Melissa ARTUSO (ERASMUS+ Praktikum, 1. März bis 31. August 2026)
Melissa absolviert einen Masterstudiengang in Soziologie mit dem Schwerpunkt „Programming and management of the political and the social services” an der Universität Mailand-Bicocca in Italien. Während ihres ERASMUS+-Praktikums am Institut für Soziologie im Forschungsteam von Yuri Kazepov wird sie sich mit Themen im Zusammenhang mit lokaler Sozialpolitik und Fragen der städtischen und wohnungswirtschaftlichen Ungleichheit befassen, wobei sie einen vergleichenden Ansatz mit qualitativen Analysetechniken verfolgt. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Analyse der Herausforderungen, die sich auf städtischer Ebene aus neuen globalen und lokalen Problemen ergeben, insbesondere aus der Perspektive des ökologischen Wandels im Zusammenhang mit sozialer Gerechtigkeit.
Agnieszka CHMURA (Gastdoktorandin, 1. März bis 30. Juni 2026)
Agnieszka ist Doktorandin am Institut für Forschungsmethoden in Politik und Politikwissenschaft der Fakultät für Politikwissenschaft und Internationale Studien der Universität Warschau, Polen. Ihre Forschung verbindet öffentliche Politik und Stadtplanung, um zu untersuchen, wie das Regieren im Alltag organisiert ist und wie die räumlichen und materiellen Bedingungen der Umsetzung die Begegnungen der Bürger mit dem Staat prägen. Sie ist Autorin von „Circular Municipal Economy: Public Policies, Spaces, Clusters” (Gewinnerin des Stena Circular Economy Award 2022 – Circular Economy Leader), das die Umsetzung der Prinzipien der Kreislaufwirtschaft aus kommunalen Agenden in städtische Räume und ortsbezogene Praktiken nachzeichnet.
Unterstützt vom Polish National Science Centre konzentriert sich ihr Doktoratsprojekt „Spaces and places of providing social services: the political role through the lens of policy feedback theory” auf die lokale Sozialpolitik. Anhand vergleichender Fallstudien zu Dienstleistungen für junge Menschen in prekären Situationen, Menschen mit Behinderungen und Menschen mit Migrationsbiografie kombiniert sie Beobachtungen, ausführliche Interviews, gemeinsame Workshops und lokale Diskursanalysen, um zu zeigen, wie Dienstleistungsorte Erfahrungen mit Rechten, Anerkennung und Mitsprache strukturieren.
Während ihres Aufenthalts in Wien, wo sie von Yuri Kazepov betreut wird, wird sie an ihrem Dissertationsprojekt arbeiten und einen Zeitschriftenartikel auf der Grundlage empirischer Ergebnisse fertigstellen. Sie wird auf Expert*innenfeedback zurückgreifen und an Seminaren und Workshops teilnehmen.
Tomás NOUGUÉS (Senior Research Fellow, 1. März bis 30. April 2026)
Tomás ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Centro de Estudios Sociales de la Economía, Escuela IDAES, Universidad Nacional de San Martín in Buenos Aires, Argentinien. Er promovierte in Soziologie an der Escuela IDAES. Seine Forschung untersucht die Schnittstellen zwischen Sozialpolitik, Finanzmärkten und einkommensschwachen Haushalten in peripheren Kontexten. Sein besonderes Interesse gilt der Frage, wie Sozialpolitik die Finanzwelt auf neue soziale Bereiche ausweitet, insbesondere unter benachteiligten Bevölkerungsgruppen.
Während seines Aufenthalts am Institut wird Tomás mit Emma Dowling im Bereich Finanzialisierung und Gesellschaft zusammenarbeiten.
Am 18. März 2026 wird er seine Forschungsergebnisse im Rahmen des „Forschungskolloquiums” an unserem Institut vorstellen.
Csaba SZALÓ (AKTION-Stipendium, 1. März bis 31. März 2026)
Csaba ist außerordentlicher Professor für Allgemeine Soziologie am Institut für Soziologie der Masaryk-Universität in Brünn, Tschechische Republik. Er ist Sozialtheoretiker und Kultursoziologe. Sein bekanntestes Buch befasst sich mit Theorien zur transnationalen Migration. In letzter Zeit beschäftigt er sich mit Gewalt im Straßenverkehr aus einer interpretativen Perspektive, wobei er Phänomenologie und Ethnomethodologie kombiniert.
Während seines einmonatigen Aufenthalts im Team von Anna Durnová, der durch ein AKTION-Stipendium unterstützt wird, wird sich Csaba auf die Fertigstellung einer gemeinsam verfassten Monografie mit dem Titel „The Phenomenology of Automobility Violence” konzentrieren, die auf einem dreijährigen Forschungsprojekt basiert. Das Buch interpretiert Ereignisse von Gewalt im Straßenverkehr neu und behauptet, dass diese Ereignisse konstitutive Elemente des heutigen sozialen Lebens sind und nicht nur isolierte Unfälle.
