifer Carvill Schellenbacher, Julia Dahlvik, Heinz Fassmann, Christoph Reinprecht (Hrsg.)

Migration und Integration – wissenschaftliche Perspektiven aus Österreich
Jahrbuch 4/2018.

Als klassisch interdisziplinäres Thema wird Migration und Integration in den unterschiedlichsten Fächern erforscht. Das Jahrbuch für Migrations- und Integrationsforschung fördert den interduisziplinären Austausch und publiziert und dokumentiert regelmäßig Forschungsfragen und Ergebnisse der österreichischen Migrations- und Integrationsforschung. Die Beiträge des vierten Bandes behandeln Themen wie Asyl, Familie und Sprache, Integration und Identität sowie Gesundheit und Pflege in einer migrationsgeprägten Gesellschaft. Raum gegeben wird dabei neueren theoretischen und methodologischen Ansätzen sowie auch der Frage, wie sich Forschungserkenntnisse in die Praxis einbringen lassen.

Jennifer Carvill Schellenbacher, Julia Dahlvik, Heinz Fassmann, Christoph Reinprecht (Hg.) (2018), Migration und Integration – wissenschaftliche Perspektiven aus Österreich. Jahrbuch 4/2018. Migrations- und Integrationsforschung. Multidisziplinäre Perspektiven, Vol. 9. Göttingen: Vienna University Press bei V&R unipress


Flecker, Jörg (2017): Arbeit und Beschäftigung – eine soziologische Einführung. utb/Facultas.

Jörg Flecker

Arbeit und Beschäftigung – eine soziologische Einführung

Werden „prekäre“ Arbeitsformen immer mehr zu unserer Realität? Wie verändert sich Arbeit durch Digitalisierung und Transnationalisierung? Was hat Arbeit mit Geschlecht zu tun? Was verstehen wir eigentlich unter Arbeit? Diese und viele weitere Fragen werden in dieser Einführung auf Basis theoretischer Konzepte der Arbeitssoziologie und empirischer Analysen von Arbeits- und Beschäftigungsformen erörtert. Berücksichtigt wird die historische Entwicklung des Nachdenkens über Arbeit seit der Industrialisierung ebenso wir der internationale Forschungsstand. Anhand aktueller Forschungsergebnisse stellt der Band den beschleunigten Wandel der Erwerbsarbeit in Verbindung mit anderen Arbeitsformen (u.a. Sorge- und Freiwilligenarbeit) systematisch dar.

Flecker, Jörg (2017): Arbeit und Beschäftigung – eine soziologische Einführung. utb/Facultas.


Lamnek, Siegfried; Vogl, Susanne (2017): Theorien abweichenden Verhaltens II: "Moderne" Ansätze. Fink.

Siegfried Lamnek und Susanne Vogl

Theorien abweichenden Verhaltens II: "Moderne" Ansätze

Abweichende und kriminelle Handlungen gewinnen wissenschaftlich und gesellschaftlich an Bedeutung. Gewalt an Schulen, terroristische Aktionen oder Kindstötungen sind nur einige extreme Beispiel hierfür. Im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts hat sich in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema gezeigt, dass die älteren sozialwissenschaftlichen
Theorien weder hinsichtlich ihrer Erklärungskraft noch in Bezug auf die praktische Umsetzung ihrer Erkenntnisse immer befriedigen konnten. Dieses utb informiert darüber, welche neuen Ansätze in den letzten Jahrzehnten entstanden, um abweichendes Verhalten besser erklären und verstehen zu können.

Das didaktisch aufbereitete Buch ist ideal als Lehrbuch geeignet.

Das Buch setzt die Darstellung in dem Standardwerk Theorien abweichenden Verhaltens I fort, das sich mit den „klassischen“ Theorien befasst (utb 740).

Lamnek, Siegfried; Vogl, Susanne (2017): Theorien abweichenden Verhaltens II: "Moderne" Ansätze. Fink.


Partizipative Aktionsforschung mit Kindern und Jugendlichen. Wiesbaden: Springer VS.

Veronika Wöhrer, Doris Arztmann, Teresa Wintersteller, Doris Harrasser, Karin Schneider

Partizipative Aktionsforschung mit Kindern und Jugendlichen. Von Schulsprachen, Liebesorten und anderen Forschungsdingen.

Wie Partizipative Sozialforschung mit Kindern und Jugendlichen funktionieren und was sie leisten kann wird in diesem Buch anhand zweier empirischer Studien in Neuen Mittelschulen in Wien deutlich gemacht. Diskursstränge aus der Aktionsforschung, der Schulforschung und der Kindheitsforschung werden zusammengebracht und die begrifflichen und theoretischen Konzepte der Aktionsforschung in Bezug auf Kinder und Jugendliche als  Co-Forscher_innen diskutiert und weiterentwickelt. Beschreibungen der gemeinsam durchgeführten Forschungsprojekte sowie Texte, die von den jugendlichen Forscher_innen selbst verfasst wurden, illustrieren, wie Forschung von 9-14-jährigen Schüler_innen selbst durchgeführt werden kann. Analysen zu Ethnizität, Mehrsprachigkeit, Geschlecht und Inkusion im Schulkontext stellen weitere Kapitel des Buches dar. Der Band zeigt, dass forschende Kinder und Jugendliche, involvierte Schulen und WissenschaftlerInnen profitieren, wenn Kinder und Jugendliche nicht nur als soziale Akteur_innen, sondern auch als fähige Forscher_innen ihrer eigenen Lebenswelt ernst genommen werden.

Wöhrer, Veronika; Arztmann, Doris; Wintersteller, Teresa; Harrasser, Doris; Schneider, Karin (2017). Partizipative Aktionsforschung mit Kindern und Jugendlichen. Von Schulsprachen, Liebesorten und anderen Forschungsdingen. Wiesbaden: Springer VS.


Christoph Reinprecht/ Rossalina Latcheva (Hg.) (2016). Was wir nicht wissen. Forschungs- und Wissenslücken der Migrationssoziologie. Sonderheft 15 der Österreichischen Zeitschrift für Soziologie. Wiesbaden: Springer.

Christoph Reinprecht, Rossalina Latcheva (Hg.)

Was wir nicht wissen. Forschungs- und Wissenslücken der Migrationssoziologie.

Drei Schlüsselfragen der aktuellen soziologischen Migrationsforschung sind es, die in den Aufsätzen dieses Sonderhefts der Österreichischen Zeitschrift für Soziologie aufgearbeitet und diskutiert werden: Zum einen die Verknüpfung von Forschung und allgemeiner soziologischer Gesellschaftstheorie; zum zweiten die Verwendung von Kategorien der Praxis als Kategorien der Analyse; zum dritten der bislang wenig untersuchte Beitrag der Migrationssoziologie zur Produktion gesellschaftlicher (Un-)Sichtbarkeit.

Christoph Reinprecht/ Rossalina Latcheva (Hg.) (2016). Was wir nicht wissen. Forschungs- und Wissenslücken der Migrationssoziologie. Sonderheft 15 der Österreichischen Zeitschrift für Soziologie. Wiesbaden: Springer.


Roberta Cucca, Costanzo Ranci (eds.) (2017). Unequal Cities. The Challenge of Post-Industrial Transition in Times of Austerity. London and New York: Routledge.

Roberta Cucca, Costanzo Ranci (eds.)

Unequal Cities. The Challenge of Post-Industrial Transition in Times of Austerity

This book, edited by Roberta Cucca and Costanzo Ranci, examines the impact of austerity and economic crisis on Western European cities. It links existing theories and debates with newer discussions on the crisis to develop a typology of possible orientations of local government towards economic development and social cohesion. In the process, it describes the challenges and tensions facing six large European cities, representative of a variety of welfare regimes in Western Europe: Barcelona, Copenhagen, Lyon, Manchester, Milan, and Munich.

Roberta Cucca, Costanzo Ranci (eds.) (2017). Unequal Cities. The Challenge of Post-Industrial Transition in Times of Austerity. London and New York: Routledge.


Reinprecht, Christoph 2016, Einfluss der Migration auf Leistungserbringung, Wiener Sozialpolitischen Schriften, Band 9

Christoph Reinprecht, unter Mitarbeit von Eva Rossbacher, Ina Wilczewska, Faime Alpagu, Tatjana Zarković und Devran Koyupinar

Einfluss der Migration auf Leistungserbringung und Inanspruchnahme von Pflege-und Betreuungsleistungen in Wien.

Professionelle Pflege- und Betreuungsleistungen werden im Kontext der Migration oftmals nicht oder nur sehr zögerlich in Anspruch genommen. Die Publikation fasst die Ergebnisse einer breit angelegten Fragebogenerhebung zu den Gründen für diese Nicht-Inanspruchnahme bzw. nach den Erwartungen an die Pflege- und Betreuungsangebote zusammen. Sie informiert umfassend über die objektive und subjektive Lebenslage im Kontext von Altern und Migration und überprüft kritisch die Rolle unterschiedlicher Einflussfaktoren wie Herkunft, ethnische Zugehörigkeit und Religion, Migrationskontext und Migrationsverlauf, soziale Klassenlage. Die Ergebnisse stehen im Widerspruch zu simplifizierenden, oftmals kulturalisierenden Deutungen von Pflege und Pflegebedürfnissen und unterstreichen die Bedeutung von sozialer Platzierung, Milieuzugehörigkeit sowie insgesamt der Erfahrung der Inklusion.

Reinprecht, Christoph, Rossbacher, Eva, Wilczewska, Ina, Alpagu, Faime, Zarković, Tatjana, Koyupinar, Devran (2016). Einfluss der Migration auf Leistungserbringung und Inanspruchnahme von Pflege-und Betreuungsleistungen in Wien. Wiener Sozialpolitischen Schriften, Band 9, Wien: MA 24, Gesundheits- und Sozialplanung


Buchcover: Grenz, Tilo (2017). Mediatisierung als Handlungsproblem. Eine wissenssoziologische Studie zum Wandel materialer Kultur. Wiesbaden: Springer VS.

Tilo Grenz

Mediatisierung als Handlungsproblem. Eine wissenssoziologische Studie zum Wandel materialer Kultur

Tilo Grenz identifiziert die permanente Unabgeschlossenheit digitaler materialer Kultur als ein zentrales Charakteristikum von informations- und kommunikationstechnologisch geprägten Gesellschaften. Die Einsichten basieren auf den empirischen Erträgen einer ethnographischen Studie in einem innovationsgetriebenen Unternehmen. Diese seltene Innensicht fördert den langwierigen und verästelten Entstehungsprozess eines digitalen Mediums zutage. Die konsequent prozessorientierte Darstellung bringt zum Ausdruck, dass und inwiefern dessen Konzeption, Erprobung und Veröffentlichung von permanentem Hinterfragen, Neujustieren und Modifizieren begleitet werden. Zeitgeistige Strategien der Nutzereinbindung und der Medientechnikgestaltung setzen unvorhergesehene und unbeabsichtigte Konsequenzen in Gang, auf die Geschäfte-, Medien- und Technikmacher mit wiederholten Kurskorrekturen antworten. Das Buch schlägt eine Brücke zwischen neuerer Wissenssoziologie, Mediatisierung und digitaler materialer Kultur.

Grenz, Tilo (2017). Mediatisierung als Handlungsproblem. Eine wissenssoziologische Studie zum Wandel materialer Kultur. Wiesbaden: Springer VS.


Buchcover: Adloff, Frank; Antony, Alexander; Sebald, Gerd (Hg.) (2016). Handlungs- und Interaktionskrisen. Sonderheft 14 der Österreichischen Zeitschrift für Soziologie. Wiesbaden: Springer VS.

Frank Adloff, Alexander Antony, Gerd Sebald (Hg.)

Handlungs- und Interaktionskrisen (Sonderheft der Österreichischen Zeitschrift für Soziologie)

Nicht nur die Betrachtung ‚großer‘ gesellschaftlicher, sondern auch ‚kleiner‘ alltäglicher Krisen hat der Soziologie immer wieder theoretische wie methodologische Impulse geliefert. Allerdings wurden letztere bisher kaum Gegenstand einer systematischen Beschäftigung. Der Band möchte einen Beitrag zur analytischen Durchdringung und empirischen Analyse dieser ‚kleinen‘ Krisen leisten. Mit unterschiedlichen Zielsetzungen und aus verschiedenen theoretischen Perspektiven (u.a. Ethnomethodologie, Praxistheorie und Wissenssoziologie) behandeln die hier versammelten Aufsätze Handlungs- und Interaktionskrisen. Sie blicken auf Prozesse der Krisenentstehung, auf deren Vermeidung, wie auch auf Versuche zu deren Bewältigung. Neben konzeptuellen und methodologischen Beiträgen reicht die Bandbreite der materialen Analysen von der Untersuchung des Umgangs mit Demenzkranken bis hin zu Studien über künstlerische und politische Praxis.

Adloff, Frank; Antony, Alexander; Sebald, Gerd (Hg.) (2016). Handlungs- und Interaktionskrisen. Sonderheft 14 der Österreichischen Zeitschrift für Soziologie. Wiesbaden: Springer VS.


Buchcover: Migration und Integration – wissenschaftliche Perspektiven aus Österreich, Jahrbuch 3/2016.

Jennifer Carvill Schellenbacher, Julia Dahlvik, Heinz Fassmann, Christoph Reinprecht (Hrsg.)

Migration und Integration – wissenschaftliche Perspektiven aus Österreich
Jahrbuch 3/2016.

Das Jahrbuch für Migrations- und Integrationsforschung publiziert und dokumentiert regelmäßig Forschungsfragen und Ergebnisse der österreichischen Migrations- und Integrationsforschung. Der dritte Band versammelt 15 Beiträge zu den Themenbereichen Asyl und Recht, Ausbildung und Diskriminierung, Formen der Migration, Rückkehr und Rückwanderung sowie zur migrationsgeprägten Gesellschaft. Vorgestellt und diskutiert werden neuere theoretische und methodologische Ansätze sowie auch die Frage, wie sich Forschungserkenntnisse in die Praxis einbringen lassen.

Jennifer Carvill Schellenbacher, Julia Dahlvik, Heinz Fassmann, Christoph Reinprecht (Hg.), Migration und Integration – wissenschaftliche Perspektiven aus Österreich. Jahrbuch 3/2016. Migrations- und Integrationsforschung. Multidisziplinäre Perspektiven, Vol. 9. Göttingen: Vienna University Press bei V&R unipress


Buchcover: Richter, Rudolf (2. A. 2016). Soziologische Paradigmen.

Rudolf Richter

Soziologische Paradigmen

Diese Einführung zeichnet die soziologischen Paradigmen nach, die den meisten Schulen und Theorien zugrunde liegen: das materialistische und das systemtheoretische Paradigma sowie jenes, das den Menschen und sein Handeln in den Mittelpunkt stellt. Ergänzt werden sie durch die Darstellung feministischer und postmoderner Theorien, Ausführungen zu den verschiedenen Formen des Konstruktivismus und Globalisierungstheorien. Der Band macht mit den Wurzeln der Soziologie vertraut und vermittelt Basiswissen, um sich im Feld soziologischer Theorien orientieren zu können.

Richter, Rudolf (2. A. 2016). Soziologische Paradigmen. Wien: facultas, utb 2223


Buchcover: Gedenkbuch für die Toten des KZ Mauthausen und seiner Außenlager

Andreas Kranebitter (Hrsg.)

Gedenkbuch für die Toten des KZ Mauthausen und seiner Außenlager

Mindestens 90.000 Menschen wurden im KZ Mauthausen und seinen Außenlagern von August 1938 bis Mai 1945 ermordet oder starben unmittelbar nach der Befreiung an den Folgen ihrer Haft. In zwei Teilbänden werden die Namen und Lebensdaten von über 84.000 Menschen wiedergegeben, deren Identität in langjähriger Forschungsarbeit rekonstruiert werden konnte. Der Begleitband besteht aus einer wissenschaftlichen Kommentierung sowie über 300 Biografien über Menschen, die im KZ Mauthausen ermordet wurden oder an den Folgen ihrer Haft starben.

Kranebitter, Andreas (Hrsg.) (2016). Gedenkbuch für die Toten des KZ Mauthausen und seiner Außenlager. Verein für Geschichtsforschung und Gedenken in österreichischen KZ-Gedenkstätten. Wien: new academic press.


Buchcover: Muslimische Milieus im Wandel? Religion, Werte und Lebenslagen im Generationenvergleich

Hilde Weiss, Gülay Ateş und Philipp Schnell (Hrsg.)

Muslimische Milieus im Wandel? Religion, Werte und Lebenslagen im Generationenvergleich

In diesem Band werden soziale und religiös-kulturelle Milieus von MuslimInnen im Generationenwandel dargestellt und die vielfältigen innerfamiliären Transmissionsprozesse in muslimischen Familien untersucht. Im Mittelpunkt der vergleichenden Analysen zwischen den Generationen stehen Zusammenhänge von religiösen Einstellungs- und Verhaltensmustern mit relevanten Bereichen, wie Familie, Demokratie und Rechtsstaat, religionsmotivierte Gewaltbereitschaft, sozioökonomischer Aufstieg und Re-Migrationsabsichten. Darüber hinaus werden die Ressentiments und Wahrnehmungen der Mehrheitsbevölkerung mit den Sichtweisen und Problemwahrnehmungen von MuslimInnen kontrastiert.

Weiss, Hilde, Ateş, Gülay und Philipp Schnell (Hrsg.). “Muslimische Milieus im Wandel? Religion, Werte und Lebenslagen im Generationenvergleich”. Wiesbaden: Springer VS Verlag.


Buchcover: Projekt Stadt. Eine Geschichte der Urbanität

Manfred Russo

Projekt Stadt. Eine Geschichte der Urbanität

Thema des Buches ist die Entwicklung der Stadt von der Antike bis zur Gegenwart. Zugleich werden anhand der zeitgenössischen Diskurse über die Stadt, welche die jeweiligen Motivstrukturen und philosophischen Haltungen der Planer und Denker widerspiegeln, die wichtigsten Elemente der Urbanität sowie urbane Metaphern und Bilder von der Antike bis heute dargestellt.

Manfred Russo (2016). Projekt Stadt. Eine Geschichte der Urbanität. Basel: Birkhäuser.


Buchcover: Materiale Analysen - Methodenfragen in Projekten

Nicole Burzan, Ronald Hitzler, Heiko Kirschner (eds.)

Materiale Analysen - Methodenfragen in Projekten

In den Beiträgen dieses Bandes zeigen namhafte Autorinnen und Autoren mittels methodologischer Reflexionen, ausgearbeiteter Forschungsdesigns und detaillierter Studien an konkreten Beispielen aus der eigenen Forschung, dass methodisch analysierte Materialien für begründete sozialwissenschaftliche Einsichten unverzichtbar sind und dass materiale Analysen den Einsatz von – zunehmend technologisch avancierten – Varianten quantitativer, qualitativer und interpretativer Datenerhebungs- und Auswertungsverfahren im Hinblick auf heterogene Forschungsinteressen an sozialen Zusammenhängen voraussetzen.

Nicole Burzan, Ronald Hitzler, Heiko Kirschner (eds.) (2016). Materiale Analysen - Methodenfragen in Projekten. Wiesbaden: Springer VS.


Buchcover: Migration and Integration. New Models for Mobility and Coexistence

Roland Hsu, Christoph Reinprecht (eds.)

Migration and Integration. New Models for Mobility and Coexistence

Globalization has led to new forms, and dynamics, of migration and mobility. What are the consequences of these changes for the processes of reception, settlement and social integration, for social cohesion, institutional practices and policies? The essays collected in this volume discuss these issues with reference to recent research on migration and mobility in Europe, the US, North and East Africa and South and Southeast Asia. The twenty authors are leading migration researcher from different academic fields such as sociology, geography, political science and cultural studies. The volume is an outcome of an international scientific conference at Stanford University, California.

Roland Hsu / Christoph Reinprecht (eds.) (2016). Migration and Integration. New Models for Mobility and Coexistence.
Migrations- und Integrationsforschung. Multidisziplinäre Perspektiven, Vol. 8. Göttingen: Vandenhoeck&Ruprecht.


Buchcover: Schleppen, Schleusen, Helfen. Flucht zwischen Rettung und Ausbeutung

Gabriele Anderl, Simon Usaty (Hg.)
Die Tagung, auf die der Band zurückgeht, wurde vom Institut mitorganisiert. Der Beitrag "Der Terminus 'Passeur' und seine Bedeutungen" stammt von Christoph Reinprecht.

Schleppen, Schleusen, Helfen. Flucht zwischen Rettung und Ausbeutung

Im Kontext der Fluchtbewegungen der Jahre 1933-1945 fanden illegale Grenzübertritte wesentlich häufiger statt als allgemein bekannt. Sie erwiesen sich vielfach als lebensrettend. Dennoch wurden die Helferinnen und Helfer oft in undifferenzierter Weise kriminalisiert, obwohl nur ein Teil von ihnen primär aus finanziellem Interesse oder ausbeuterischer Absicht handelte. Auch in den Nachkriegsjahrzehnten war Fluchthilfe von großer Bedeutung.  Heute ist das Thema angesichts der immer rigoroseren Abwehrmaßnahmen, mit denen die »Festung Europa« gesichert werden soll, brisanter denn je.  Der Band befasst sich mit den unterschiedlichen Formen, Phasen und Motiven der organisierten und individuellen Fluchthilfe oder »Schlepperei« seit den 1930er Jahren und rückt auch die restriktive Aufnahmepolitik der potentiellen Zufluchtsländer als wesentliche Ursache für das Phänomen ins Blickfeld. Der Band geht auf eine Tagung zurück, die unter Mitwirkung des Instituts für Soziologie organisiert wurde. Die Publikation wurde um zahlreiche Beiträge erweitert.

Gabriele Anderl, Simon Usaty (Hg.) (2016). Schleppen, Schleusen, Helfen. Flucht zwischen Rettung und Ausbeutung. Wien: Mandelbaum.


Buchcover: Istanbul als Bild. Eine Analyse urbaner Vorstellungswelten

Johannes Marent

Istanbul als Bild. Eine Analyse urbaner Vorstellungswelten

Bilder formen Vorstellungen von Städten. Sie rufen Assoziationen hervor und gestalten Diskurse. In einer die Stadtsoziologie mit der Visual Sociology verbindenden Perspektive rekonstruiert Johannes Marent die Symbolwelt Istanbuls anhand des Vergleichs verschiedener visueller Repräsentationsformen: Werbebilder für die Kulturhauptstadt Istanbul 2010, Fotos aus einer Fotobefragung sowie Künstlerfotos. Er diskutiert theoretische Begründungen für die Relevanz von Bildern für die symbolische Ordnung städtischer Wirklichkeit und stellt damit die Weichen für die empirische Erforschung visueller Stadtdarstellungen. 

Marent, Johannes (2016). Istanbul als Bild. Eine Analyse urbaner Vorstellungswelten. Bielefeld: transcript Verlag


Buchcover: Interviews mit Kindern führen – Eine praxisorientierte Einführung.

Susanne Vogl

Interviews mit Kindern führen: Eine praxisorientierte Einführung.

Die Einführung umreißt Fähigkeiten von Kindern, stellt methodologische Hintergründe von Befragungen (und Gruppendiskussionen) vor und gibt Tipps für die Planung und Durchführung von Interviews mit Kindern.

Das Buch »Interviews mit Kindern führen« gibt einen praxisorientierten Leitfaden für die Planung und Durchführung von Befragungen mit Kindern. Aus multidisziplinärer Perspektive werden verbale, kognitive und interaktive Fähigkeiten von Kindern in ihrer Entwicklung umrissen, methodologische Hintergründe von Befragungen vorgestellt und Implikationen für den Einsatz von Interviews und Gruppendiskussionen bei Kindern aufgezeigt. Ziel ist die Vermittlung von Kenntnissen über Voraussetzungen bei der Befragung von Kindern, um für das jeweilige Forschungsprojekt informierte und gut begründete Entscheidungen in allen Phasen des empirischen Forschungsprozesses treffen zu können.

Vogl, S. (2015). Interviews mit Kindern führen: Eine praxisorientierte Einführung. Reihe: Grundlagentexte Methoden. Weinheim: Beltz Juventa.


Buchcover: Family Dynamics after Separation. A Life Course Perspective on Post-Divorce Families

Ulrike Zartler, Valerie Heintz-Martin, Arránz Becker Oliver (eds)

Family Dynamics after Separation
A Life Course Perspective on Post-Divorce Families


In many Western societies, there has been a tremendous increase in family diversity over the course of the past few decades, resulting in a considerable prevalence of non-traditional family forms. The increased instability of marital and non-marital unions entails new challenges for both parents and children. In this special issue, family studies scholars from different disciplines examine from a life course perspective how re-partnering processes work and how family relationships are rearranged in order to adapt to the altered needs and requirements of post-separation family life. From a life course perspective, partnership and parenthood biographies have become more complex, which has challenged the notion of a “normative biography” of life-long marriage and the formation of a nuclear family with shared biological children. Thus, many individuals face the challenge of rearranging their lives after a separation of divorce, which includes not only the search for a new partnership, but also the redefinition of existing ties to one’s ex-partner (and often co-parent) and to one’s biological and social children. Family life often becomes regulated legally (e.g. via custody arrangements), and even the basic definitions of the boundaries of post-separation families may be blurred. The authors illustrate that post-divorce families are complex social units and that the involved individuals actively create their life courses in a social process.

Zartler, Ulrike / Heintz-Martin, Valerie / Arránz Becker, Oliver (eds) (2015). Family Dynamics after Separation. A Life Course Perspective on Post-Divorce Families. Special Issue of the Journal of Family Research / Sonderheft der Zeitschrift für Familienforschung, 10 (2015).


Ulrike Froschauer, Manfred Lueger (Hg.)

Organisationen zwischen Dynamik und Stabilität

Moderne organisationstheoretische Ansätze sehen den Schlüssel zum Verstehen von Organisationen in der Analyse deren Prozesse. Organisationen, das zeigen die Beiträge in diesem Band, können der ständigen internen Dynamik nicht entrinnen. Dieses Phänomen produziert eine typische Ambivalenz: Selbst wenn sich eine Organisation gegen Veränderungen wehrt, muss sie permanent Strategien der Abwehr entwickeln; und wenn eine Organisation höchst flexibel ist, so braucht sie doch stabile Bereiche, um ihre Identität zu sichern. Diese Dynamik liegt nicht bloß an den Individuen, denen man eigenwilliges Verhalten unterstellen könnte, sondern an der Komplexität von Wechselwirkungen sozialer und kollektiver Aktivitäten. Eine interpretative Organisationsforschung stellt genau diese interaktive Koordination ins Zentrum. Entsprechend dieser Vorstellung greifen die Beiträge in diesem Band verschiedene Fragestellungen im Zusammenhang mit Emergenz und Steuerbarkeit organisationaler Dynamik auf.

Froschauer, Ulrike/ Lueger, Manfred (2015). Organisationen zwischen Dynamik und Stabilität. Wien: facultas.wuv


Julia Edthofer, Assimina Gouma, Petra Neuhold, Bettina Prokop, Christoph Reinprecht, Paul Scheibelhofer

Das geheime Leben der Grätzeln. Ein Stadtforschungsprojekt mit Jugendlichen.

Was entdecken Jugendliche, wenn sie ihren Stadtteil - ihr Grätzel - erforschen? Wie strukturieren Migration, Mehrsprachigkeit und Geschlechterrollen diese Räume?
Das Buch dokumentiert ein besonderes Forschungsprojekt, in dem SchülerInnen zweier Wiener Hauptschulen gemeinsam mit SozialwissenschaftlerInnen der Universität Wien untersuchen, wie sich urbane Lebenswelten aus der Jugendperspektive heute darstellen. Neben den zentralen wissenschaftlichen Ergebnissen wird der dialogisch angelegte Forschungsprozess (selbst)kritisch reflektiert.
So gelingt es, die oftmals ausgeblendete Perspektive von Jugendlichen auf die Stadt differenziert darzulegen und Impulse für eine zeitgemäße, kritische Stadtforschung zu geben.

Edthofer, Julia/ Gouma, Assimina/ Neuhold, Petra/ Prokop, Bettina/ Reinprecht, Christoph/  Scheibelhofer, Paul (2015). Das geheime Leben der Grätzeln. Ein Stadtforschungsprojekt mit Jugendlichen. Wien: mandelbaum verlag


Andreas Kranebitter

Zahlen als Zeugen, Soziologische Analysen zur Häftlingsgesellschaft des KZ Mauthausen.

Die nationalsozialistischen Konzentrationslager und ihre so genannten „Häftlingsgesellschaften“ stellen die soziologische Forschung vor eine permanente Herausforderung: Kann ein derartiger Ausnahmezustand überhaupt mit den „herkömmlichen“ Konzepten und Methoden der Soziologie erfasst werden? Die Antwort darauf fällt in der Forschung unterschiedlich aus, die Basis der Analysen bildeten allerdings stets qualitative Methoden, die sich mit den Memoiren der Überlebenden beschäftigten. Mit dem vorliegenden Band leistet der Autor einen wichtigen Beitrag zu diesen Debatten. Ausgehend von fundierten statistischen Analysen der Daten zu über 166.000 namentlich bekannten Häftlingen des KZ Mauthausen legt die Untersuchung Muster hinter Phänomenen wie der „täglichen Sterblichkeit“ frei und lässt tradierte Bilder von Häftlingsgruppen wie den „Kriminellen“ in einem neuen Licht erscheinen. Durch den Blick auf neue Methoden rückt der Autor einen neuen und einzigartigen Quellen-Fundus ins Zentrum der Analyse. Die Ergebnisse und Interpretationen der statistischen Berechnungen führen zu aufschlussreichen Aussagen über die Konstituierung der „sozialen Ordnung“ der Häftlingsgesellschaft.

Kranebitter, Andreas (2015). Zahlen als Zeugen, Soziologische Analysen zur Häftlingsgesellschaft des KZ Mauthausen. Wien: new academic press


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