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Laufende Drittmittelprojekte am IfS

Titel / Laufzeit / Projektleitung

COHSMO - Inequality, urbanization and Territorial Cohesion: Developing the European Social Model of economic growth and democratic capacity / 2017-2020 / Yuri Kazepov

Alfred Schütz und die Wiener Kreise: Zur kommunikativen Vereinbarung des Unvereinbaren / 2017-2019 / Michaela Pfadenhauer, Tilo Grenz

Zivilcourage 2.0: Mechanismen und Wirkungsweisen zivilcouragierter Interventionen durch Jugendliche im Umgang mit wahrgenommener Gewalt im Internet / 2017-2019 / Ulrike Zartler

Solidarität in Zeiten der Krise. Sozio-ökonomischer Wandel und politische Orientierungen in Österreich und Ungarn (SOCRIS) / 2016-2019 / Jörg Flecker

YOUNG_ADULLLT – Policies Supporting Young Adults in their Life Course. A Comparative Perspective of Lifelong Learning and Inclusion in Education and Work in Europe / 2016-2019 / Yuri Kazepov

Entertainment by Training on a Personalized Exergame Platform (ENTERTRAIN) / 2016 – 2019 / Franz Kolland

Kulturstile älterer Menschen / 2016-2019 / Franz Kolland

Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen in Österreich – Eine Längsschnittanalyse / 2016-2019 / Roland Verwiebe

GranD Cities - Green and Diverse Cities. The social impact of urban policies for sustainability in comparative  perspective / 2016-2018 / Roberta Cucca, Yuri Kazepov

„Auf Gesunde Nachbarschaft“ – Schwerpunkt SeniorInnen / 2015- 2018 / Franz Kolland

Zugangsbarrieren für ältere Menschen in der kulturellen Bildung - “Mainstreaming Ageing“ im Kultursektor / 2016 - 2018 / Franz Kolland

Polizei und Alter: Stärkung der subjektiven Sicherheit älterer und hochaltriger Frauen und Männer im öffentlichen Raum (SI-ALT) / 2016-2018 / Franz Kolland

Nachkriegs-Diaspora(s): Kosmopolitischer Nationalismus? / 2016-2018 / Ana Mijić

Pilotstudie Konsummonitor - Konsumforschung mittels Online-Panel / 2016-2018 / Christoph Reinprecht

Mobile Sozialrechte im transnationalen Europa: Eine Untersuchung der Portabilitätsregime von sozialen Rechten (TRANSWEL) / 2015-2018 / Elisabeth Scheibelhofer

Provision of on-request reporting services – Network of Correspondents – Austria / 2014-2018 / Jörg Flecker

Erster Österreichischer Film-Gender-Report 2012-2016 / 2017 / Eva Flicker

Familie als Netzwerk materiell-diskursiver Praktiken: Onto-epistemologische Grundlagen für die Definition von Menschen und deren Beziehungen und die Konsequenzen für die Familienforschung / 2016-2017 / Cornelia Schadler

Mediatisierung als Geschäftsmodell III: Gegenentwürfe und Wendepunkte im Mediatisierungsprozess / 2015-2017 / Michaela Pfadenhauer

Wertebildung: Inhalte - Orte - Prozesse / 2015-2017 / Roland Verwiebe

Optimizing the Workplace of ELderly Laborers: BE IN Good health! (WELLBEING) / 2014-2017 / Franz Kolland

Vulnerability of and adaption strategies for migrant groups in urban heat environments (EthniCityHeat) / 2014-2017 / Franz Kolland

DIVERCITIES “Governing Urban Diversity: Creating Social Cohesion, Social Mobility and Economic Performance in Today's Hyperdiversified Cities” / 2013-2017 / Yuri Kazepov

Changing Families and Sustainable Societies: Policy Contexts and Diversity over the Life Course and Across Generations (FamiliesAndSocieties) / 2013-2017 / Rudolf Richter

Überstunden in Österreich - Entstehung und Verbreitung von Überstunden in Österreich, Umgang mit Überstunden im internationalen Vergleich / 2015-2016 / Jörg Flecker

Frauen, die anders gründen. Biografische Konstruktion unternehmerischer Identität in männerdominierten Branchen / 2014-2016 / Andrea Smioski

Third ISA Forum of Sociology (July 10-14, 2016) / 2014-2016 / Rudolf Richter

Early Retirement and Well-being in Europe: A secondary analysis based on SHARE and ELSA / 2011 – 2014 / Ulrike Waginger

Titel / Laufzeit / Projektleitung


COHSMO - Inequality, urbanization and Territorial Cohesion: Developing the European Social Model of economic growth and democratic capacity
Laufzeit: 2017-2020
Fördergeber:European Union - Horizon 2020

Kurzbeschreibung:
The way that public, private and civil society stakeholders counter or cushion spatial injustice varies across localities in Europe. In common, is the need to develop the institutional capacities for place-based collaboration and to democratically mobilize communities for policy development and adaptation. The principal aim of COHSMO is to investigate the relation between socio-economic structures of inequality, urbanization and territorial cohesion, and how territorial cohesion at different European scales affect economic growth, spatial justice and democratic capacities. Although location and place have gained attention in European policy and the theoretical thinking informing regional development policies, COHSMO proposes a change of orientation in the direction of making place-informed theories and policies instead of applying existing theories and policies on places. This will be done by providing a cross-case analysis and assessment of territorial cohesion within three different cases in each of the seven national partner contexts based on a mixed-method and locality sensitive approach.

The project aims at providing policy recommendations in relation to sustainable economic growth, spatial justice and democratic capacity, in order to contribute to the development of the European Social Model. Its research objectives are:

  • Understanding the relationship between policy instruments and local experiences of territorial cohesion.
  • Analysing how “social investment strategies” relate to territorial cohesion and local conditions.
  • Assessing spatial development policies at different governance scales to map the impact of different policy instruments in the fight against spatial inequality and spatial injustice.

COHSMO is an EU-funded comparative and mixed methods research project with 7 partner institutions in 7 EU member states.

Ansprechperson: Yuri Kazepov


Alfred Schütz und die Wiener Kreise: Zur kommunikativen Vereinbarung des Unvereinbaren
Laufzeit: 2017-2019
Fördergeber: Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung

Kurzbeschreibung:
Das Forschungsprojekt setzt an der besonderen soziohistorischen Situation an, die Wien zu Beginn des 20. Jahrhunderts prägte: Die lokale Dichte an Wissenschaftlern hatte nach dem Zusammenbruch der Habsburg-Monarchie stark zugenommen, es hatte sich eine zunehmend angespannte politische Situation zwischen konservativen und liberalen Lagern eingestellt und an der Universität Wien hatte sich eine gezielte Marginalisierung jüdischer Intellektuelle ebenso wie Frauen eingestellt. Diskussionszirkel außerhalb der Universität, unter denen der „Wiener Kreis“ weltweite Berühmtheit erlangte, gewannen erheblich an Bedeutung. Gelehrtenassoziationen wie diese zeichneten sich durch einen soziohistorisch einmaligen Denkstil aus: Im intensiven Dialog wurden widersprüchliche und innerakademisch mithin ungeläufige (oder verdrängte) Begriffe, Methoden und Theorien miteinander ins Benehmen gesetzt.

Im Projekt soll dieser speziellen Form des Austauschs und dem kulturellen Ermöglichungsmoment der Zirkel für einen Werkentwurf wie jenem von Alfred Schütz erstmals systematisch nachgegangen werden. Alfred Schütz erscheint dabei als exemplarischer Vertreter eines Kreis-Gängers, der zeitgleich im „Mises-Privatseminar“, dem „Geist-Kreis“ und dem „Kelsen-Privatseminar“ partizipierte. Sein noch in Wien veröffentlichtes Werk „Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt“ (1932) legt Zeugnis vom speziellen Denkstil der Kreise ab: Bis dato als unvereinbar geltende philosophische und sozialwissenschaftliche Positionen werden in Schützens Theorieentwurf nicht nur aufeinander bezogen, sondern auch vermittelt.

Am Beispiel der drei von Schütz frequentierten Kreise behandelt das Projekt die Frage, wie in einer gezielt herbeigeführten Situation fachlicher und theoretischer Heterogenität widersprüchliche Wissenschaftspositionen bearbeitet wurden. Mit der konzeptionellen Auffassung der Zirkel als Kommunikative Wissenskulturen zielt die Forschung auf die hier vorfindliche(n) spezifische(n) Kultur(en) der Wissensproduktion ab. Zur Bearbeitung der Fragestellungen werden sowohl Selbstzeugnisse der Kreis-GängerInnen und BeobachterInnen dieser als auch Archivmaterial, welches Hinweise zu den Zirkeln liefert, herangezogen.

Ansprechperson: Michaela Pfadenhauer, Tilo Grenz


Zivilcourage 2.0: Mechanismen und Wirkungsweisen zivilcouragierter Interventionen durch Jugendliche im Umgang mit wahrgenommener Gewalt im Internet
Laufzeit: 2017-2019
Fördergeber: FFG (KIRAS)

Kurzbeschreibung:
Jugendliche sind besonders häufig Opfer von oft massiver, aktiv ausgeübter, medial vermittelter Gewalt, wie z.B. Cybermobbing in Form von schwer übergriffigen Postings, rassistischen oder anzüglichen Beleidigungen, Erpressung oder sexuelles Bedrängen mit pornographischen Inhalten, Konfrontation mit Schockvideos (z.B. Hinrichtungsszenen), missbräuchliche Verwendung des Facebook-Kontos oder Erstellung von Fakeprofilen bis hin zu physischer Gewalt- oder Tötungsandrohungen. Diese Übergriffe, die z.B. in Sozialen Netzwerken, auf Foto- und Videoplattformen, beim Chatten oder via Instant Messenger stattfinden, fallen in der Regel noch massiver aus als im realen Alltag, da die virtuelle Distanz und die Anonymität zu zunehmender Enthemmung der TäterInnen führt. Häufig ist den TäterInnen die emotionale Tragweite ihrer Handlungen nicht einmal bewusst. Für betroffene Cyber-Opfer ist es besonders belastend, dass solche Übergriffe zusätzlich vor einem ungleich größeren, unkontrollierten Kreis unbeteiligter Dritter (Online-Bystander) öffentlich zur Schau gestellt werden - dabei hat gerade diese Öffentlichkeit hohes Interventionspotenzial.

Das Projekt Zivilcourage 2.0 rückt daher das bislang in der Forschung kaum berücksichtigte hohe Präventionspotenzial jugendlicher Online-Bystander in den Mittelpunkt. Ziel ist es, jene Faktoren, Mechanismen und Wirkungsweisen zu identifizieren, die zivilcouragiertes Handeln Jugendlicher in Online-Kontexten fördern oder hemmen. Neben einem dringend notwendigen Beitrag zur Grundlagenforschung wird in Zusammenarbeit mit den KooperationspartnerInnen (s.u.) ein jugendgerechtes Interventionsrepertoire sowie ein umfassendes Informations-, Schulungs- und Trainingsangebot ausgearbeitet, um Zivilcourage von Jugendlichen auch im Internet nachhaltig zu fördern.

Die Studie startet mit einer explorativen Phase, in der mittels Gruppendiskussionen mit Jugendlichen und ExpertInneninterviews nach typischen Szenarien gesucht wird, in denen zivilcouragiertes Verhalten Jugendlicher in Online-Kontexten gefragt ist. Weiters wird der Frage nachgegangen, unter welchen Bedingungen hier Zivilcourage gelingen kann und welche Handlungsmodelle dafür geeignet sind. In einer quantitativen Vignettenstudie unter 14- bis 18-Jährigen werden diese Bedingungen und Handlungsoptionen systematisch anhand gezielt variierter Online Zivilcourage-Settings untersucht. Aufbauend auf den empirischen Erkenntnissen werden in Kooperation mit den ProjektpartnerInnen konkrete Zivilcourage-Trainingskonzepte, gezielte (Online)-Informationskampagnen, sowie Schulungs- und Lehrangebote für Jugendliche und ProfessionistInnen der Jugendarbeit erarbeitet.

KooperationspartnerInnen:
ÖIAT - Österreichisches Institut für angewandte Telekommunikation / saferinternet.at
MKÖ -Mauthausen Komitee Österreich / www.zivilcourage.at
KPH - Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems
BM.I – Bundeskriminalamt, Büro 1.6 Kriminalprävention und Opferhilfe

Ansprechpersonen: Ulrike Zartler, Christiane Atzmüller


Solidarität in Zeiten der Krise. Sozio-ökonomischer Wandel und politische Orientierungen in Österreich und Ungarn (SOCRIS)
Laufzeit: 2016-2019
Fördergeber: Wissenschaftsfonds (FWF) I 2698-G27

Kurzbeschreibung:
Die jüngste Wirtschaftskrise hat sich gravierend auf die Arbeits- und Lebensbedingungen der Bürger und Bürgerinnen in Europa ausgewirkt und auch Gefühle von Unsicherheit und Misstrauen gegenüber öffentlichen Institutionen anwachsen lassen. Rechtspopulistische und rechtsextreme Bewegungen und Parteien nutzen die Ängste der Bevölkerung, indem sie Sündenböcke für gesellschaftliche Probleme anbieten und einfache Lösungen vorschlagen. Die subjektive Verarbeitung von Umbrüchen und sozialem Wandel muss aber nicht zwangsläufig in Autoritarismus, Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit münden. Viele äußern demokratischen und universell-solidarischen Protest und schließen sich progressiven sozialen Bewegungen an. Diese gegensätzlichen Reaktionen drücken eine wachsende Spannung zwischen nationalistischen und ausgrenzenden Formen von Solidarität einerseits und inklusiver und transnationaler Solidarität andererseits aus.

Das Project SOCRIS untersucht die Auswirkungen des in Zeiten der Krise beschleunigten sozio-ökonomischen Wandels auf politische Orientierungen. Es baut dabei auf Ergebnisse des europäischen Forschungsprojekts SIREN auf, das zwischen 2001 und 2004 durchgeführt wurde und aufzeigt, wie Veränderungen der Arbeitswelt und der Lebensbedingungen zur Attraktivität der populistischen und extremen Rechten in Europa beigetragen haben. Das Projekt wird über die SIREN-Studie hinausgehen, indem es nicht nur auf die Affinität zur populistischen und extremen Rechten, sondern auch stärker auf die demokratischen und inklusiven politischen Orientierungen fokussieren und die symbolischen Auseinandersetzung um verschiedene Formen der Solidarität analysieren wird.

Für die Untersuchung wurden die Länder Österreich und Ungarn ausgewählt, da sie zum einen Teil der SIREN-Studie waren, zum anderen aber auch die einzigartige Möglichkeiten bieten, zwei Länder zu untersuchen, in welchen die populistische radikale Rechte eine große Bedeutung erlangt hat, die jedoch sehr unterschiedlich von der Krise betroffen waren. Methodisch basiert die Studie auf einer Triangulation von quantitativen und qualitativen Daten. Der Zeit- und Ländervergleich ermöglicht ein tieferes Verständnis der komplexen Beziehung zwischen sozialem Wandel und politischer Subjektivität.

KooperationspartnerInnen:
Hungarian Academy of Sciences
Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA)

Wissenschaftlicher Beirat:
Dr. Gudrun Hentges (Universität Fulda, Deutschland)
Dr. Hans de Witte (K.U. Leuven, Belgien)
Dr. Manuela Caiani (Scuola Normale Superiore Pisa, Italien)
Dr. Dietmar Loch (Unversität Lille, Frankreich)

Ansprechpersonen: Jörg Flecker, Carina Altreiter


YOUNG_ADULLLT – Policies Supporting Young Adults in their Life Course. A Comparative Perspective of Lifelong Learning and Inclusion in Education and Work in Europe
Laufzeit: 2016-2019
Fördergeber: European Union – Horizon 2020

Kurzbeschreibung:
YOUNG_ADULLLT is an EU-funded comparative and mixed methods research project with 15 partner institutions in 9 EU member states.

Current Lifelong Learning (LLL) policies for young adults in Europe aim both at creating economic growth and, at the same time, guaranteeing social inclusion. However, their distinct orientations and objectives as well as varying temporal horizons may create or exacerbate conflicts and ambiguities thus causing fragmentation, ineffectiveness and/or unintended effects for young people. YOUNG_ADULLLT aims at analyzing the interaction and complementarity of LLL policies and policy-making with other sectorial policies as well as understanding the different ways in which LLL policies are socially embedded in specific regional and local contexts across Europe.

The project focuses on the interplay of three different analytical levels and perspectives – the individual, the structural level and the institutional level. Its research objectives are:

  • Understanding the relationship and complementarity between LLL policies and young people’s social conditions and assessing their potential implications and intended/unintended effects on young adults’ life courses.
  • Analysing LLL policies in terms of young adults’ needs as well as their potential for successfully recognising and mobilising the hidden resources of young adults for their life projects.
  • Researching LLL policies in their embeddedness in regional economies, labour markets and individual life projects of young adults.
  • Identifying best practices and patterns of coordinating policy-making at local and regional levels. 

Website: http://www.young-adulllt.eu/

Ansprechperson: Yuri Kazepov


Entertainment by Training on a Personalized Exergame Platform (ENTERTRAIN)
Konsortialprojekt
Laufzeit: 2016 – 2019
Fördergeber: AAL-Joint Programme (EU)

Kurzbeschreibung:
The objective of EnterTrain is given by its name: enhancing the health and quality of life of independently living older adults by motivating them for physical training in an entertaining way. It is known that physical activity is important for older adults at any age and health status, from a healthy 50-year-old up to a frail 80-year-old. It can enhance the quality of life by reducing risks of some chronic diseases and relieve depression.
A popular solution for enhancing the physical activity of older adults is to provide them with computer games which are played via body movement and thus have the inherent effect of unobtrusive physical exercise: so-called exergames (Kharrazi, Lu, Gharghabi, & Coleman, 2012).
These games are based on common sensors that track the user’s movement and can therefore easily be played at home. The core idea of exergames is that they persuade older adults to exercise more simply because it is fun to play.
EnterTrain aims to enhance the quality of life of older adults ranging from a healthy 65-year-old up to a frail 80-year old. To respond to this heterogeneity, EnterTrain follows two strategies: first, personalization of the software and second, involvement of different groups of end-users.As EnterTrain targets physical activity, health and frailty are crucial distinguishing features of end-users.
While older adults themselves are the primary end-users, two important groups of secondary end-users can be defined: a) formal and informal care-givers and b) (grand-) children. While formal and informal care-givers play a major role in providing access to frail older adults in fourth age, who are a particularly hard-to-reach target group, (grand-)children can motivate older adults in third age to play on the EnterTrain platform and thus raise acceptance. Finally, NGOs in the field of care form the group of tertiary end-users also involved in the project consortium (NFE).

End-user involvement in the EnterTrain project comprises:

- a user requirement analysis among primary and secondary end-users
- through an Advanced Advisory Board (AAB) that guides the research process with their expertise in the life worlds and needs of older adults
-  a two-phase pilot application: In phase 1, four lead users (in both life stages) will test the platform for two months. Phase 2 comprises an experimental design in which 40 primary-end users test the platform for 12 months. Acceptance, usability and impact are measured continuously throughout this time by quantitative socio-empiric methods.

Ansprechpersonen: Franz Kolland, Anna Wanka, Viktoria Quehenberger


Kulturstile älterer Menschen
Laufzeit: 2016-2019
Fördergeber: Gesponsertes Projekt

Kurzbeschreibung:
Während die meisten Studien zum Freizeitverhalten älterer Menschen abnehmende Beteiligungsraten mit steigendem Alter immer wieder diskutieren, verweisen europäische Survey-Daten auf ein stärkeres künstlerisch-kreatives Engagement höherer Altersgruppen. Künstlerische und kreative Tätigkeiten älterer Menschen standen in der gerontologischen Forschung lange in ihrem Potential zur Erhaltung kognitiver Fähigkeiten aus einer therapeutisch-medizinischen Perspektive im Vordergrund (Fraser et al. 2015).  Außerhalb davon verweisen aktuelle ethnographische und soziologische Studien darauf, dass kreativer Ausdruck von besonderer Bedeutung für das ‚doing age’ sein könnte (Sabethi, 2015; Bernard & Rickett, 2016): Kreativität findet nicht trotz, sondern wegen des Älterwerdens statt (O’Neill, 2015).

In dem Forschungsprojekt wird der Frage nachgegangen, wie sich Formen von kreativem Ausdruck auf die Bedeutung des Alter(n)s und das ‚doing age’ in Lebenswelten älterer Menschen auswirken: Ermöglicht Kreativität ein anderes Alter(n)? Wie kann Kreativität erfolgreiches Altern ermöglichen? In welche Vergesellschaftungsprozesse älterer Menschen sind kulturell-kreative Handlungen eingebettet? 

Vor dem Hintergrund von Ansätzen aus der cultural gerontology werden Lebens- und Kulturstile älterer Menschen in einer Mixed-Methods-Studie erforscht. Qualitativ steht die dichte Beschreibung künstlerisch-kreativer Praktiken und ihre Zusammenhänge mit dem ‚doing age’ im Vordergrund. Ein Vergleich mit den Daten aus der Studie von Franz Kolland aus dem Jahr 1991 (Kolland, 1996) wird hier angestrebt. In einer repräsentativen Erhebung mit älteren Menschen in Österreich werden in einem weiteren Schritt milieuspezifische Kunst- und Kulturkonsummuster herausgearbeitet.

Ziel des Projektes ist es, Potentiale künstlerisch-kreativer Tätigkeiten im höheren Alter zu beschreiben und milieuspezifische Sozialisationen im Alter durch kulturelle Tätigkeiten sichtbar zu machen.

Ansprechperson: Franz Kolland, Vera Gallistl, Eva Wimmer


Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen in Österreich – Eine Längsschnittanalyse
Laufzeit: 2016-2019
Fördergeber: Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank

Kurzbeschreibung:
Dieses Projekt ist im Rahmen einer Kooperation des Instituts für Soziologie mit dem Institut für Wirtschaftssoziologie entstanden. Im Jahr 2015 gehörte Österreich zu jenen EU-Ländern, die in Relation zu ihrer Einwohnerzahl die meisten Flüchtlinge aufgenommen haben (ähnlich Schweden, Ungarn, Deutschland). Ein dringendes Anliegen für die Integration dieser MigrantInnen ist ihnen rasch wirtschaftliche Unabhängigkeit zu ermöglichen, indem sie in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden. Die erfolgreiche Arbeitsmarktintegration hängt neben formellen Anforderungen, etwa anerkannten Bildungsabschlüssen und Sprachkompetenz, auch von der Integration in andere gesellschaftliche Bereiche ab (u.a. Eingliederung in soziale Netzwerke, Identifikation mit österreichischen Werten). Hier setzt das vorliegende Projekt an, das die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen und den Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Integration untersucht. Zu diesem Zweck wird eine Online-Panelstudie mit vier Wellen durchgeführt, die durch Experteninterviews und problemzentrierte Interviews mit Flüchtlingen vertieft wird.

Ansprechpersonen: Roland Verwiebe, Bernhard Kittel, Raimund Haindorfer, David Schiestl, Christina Liebhart


GranD Cities - Green and Diverse Cities. The social impact of urban policies for sustainability in comparative  perspective
Laufzeit: 2016-2018
Fördergeber: MARIE SKŁODOWSKA-CURIE ACTIONS

Kurzbeschreibung:
The need for more sustainable cities has been considered a key point of global strategy for the future and one of the most important aims of the EU strategy for the urban environment. However, sustainability can also be described as one piece of rhetoric; far from being an effective paradigm, being too broad, vague and economically-centred, and with no specific social dimensions clearly set out. Although the attention to social inclusion, especially in the most deprived urban areas, is an important pillar of urban sustainability, a clear evaluation of the social impacts of sustainability programs in EU Cities is still missing. This investigation aims to fill this gap, by analysing, in comparative perspective, the social impacts of green urban renewal in Europe. By selecting as case studies Vienna and Copenhagen, two cities that have been particularly successful in implementing policies for environmental sustainability, the research project aims to identify intended and unintended impacts of these strategies in terms of social and spatial inequality among social groups. The project will adopt the following research strategies: quantitative data gathering; interviews with key informants in cities; ethnographic research in areas of the cities affected by green urban renewal and programs for sustainability; comparative analysis of data and information.

Ansprechpersonen:
Marie Curie Fellow: Roberta Cucca
Supervisor: Yuri Kazepov


„Auf Gesunde Nachbarschaft“ – Schwerpunkt SeniorInnen
Laufzeit: 2015- 2018
Fördergeber: Fonds Gesundes Österreich (FGÖ)

Kurzbeschreibung:
Der Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) hat die Universität Wien mit der Evaluation von fünf Praxisprojekten im Rahmen der Initiative „Auf gesunde Nachbarschaft“ beauftragt. In diesen Projekten geht es um gesundheitsfördernde Nachbarschaftsaktivitäten in Gemeinden und Stadtteilen, die Einbindung von sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen in Nachbarschaften, die Vernetzung von AkteurInnen. Der Schwerpunkt der Evaluation des Projektteams der Universität Wien liegt auf der sozialen Teilhabe und Unterstützung von älteren Menschen.

Die Zielgruppen der Evaluation durch das Forschungsteam der Universität Wien umfassen ältere Menschen, ProjektträgerInnen der ausgewählten Projekte (z.B. AVOS, ARGE Senioren Mobil, FH Burgenland), ProjektumsetzerInnen in den Trägerorganisationen, EntscheidungsträgerInnen im kommunalen Setting, lokale Gruppen und MultiplikatorInnen im kommunalen Setting.

Das Evaluationsdesign folgt einem Mixed-Methods-Ansatz, in dem sowohl quantitative als auch qualitative Daten erhoben, ausgewertet und in Verbindung zueinander gesetzt werden. Neben qualitativen Interviews werden teilnehmende Beobachtungen der Projektaktivitäten vorgenommen, eine quantitative Erhebung bei den teilnehmenden älteren Menschen durchgeführt und Fokusgruppendiskussionen abgehalten.

KooperationspartnerInnen: queraum. kultur- und sozialforschung, Hilfswerk Burgenland und die Volkshilfe Burgenland, Waldviertler Kernland und die NÖ.Regional.GmbH, AVOS Gesellschaft für Vorsorgemedizin GmbH und das Hilfswerk Salzburg, Verein Illusions und Frauengesundheitszentrum Graz, Wiener Hilfswerk und Wiener Sozialdienste

Web: http://www.gesunde-nachbarschaft.at/

Ansprechpersonen: Franz Kolland, Katharina Resch, Anna Wanka, Anna Fassl, Julia Pintsuk-Christof


Zugangsbarrieren für ältere Menschen in der kulturellen Bildung - “Mainstreaming Ageing“ im Kultursektor
Konsortialprojekt
Laufzeit: 2016 - 2018
Fördergeber: Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank

Kurzbeschreibung:
Lern- und Bildungsangebote für ältere Menschen werden im Zuge des demografischen Wandels immer wichtiger und vor allem kulturelle Bildung gewinnt dabei international an Bedeutung. Daher enthalten die Leitbilder von Organisationen zunehmend Diversitätskonzepte, d.h. Willenserklärungen zur Inklusion und Gleichstellung älterer Menschen. Vor dem Hintergrund des Grundrechts auf Bildung und kulturelle Teilhabe wird in dieser Studie auf mehreren Ebenen untersucht, wie der Zugang zu kultureller Bildung für ältere Menschen geregelt ist und inwiefern dabei ältere Menschen benachteiligt werden. Auf sozial-struktureller Ebene stellt sich die Frage, welche Faktoren zu sozialer Benachteiligung führen. Es geht um das Wechselspiel von sozialstrukturell bedingten Benachteiligungen und von Benachteiligungen, die sich im Zusammenhang mit sich wandelnden Regelungsarrangements und Akteurskonstellationen in Bildungs- und Kultureinrichtungen ergeben. Welche Ansätze, Konzepte und organisationelle Kulturen führen zu Ausschluss und welche sind notwendig, um ältere Menschen in stärkerem Ausmaß an kultureller Bildung zu beteiligen? Es soll untersucht werden, welche Potentiale Angebote kulturelle Bildung im Hinblick auf die Entwicklung spezifischer Kompetenzen für erfolgreiches und aktives Altern haben und inwieweit Regelungen auf Organisationsebene durch Altersbilder reproduziert und verfestigt werden. Herangezogen werden dafür bildungssoziologische und kulturgerontologische Forschungserkenntnisse sowie Ansätze der Governance und Gouvernementalitätsforschung. Auf Basis der Ergebnisse wird in Kombination mit einschlägiger Literatur ein Toolkit erstellt, das die erfolgreiche Implementierung von Mainstreaming Ageing in Kulturbetrieben sowie alterssensible Zugänge in der kulturellen Bildung unterstützt.

Ansprechpersonen: Franz Kolland, Anna Wanka, Vera Gallistl


Polizei und Alter: Stärkung der subjektiven Sicherheit älterer und hochaltriger Frauen und Männer im öffentlichen Raum (SI-ALT)
Laufzeit: 2016-2018
Fördergeber: beauftragt und finanziert im Sicherheitsforschungs-Förderprogramm KIRAS vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

Kurzbeschreibung:
Das Projekt SI-ALT beschäftigt sich mit neuen Herausforderungen, die in den nächsten Jahrzehnten durch den demographischen Wandel und die wachsende Alterung der Gesellschaft auf PolizistInnen (und andere SicherheitsakteurInnen) zukommen werden. Obwohl sich in Österreich mehrere (nationale und internationale) Befragungen mit dem subjektiven Sicherheitsgefühl der Bevölkerung auseinandersetzten, ist wenig darüber bekannt, wie sich die subjektive Sicherheitswahrnehmung älterer und hochaltriger Frauen und Männer im Detail darstellt und wie die älteren Bevölkerungsgruppen in der Polizeiarbeit bestmöglich berücksichtigt werden können. Diese Forschungslücke will SI-ALT schließen, indem durch quantitative und qualitative Erhebungen in drei – mit dem Bundesministerium für Inneres vereinbarten – Pilotregionen (Tamsweg, Bruck an der Mur, Wien) die Sichtweisen älterer und hochaltriger Frauen und Männer als auch jene von PolizistInnen zum Thema Sicherheit im öffentlichen Raum erhoben werden. Die Ergebnisse stellen einen wertvollen Beitrag zur Präventions- und Kommunikationsarbeit und zum Umgang von Polizisten und Polizistinnen mit älteren und hochaltrigen Menschen dar.

Projektleitung: Mag. Michael Stadler-Vida (queraum. kultur- und sozialforschung)

Projekt- und KooperationspartnerInnen:
- Bundesministerium für Inneres (BM.I)
- Institut für Soziologie, Universität Wien (Rebekka Rohner, Stefan Hopf)
- Kompetenzzentrum für empirische Forschungsmethoden, WU Wien

Ansprechperson: Franz Kolland


Nachkriegs-Diaspora(s): Kosmopolitischer Nationalismus?
Laufzeit: 2016-2018
Fördergeber: Hertha-Firnberg Forschungsstelle, FWF

Kurzbeschreibung:
The research project—theoretically based within the sociology of knowledge—focuses on an (objective) hermeneutical analysis of identity constructions of Bosnian diasporas living in Austria. It is to be expected that the self-images of Bosnians, whether or not they are living in their country of origin, are still highly influenced by the direct or indirect experience of war. Thus, in contrast with the Bosnians living in Bosnia, the Bosnian emigrants’ identities are presumably also affected by the experience of migration and the experience of life in minority settings. Wartime, post-war and migration constitute a very particular context, within which the Bosnian diasporas have to maintain a positive self-image and (re-)construct their identities.

Ansprechperson: Ana Mijić


Pilotstudie Konsummonitor - Konsumforschung mittels Online-Panel
Laufzeit: 2016-2018
Fördergeber: Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien

Kurzbeschreibung:
Konsum ist ein komplexes soziales Phänomen, mit individuellen, sozialen, wirtschaftlichen, politischen und ökologischen Rahmenbedingungen und Folgen. Der rasche Wandel von Märkten und Produkten, die Ausdifferenzierung von Angeboten und Vertriebswegen, die Entwicklung und Veränderung von Konsumpraktiken und -stilen, sowie die wachsenden sozialen und ökologischen Herausforderungen und Probleme fordern KonsumentInnen, KonsumentInnenpolitik und soziologische Konsumforschung - auf je unterschiedliche Weise. Im Rahmen des Projekts soll die Datenbasis zur Analyse einer Reihe aktueller Fragestellungen des KonsumentInnenschutzes und der soziologischen Konsumforschung geschaffen werden. Mittels kumulativer quantitativer Online-Erhebungen werden schrittweise jene Individualdaten erhoben, mit denen die Zusammenhänge zwischen Konsumhandeln und -verhalten, allgemeinen und konsumspezifischen Einstellungen und Wertorientierungen, Kompetenzen und Problemstellungen, eingebettet in die individuelle, objektive und subjektive Lebenssituation der KonsumentInnen untersucht werden können.

Ansprechperson: Christoph Reinprecht, Gerhard Paulinger


Mobile Sozialrechte im transnationalen Europa: Eine Untersuchung der Portabilitätsregime von sozialen Rechten (TRANSWEL)
Laufzeit: 2015-2018
Fördergeber: Norface

Kurzbeschreibung:
Dieses internationale und interdisziplinäre Projekt befasst sich mit einem der wichtigsten und aktuellsten Thema der Europäischen Union: dem Zugang mobiler EU-Bürger_innen aus Neuen EU-Staaten zu den Sozialrechten in den alten EU-Staaten.
Das Projekt beinhaltet eine vergleichende Analyse der Migrationsbewegungen regulär und irregulär beschäftigter Migrant_innen sowie ihrer Familienmitglieder in Bezug auf den Zugang zu sozialen Rechten. Dabei werden vier Länderpaare vergleichend untersucht: Ungarn–Österreich, Bulgarien–Deutschland, Polen–Großbritannien und Estland–Schweden.
Das Projekt analysiert politische Regulierung und die Umsetzung des Zugangs zu sozialen Rechten für die mobilen EU-Bürger_innen, die (temporär) aus den neuen in die alten EU-Staaten auswandern. Zweitens fragt es danach, wie diese EU-Bürger_innen Zugang zu sozialen Rechten transnational organisieren. Schließlich wird untersucht, welche Konsequenzen eine transnationale Vermittlung der sozialen Rechte für Formen der sozialen Ungleichheit im Kontext der EU-Erweiterung haben.
Das Projekt verknüpft die Theorien der transnationalen Migration mit Konzepten der Portabilität von sozialen Rechten (verstanden als Transferierbarkeit und Konvertibilität von sozialen Rechten), um eine Typologie transnationaler Portabilitätsregime auf der Basis einer vergleichenden Analyse der Länderpaare zu entwickeln.
Am Projekt beteiligen sich Forscherteams von vier Universitäten: Der Goethe-Universität Frankfurt am Main (Prof. Anna Amelina: Projektleitung), der Universität Wien (Prof. Elisabeth Scheibelhofer), der University Södertörn (Prof. Anna Runfors), und der University of Bath (Prof. Emma Carmel).

WEB: www.transwel.org

Ansprechperson: Elisabeth Scheibelhofer


Provision of on-request reporting services – Network of Correspondents – Austria
Laufzeit: 2014-2018
Fördergeber: European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions (Eurofound)

Kurzbeschreibung:
As European Union Agency, Eurofound provides expertise and advice on living and working conditions and industrial relations for stakeholders and key actors in the European Union. Correspondents in all of the member states (and Norway) provide inputs on different topics and national developments in the area of labour market policies, working conditions or social inequality. This information provides the necessary background for pan-European comparative analysis.
In Austria, the University of Vienna, Department of Sociology, together with FORBA (Forschungs- und Beratungsstelle Arbeit), is responsible for national reporting. The Department of Sociology is reporting to the European restructuring events database but also provides on-request comparative analytical reports. 

Ansprechperson: Carina AltreiterJörg Flecker


Erster Österreichischer Film-Gender-Report 2012-2016
Laufzeit: 2017
Fördergeber:Österreichisches Filminstitut, Bundeskanzleramt Sektion II: Kunst und Kultur

Kurzbeschreibung:
Geschlechterverhältnisse sind sowohl in der Arbeitswelt, als auch bezüglich ihrer Darstellung in den Medien ein großes Thema. Auch in der österreichischen Filmbranche scheint hier sowohl vor als auch hinter der Kamera ein gewisses Ungleichgewicht zu herrschen. Dieses wurde aber bisher noch nicht systematisch erforscht.

Ziel des Forschungsprojektes zum Ersten Österreichischen Film-Gender-Report ist es, einen Bericht zu erstellen, der die Geschlechterverhältnisse im österreichischen Filmschaffen zwischen 1.1.2012 bis 31.12.2016 erhebt und analysiert. Mittels vor allem quantitativer Daten werden Filmprojekte von der Projekteinreichung bei österreichischen Förderungsstellen bis zum Kinostart erfasst. Dabei werden Daten aus den folgenden Bereichen analysiert:

  • Förderungen und Vergabestellen (verschiedene Förderschienen von Einreichung bis zum Kinostart)
  • Broadcaster (Förderung und/oder Programmierung von Fernsehsendern)
  • Filmschulen (Studierende, Absolvent*innen und Unterrichtende)
  • Aktive Filmschaffende (nach Departments; inklusive deren Bezahlung und Honorare)
  • Teilnahme bei nationalen und internationalen Festivals und Filmpreisen
  • Inhalt (Haupt- und Nebenrollen; Bechdel-Wallace-Test; Genres)

Der Bericht soll der erste in einer zukünftig jährlich erscheinenden Berichtsreihe sein und dazu genutzt werden:

  • Bewusstsein für Geschlechterungleichheiten und Transparenz von Gendereffekten schaffen,
  • als Grundlage für den effektiven Einsatz von Maßnahmen zur Reduktion der Ungleichheiten und Erreichung von Gendergleichstellung dienen und
  • zukünftig als Evaluationsmittel für diese Maßnahmen eingesetzt werden.

Die Fertigstellung der ersten Ausgabe ist für Herbst 2017 geplant. Ergänzende und exemplarische Untersuchungen mit qualitativem Schwerpunkt zu Geschlechterbildern und Geschlechterrollen im Film sind als Annual Report Special ab 2018 angedacht.

Kooperationspartnerschaften:

  • Österreichisches Filminstitut
  • Bundeskanzleramt Sektion II: Kunst und Kultur
  • Drehbuchforum Wien
  • FC Gloria – Frauen, Vernetzung, Film
  • Filmakademie (Institut für Film und Fernsehen der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien)

Ansprechpersonen: Eva Flicker, Lena Lisa Vogelmann


Familie als Netzwerk materiell-diskursiver Praktiken: Onto-epistemologische Grundlagen für die Definition von Menschen und deren Beziehungen und die Konsequenzen für die Familienforschung
Laufzeit: 2016-2017
Fördergeber: FWF

Kurzbeschreibung:
Obwohl der Begriff und die Bedeutung von Familie laufend neu definiert wird, verliert die Institution Familie in unserer Gesellschaft kaum an Wichtigkeit. In der gegenwärtigen Familienforschung konkurrieren zwei Verfahrensweisen zur Definition von ‘Familie’ miteinander. Es gibt Top-Down-Definitionen in Form von Kategorien, die vorgeben welche Formationen Familie sind, etwa Kategorien wie nukleare Familie, Patchwork-Familie und Ein-Eltern-Familie. Dazu gehören auch rechtliche oder politische Definitionen von Familie. In Gesprächen mit Informant*(inn)en tauchen immer wieder Bottom-up-Definitionen von Familie auf. Hier handelt es sich um situative Selbstdefinitionen von Familie, die obige Kategorien auch weit überschreiten können, wenn sich etwa eine Wohngemeinschaft als Familie definiert oder ein Paar ihre Haustiere als Teil der Familie sieht. Die Forschung an diesen Selbstdefinitionen sieht diese Bedeutungszuschreibungen als Grundlage des Familienhandelns.
Meine Forschung betrachtet Familie als Zusammenhang von Familienpraktiken, die beides Top-Down-Definitionen und Bottom-Up-Definitionen inkludieren können. Praktiken sind in meiner Forschung aus neomaterialistsicher Sicht definiert. Praktiken sind Prozesse in denen materiell-diskursive Partizipierende miteinander wirken. Innerhalb dieser Praktiken bilden sich z.B. Familienmitglieder, aber auch Grenzen zwischen Familie und nicht-Familie. Verschiedene Definitionen von Familie sind Teil dieser Praktiken. Ziel meiner Forschung ist es deswegen Familienpraktiken ethnographisch zu beschreiben, um folgende Fragen zu beantworten: Welche Praktiken figurieren eine Familie? Welche Praktiken figurieren Grenzen zwischen Familie und nicht-Familie? Welche Partizipierenden gibt es neben den Menschen an diesen Praktiken (etwa Tiere, Dinge, Definitionen, Dokumente, Diskurse….).
Empirisch sollen verschiedene Formationen untersucht werden, die durch Außen- oder Selbstzuschreibung als Familie definiert werden. Aus Interviews, Fototagebüchern und Beobachtungen sollen Praktiken rekonstruiert werden, die Familien schaffen.

Ansprechperson: Cornelia Schadler


Mediatisierung als Geschäftsmodell III: Gegenentwürfe und Wendepunkte im Mediatisierungsprozess
Laufzeit: 2015-2017
Fördergeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (im Rahmen des Schwerpunktprogramms 1505 „Mediatisierte Welten“)

Kurzbeschreibung:
Ausgangspunkt für die Forschung, die in der dritten und letzten Phase des von der DFG geförderten Schwerpunktprogramms 1505 „Mediatisierte Welten“ erfolgt, sind empirische Hinweise darauf, dass der medientechnologische Fortschritt und das normalisierte Medienhandeln in mediatisierten Welten (nicht-intendierte) Nebenfolgen zeitigt. Diese Nebenfolgen werden unter verschiedenen Begriffen und Aspekten diskutiert und werden zum Gegenstand alltäglichen Handelns wie unternehmerischer Strategien. Unser Ausgangspunkt ist also die Feststellung, dass Mediatisierung in ihren wahrnehmbaren Konsequenzen bzw. Begleiterscheinungen dergestalt von einem latenten Hintergrundprozess zu einem manifesten Problem (gemacht) wird. Auch in diesem Projekt wollen wir an unserem Fokus auf Anbieter, d. h. an Kommerzialisierung als Kontext von Mediatisierung festhalten. Auf Nebenfolgen reagieren Anbieter einerseits, indem sie öffentlich thematisierte Folgen, d. h. Ambivalenzen und Risiken des verbreiteten Medienhandelns und evozierter Formen des Rückzugs, der Privatisierung oder der Anonymisierung in der kommerziellen Gestaltung und Verbreitung von Medientechnologien aufgreifen. Andererseits sind kommerzielle Akteure mit ökonomisch riskanten Nebenfolgen ihrer eigenen, früheren Mediatisierungsmaßnahmen konfrontiert und reagieren, indem sie versuchen, Nutzeraktivitäten in den von ihnen bereitgestellten Medienumgebungen zu de-quantifizieren, zu ent-schleunigen, zu de-optionalisieren etc. Weil diese drastischen Modifikationen der technischen Funktionsgrundlagen und der Benutzeroberflächen digitaler Medien das medienbezogene Handeln aller Nutzer betreffen, ist mit ihnen zumindest impliziert, dass sich die Kernaktivitäten in mediatisierten Welten nachhaltig verändern. Handlungsentwürfe und Maßnahmen, die gezielt gegen verschiedene Mediatisierungstendenzen gerichtet sind, beschreiben und analysieren wir im Projekt unter dem Titel De-Mediatisierung.
Wie in der ersten und zweiten Phase des Teilprojektes werden kommerziell bereitgestellte und betriebene Medienumgebungen heuristisch als Gegenstand spannungsreicher Wechselwirkungen zwischen Konzeption, Angebot, Verbreitung, Aneignung und Anpassung und damit als Aushandlungsfläche des sozio-technischen Wandels von Kultur verstanden. Gegenstand in der dritten Phase sind nun gezielt solche Fälle und Forschungsfelder, die von Anbietern als mögliche Lösung für die permanente Nebenfolgenanfälligkeit digitaler Angebote bzw. als Antwort auf Problematisierungen von und Kritiken an Mediatisierungstendenzen, wie sie sich in Alltagspraktiken der Mediennutzung und -beurteilung und in öffentlichen Diskursen niederschlagen, verstanden werden.
Das Projekt zielt erstens darauf, das Verständnis für reflexive Gegenentwürfe im Rahmen der Kommodifizierung digitaler Medien und deren Konsequenzen zu vertiefen. Zweitens soll der bislang als fortschrittsgetrieben verstandene Mediatisierungsprozess auf reflexivmoderne Wendepunkte hin betrachtet werden, an denen Mediatisierungskonsequenzen dezidiert hinterfragt und Alternativen entwickelt werden, die im Hinblick auf ihre mögliche Institutionalisierung zu rekonstruierten sind. Damit wird drittens die bereits aufgenommene Theorie- und Methodologiearbeit weitergeführt, mit der die in den drei Förderungsperioden gewonnenen Einsichten zum Prozess Reflexiver Mediatisierung integriert und ein prozessanalytisches Instrumentarium für Mediatisierungsforschung bereitgestellt werden sollen.

Weitere Informationen: www.mediatisiertewelten.de

Ansprechperson: Michaela Pfadenhauer


Wertebildung: Inhalte - Orte - Prozesse
Laufzeit: 2015-2017
Fördergeber: ausländische Stiftung

Kurzbeschreibung:
Das Forschungsprojekt widmet sich dem Thema der Wertebildung in pluralistischen Gesellschaften. Das Vorhaben umfasst eine mehrstufige empirische Erhebung, die auf personaler, organisationaler und gesamt-gesellschaftlicher Ebene nach der Bedeutung von Werten und ihrer Vermittlung durch Organisationen fragt. Methodisch werden verschiedene Verfahren miteinander verknüpft: Fokusgruppen, standardisierte Erhebungen, teilnehmende Beobachtungen, sowie Methoden der Organisationsanalyse. Der thematische Schwerpunkt liegt unter anderem auf dem Spannungsfeld zwischen intendiertem und tatsächlichem Beitrag zur Wertevermittlung durch und in Organisationen.

Kooperation: Sylvia Kritzinger, Christian Friesl, Regina Polak, Ulrike Froschauer

WEB: http://www.werteforschung.at/teilprojekte/wertebildung/

Ansprechpersonen: Roland Verwiebe, Lena Seewann, Judith Klaiber, Margarita Wolf


Optimizing the Workplace of ELderly Laborers: BE IN Good health! (WELLBEING)
Konsortialprojekt
Laufzeit: 2014-2017
Fördergeber: AAL-Joint Programme (EU)

Kurzbeschreibung:
Arbeitsbedingt verbringen viele ältere Menschen (55+) den Tag sitzend, während sie ihrer Arbeit nachgehen. In Kombination mit nicht ergonomisch gestalteten Arbeitsplätzen und wenig Bewegung können ernsthafte Krankheiten entstehen. Des Weiteren nimmt im Alter die kognitive Leistungsfähigkeit ab, wobei jedoch der Stress Level zunehmend steigt. Dies führt zu einer Reduktion der Lebensqualität älterer Menschen durch physische (z.B. Rücken) sowie psychische (z.B. Stress) Beschwerden.
Im wellbeing-Projekt wird eine Plattform entwickelt, die sowohl ergonomische Aspekte berücksichtigt als auch physische Übungen, Ernährungs- und Stressmanagement anbietet um einen gesunden Lebensalltag am Arbeitsplatz sicher zu stellen. Dabei stehen die Bedürfnisse älterer Menschen ganz besonders im Vordergrund. Da ältere Menschen in sehr unterschiedlichen Branchen tätig sind, setzt das Projekt bei der Gemeinsamkeit der Arbeitnehmer an: der längerfristigen, sitzenden Tätigkeit. Dadurch ist die Zielgruppe des Projektes sehr divers und umfasst unter anderem SekretärInnen, TechnikerInnen, Rechtsanwälte usw. gleichermaßen.
Die Module der Plattform verwenden einen 3D Sensor zusammen mit einer Kamera, um Feedback zur Verfügung zu stellen und über ungesunde Lebenssituationen zu informieren (z.B. Sitzhaltung, falsche Ernährung, zu niedriger Wasserkonsum,…). Durch die Kombination mit sozialen Spielen wird die Bereitschaft, die Plattform zu nutzen, erhöht da der Spaß-Faktor enorm wichtig ist. Die Aufgabe des Soziologie-Instituts ist die Einbindung der End-AnwenderInnen während des gesamten Projektes durch Telefon-Interviews (ca. 500 ältere ArbeitnehmerInnen) und Usability-Analysen (mind. 55 ältere ArbeitnehmerInnen).
Partner:
•    CogVis (AT, Koordinator)
•    TU Wien, Computer Vision Lab (AT)
•    AIMC (AT)
•    FitBase (DE)
•    Smart Homes (NL)
•    INTRAROM (RO)
•    ISOIN (ES)

WEB: http://www.wellbeing-project.eu/

Ansprechpersonen: Franz Kolland, Sophie Psihoda, Anna Wanka


Vulnerability of and adaption strategies for migrant groups in urban heat environments (EthniCityHeat)
Konsortialprojekt
Laufzeit: 2014-2017
Fördergeber: Österreichischer Klima- und Energiefonds

Kurzbeschreibung:
Das Projekt EthniCityHeat zielt darauf ab, die Vulnerabilität von StadtbewohnerInnenmit Migrationshintergrund gegenüber Hitze(-wellen) zu mindern und schwerwiegende akademische Wissenslücken in dieser Thematik zu schließen. Das Projekt folgt drei Zielsetzungen:
1) Erstellung einer empirischen Datenbasis über spezifische Hitze-bedingte Vulnerabilitäten von Personen mit Migrationshintergrund in Wien, ihre Hitzewahrnehmung und Hitzeadaption;
2) Bewusstseinsbildung über diese Vulnerabilitäten innerhalb von Stakeholdern, MultiplikatorInnen und Betroffenen;
3) Vulnerabilitätsreduktion durch die Stärkung vorhandener Ressourcen und Entwicklung zusätzlicher Maßnahmen auf administrativer, medizinischer, soziologischer und stadtplanerischer Ebene.
Das methodische mixed-methods Design folgt einem interdisziplinären, explorativen und partizipatorischen Ansatz. MigrationsforscherInnen, SoziologInnen, LandschaftsplanerInnen, MedizinanthropologInnen und Public-Health-MedizinerInnen stellen das Konsortium. Aus einer ausführlichen explorativen Phase, in der Ethnographien von 6 Mehrgenerationenfamilien (teilweise mit Migrationshintergrund) erstellt werden, Tiefeninterviews mit Stakeholdern und MultiplikatorInnen sowie einer medizinanthropologischen Risikoanalyse werden Hypothesen abgeleitet. Zwei standardisierte face-to-face Befragungen liefern repräsentative Datensätze über Einstellungen gegenüber dem Klimawandel, Bewusstsein und Warhnehmung von Hitzestress, Hitze-Anpassungsstrategien und die Rolle von städtischem Grünraum für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sowie verschiedenen Generationen. Das methodische Vorgehen bezieht dabei sowohl Personen mit Migrationshintergrund, MultiplikatorInnen und Stakeholder aktiv in Workshop-Settings sowie im Rahmen einer Koordinationsgruppe in die Projektplanung und –durchführung ein. Endprodukt ist eine „Heat Toolbox“, die bei der Organisation von Hitze-Informationsveranstaltungen und der Präsentation von Projektergebnissen mit zielgruppenspezifischem Material unterstützt.

PartnerInnen:
University of Natural Resources and Life Sciences Vienna Institute of Landscape Development, Recreation and Conservation Planning
Medical University Vienna, Centre of Public Health, Institute for Environmental Health & Unit Ethnomedicine and and International Health

Ansprechpersonen: Franz Kolland, Anna Wanka, Laura Wiesböck


DIVERCITIES “Governing Urban Diversity: Creating Social Cohesion, Social Mobility and Economic Performance in Today's Hyperdiversified Cities”
Laufzeit: 2013-2017
Fördergeber: FP7 der EU

Kurzbeschreibung:
The principal aim of this project is to provide evidence for the range of social and socio- outcomes that may emerge from greater urban diversity, particularly its positive aspects, and to document and highlight the significant role that urban policy and local governance arrangements can play in developing and stimulating those positive outcomes.

Cities are becoming more diverse, because of increasing immigration, increasing diversity associated with this migration, different lifestyles within and between groups, spatial segregation in terms of ethnicity, and socio-economic variables, leading to a diversity of opportunities for different groups. Thus, we call the European city a hyper-diversified city. In order to realise positive developments of diversity, new governance arrangements are needed to increase the interaction and communication between diverse groups and to facilitate social and economic developments.

We specifically want to describe, document, and critically analyse policies, initiatives, and arrangements that explicitly or implicitly aim at profiting from urban diversity. We will use a broad and deep comparative frame to draw out the key factors that shape their success (or failure) and identify the barriers and opportunities to the implementation of successful urban policy programmes in other cities. The wider significance of this study is related to our firm belief that urban diversity is an asset: it can be used to stimulate urban, national and European economies and create more harmonious and creative cities. Having this as the central theme of our project and recognising the challenges of governing cohesion and diversity in urban contexts, this project will result in innovative governance instruments that will increase the participation of a diversity of urban groups in urban society.

Webseite: http://www.urbandivercities.eu/

Ansprechperson: Yuri Kazepov


Changing Families and Sustainable Societies: Policy Contexts and Diversity over the Life Course and Across Generations (FamiliesAndSocieties)
Laufzeit: 2013-2017
Fördergeber: European Commission, 7th Framework Programme

Kurzbeschreibung:
The main objectives of this project are to investigate the diversity of family forms, relationships, and life courses in Europe; to assess the compatibility of existing policies with these changes; and to contribute to evidence-based policy-making. The project will extend our knowledge on how policies promote well-being, inclusion and sustainable societal development among families. Our approach relies on three key premises. First, family life courses are becoming more diverse and complex. Second, individual lives are interdependent, linked within and across generations. Third, social contexts and policies shape individual and family life courses. Building upon these premises we a) explore the growing complexity of family configurations and transitions, b) examine their implications for men, women and children with respect to inequalities in life chances, intergenerational relations and care arrangements, c) investigate how policies address family diversity, d) develop short- and longer-term projections, and e) identify future policy needs. Transversal dimensions that are integrated into the project are gender, culture, socioeconomic resources and life stages. Our approach is multidisciplinary combining a wide range of expertise in social sciences, law and the humanities represented in the consortium of 25 research partners from 15 European countries, old and new member states, and three transnational civil society actors. We will conduct comparative analyses applying advanced quantitative methods to high quality register and survey data, and qualitative studies. The project will also develop a database of the legal content of family forms available in European countries, suitable for comparative analyses. Together with various stakeholders, government agencies, national and local policy-makers, non-governmental organizations and additional members of the scientific community across Europe, we will identify and disseminate innovation and best policy practices.

"Gendered Transition to Parenthood": http://familiesandsocieties.univie.ac.at/about/
FamiliesAnd Societies:  www.FamiliesAndSocieties.eu

Ansprechpersonen: Caroline Berghammer, Rudolf Richter, Cornelia Schadler, Ulrike Zartler


Überstunden in Österreich - Entstehung und Verbreitung von Überstunden in Österreich, Umgang mit Überstunden im internationalen Vergleich
Laufzeit: 2015-2016
Fördergeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

Kurzbeschreibung:
Das Forschungsprojekt soll eine Lücke in der Arbeitszeitforschung in Österreich schließen, indem es eine vertiefte Analyse von Überstunden mittels quantitativer und qualitativer Methoden vornimmt. Ergänzend werden internationale Beispiele der Regulierung von Überstunden beschrieben. Im Kern geht es um die Verbreitung von Überstunden nach Branchen, Berufen, Einkommensklassen, Geschlecht etc., um die Funktion von Überstunden für die Betriebe und die Beschäftigten, um das Entstehen von „Kulturen langer Arbeitszeiten“  und um Ansatzpunkte für die Begrenzung von Überstunden.
Die Analyse dieser komplexen Fragestellungen beruht auf drei Säulen

  • Die Auswertung des Mikrozensus von 2004 bis 2013, der Verdienststrukturerhebung 2010, des European Working Conditions Survey und des Arbeitsklimaindex
  • Betriebsfallstudien zur Analyse der Ursachen von Überstunden und zur Erfassung der gelebten Praxis langer Arbeitszeiten
  • Fallbeispiele zur Regulierung von Überstunden und Mehrarbeit in anderen EU-Mitgliedstaaten in Kooperation mit ExpertInnen in diesen Ländern

Das Projekt wird vom Institut für Soziologie der Universität Wien in Kooperation mit der Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA) durchgeführt. 

Ansprechperson: Jörg Flecker


Frauen, die anders gründen. Biografische Konstruktion unternehmerischer Identität in männerdominierten Branchen
Laufzeit: 2014-2016
Fördergeber: Wirtschaftskammer Wien

Kurzbeschreibung:
Trotz der wirtschaftlichen Bedeutung von Gründungen und Unternehmertum und in diesem Zusammenhang der steigenden Zahl unternehmerisch tätiger Frauen haben Unternehmerinnen bislang in wissenschaftlichen Arbeiten wenig Beachtung gefunden. Existierende Studien fokussieren auf Geschlechterdifferenzen im Gründungs- und Unternehmerverhalten sowie auf die Mehrfachbelastung von Frauen durch Unternehmen, Familie und Hausarbeit, die es durch entsprechende Unterstützungsangebote zu reduzieren gilt. Diese auf Aspekte der Benachteiligung ausgerichtete Perspektive verstellt jedoch den Blick auf erfolgreiche Unternehmerinnen. Sie verstellt außerdem den Blick auf die subjektive Sicht der Frauen darauf, wie sie sich als Unternehmerinnen etablieren und erleben. Es fehlen fundierte qualitative Untersuchungen, die Gründungsentscheidungen und –verläufe eingebettet in die Biografie der Gründerin rekonstruieren.

An diesen Blindstellen setzt das gegenständliche Projekt an. Mit dem Fokus auf Gründerinnen in männerdominierten Branchen werden die Herausbildung und Konstruktion unternehmerischer Identität zum Gegenstand einer empirischen Forschungsarbeit. Es soll ein Verständnis dafür geschaffen werden, in welchen Lebensphasen und durch welche biografischen Erfahrungen die Entscheidung zur Unternehmensgründung ausgelöst wird, wo diesbezüglich zentrale Wendepunkte im Leben identifiziert werden können und wie sich die alltägliche und immer wieder erneute Herstellung des „Soseins“ als Unternehmerin gestaltet. Dies geschieht anhand der Rekonstruktion von Gründungsprozessen im biografischen Verlauf. Das Augenmerk liegt dabei auf Frauen, die im Sinne des Konzepts vom „Normalunternehmertum“ wachstumsorientiert gründen, Vollzeit im eigenen Unternehmen arbeiten und MitarbeiterInnen beschäftigen.

Link

Ansprechperson: Andrea Smioski


Third ISA Forum of Sociology (July 10-14, 2016)
Laufzeit: 2014-2016
Fördergeber: International Sociological Association (ISA)

Kurzbeschreibung:
The ISA Forum of Sociology is designed as a mid-term meeting of the Research Committees, Working Groups and Thematic Groups of the International Sociological Association, combined with the Business Meeting of the ISA Research Council. The theme of the upcoming Forum is “The Futures We Want: Global Sociology and the Struggles for a Better World”. The upcoming Forum will be organized by Markus Schulz, current ISA Vice-President Research, in collaboration with the ISA Research Coordinating Committee and the Austrian Local Organizing Committee chaired by Rudolf Richter.

For more information please visit the LOC Website.

Ansprechpersonen: Rudolf Richter, Ida Seljeskog


Early Retirement and Well-being in Europe: A secondary analysis based on SHARE and ELSA
Laufzeit: 2011 – 2014 at the Institute of Sociology, University of Vienna, and King’s College London, UK.
Fördergeber: FLARE (Future Leaders of Ageing Research) postdoctoral fellowship of the European Research Area in Ageing 2 programme (ERA AGE2), funded by the Austrian Academy of Sciences (ÖAW).

Kurzbeschreibung:
Ageing actively was frequently suggested to support health and well-being of older people. Very high early retirement rates in some European countries, such as Austria, raise the question, how these large number of young old cope with their (forced or chosen) inactivity from productive life healthwise, and whether engagement in voluntary activities, minor productive work or family life helps coping with the new situation. The current study aims to 1) shed light on the relationship between early retirement and wellbeing including physical and mental health, quality of life and life satisfaction and to 2) investigate the actual effect of early retirement on the well-being of the early retired.

The study is based on two large European surveys, namely the Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE) and the English Longitudinal Study of Ageing (ELSA) and includes 12 European countries and with over 20,000 participants. As well-being after early retirement may be influenced by a number of factors, it is taken into account, whether early retirement was chosen or forced, whether poor health was the reason for early retirement and whether participants engaged in voluntary, charity or minor productive activities in their retirement. Additionally, key socio-economic influences of the well-being of early retirees, such as family structure, income, wealth, social class, occupational level and education, as well as gender and age will be taken into account. Results will be compared by country. Finally, a policy review of the countries included will assess differences in policy strategies and will discuss their impact on national early retirement rates.

Ansprechperson: Ulrike Waginger


Institut für Soziologie
Universität Wien
Rooseveltplatz 2
1090 Wien

Fragen zum Studium:
T: +43-1-4277-49105
T: +43-1-4277-49104
T: +43-1-4277-48204

Allgemein:
T: +43-1-4277-49201
E-Mail
Universität Wien | Universitätsring 1 | 1010 Wien | T +43-1-4277-0