Wir begrüßen vier neue Kolleg*innen

Herzlich willkommen an Katharine Schulmann (Postdoc), Elaine Goldberg, Aziz Hreljić und Fabian Seiser (Praedocs)!

Katharine SCHULMANN ist Marie-Skłodowska-Curie-Postdoktorandin am Institut für Soziologie der Universität Wien. In Zusammenarbeit mit Professorin Emma Dowling wird sie im Rahmen des FinCare-Projekts die Finanzialisierung der Langzeitpflege in Österreich, Irland und den Niederlanden erforschen. Ausgehend von einem diskursiv-institutionalistischen Ansatz untersucht das Projekt, wie die Finanzialisierung von Pflegesystemen in öffentlichen und politischen Debatten normalisiert oder hinterfragt wird.

Katharine hat am Trinity College Dublin in Sozialpolitik promoviert; in ihrer Doktorarbeit untersuchte sie die Darstellungen älterer Menschen und der Pflege in den offiziellen Pandemiediskursen Irlands. Sie war am Centre for Health Policy and Management des Trinity College, am Europäischen Zentrum für Sozialpolitik und Sozialforschung in Wien sowie als Beraterin beim WHO-Regionalbüro für Europa tätig, wobei sie sich auf verschiedene Aspekte von Pflegesystemen und deren Steuerung konzentrierte.


Elaine GOLDBERG ist als Praedoc im Team von Michaela Pfadenhauer tätig und wird sich mit dem Einfluss von KI auf wissenschaftliche Praktiken beschäftigen. Sie hat einen Hintergrund in Theaterwissenschaft, Philosophie sowie Wissenschafts- und Technikforschung. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der audio-visuellen Ethnographie, der feministischen Epistemologie und der Interaktion von Technologie und Gesellschaft.


Aziz HRELJIĆ ist Doktorand im Forschungsteam von Prof. Yuri Kazepov. In seinem Projekt untersucht er nicht-finanzielle Formen der Enteignung im städtischen Raum und konzentriert sich dabei auf die sinnliche Erfahrung von Städten im Zusammenhang mit Stadtentwicklung und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Sein Ansatz zielt darauf ab zu verstehen, wie Bürger*innen die nominell positiven infrastrukturellen Veränderungen hinterfragen, die die Art und Weise, wie sie die Stadt erleben und wahrnehmen, neu gestalten, wie sie sich zum Konzept der „guten Wirtschaft“ verhalten und wie partizipative Planung letztendlich den Bedürfnissen der Gemeinschaft besser gerecht werden kann

Aziz interessiert sich leidenschaftlich für alle Aspekte des städtischen Lebens, die er meist aus der Perspektive der Geografie und der Anpassung an den Klimawandel betrachtet. Er hat in fünf Ländern Wirtschaftswissenschaften und Betriebswirtschaft (Bachelor), Raumordnung und Stadtentwicklung (Master), Internationale Beziehungen (Master) sowie interdisziplinäre Europastudien (Advanced Master) studiert. Vor seinem Antritt an der Universität Wien war Aziz rund ein Jahrzehnt lang im Bereich der internationalen Bildung im transatlantischen und europäischen Kontext tätig.


Fabian SEISER ist Praedoc und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt RE-SECURE: Remaking security: technopolitics in the Global East von Dagmar Vorlíček. Dort wird sich Fabian im Rahmen seines Dissertationsprojekts am Beispiel der österreichischen Wissenschaftsdiplomatie damit beschäftigen, wie sich vergangene politische Vorstellungen, Fachwissen und wissenschaftliche Methoden über die Zeit verändern und an neue politische Kontexte angepasst werden - und welche Nischen Forscher*innen sich dabei schaffen. 

Fabian hat Ägyptologie studiert ehe er in die Sozialwissenschaften gewechselt ist. Dort hat er 2026 sein Studium der Science & Technology Studies mit seiner MA-Arbeit zur Rolle von persönlichen Erinnerungen in der Materialisierung von Geschichte im öffentlichen Raum abgeschlossen. Fabian hat daneben am Institut für Höhere Studien als Student Assistent in der Forschungsgruppe Sozial-nachhaltige Transformation gearbeitet, wo er Erfahrungen vor allem mit art-based und partizipativen Methoden sammeln konnte.

 

 

v.l.n.r.: Katharine Schulmann, Elaine Goldberg, Aziz Hreljić, Fabian Seiser