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Dr. Ana Mijić, M.A.

Adresse: A-1090 Wien, Rooseveltplatz 2
Zimmer: 404
Telefon: +43-1-4277-49238
Fax: +43-1-4277-849238
E-Mail: ana.mijic@univie.ac.at
Sprechstunde: Terminvereinbarung per E-Mail

 

Forschungsschwerpunkte/Forschungsinteressen:

  • Wissenssoziologie
  • Kultursoziologie
  • Friedens- und Konfliktforschung
  • Identitätsforschung
  • Ethnizitätsforschung
  • Soziologische Theorie
  • Qualitative Sozialforschung

 

Forschungsprojekte:

Nachkriegs-Diaspora(s) (Hertha-Firnberg Forschungsstelle, FWF)

Laufzeit: 2016-2020

The research project—theoretically based within the sociology of knowledge—focuses on an (objective) hermeneutical analysis of identity constructions of Bosnian diasporas living in Austria. It is to be expected that the self-images of Bosnians, whether or not they are living in their country of origin, are still highly influenced by the direct or indirect experience of war. Thus, in contrast with the Bosnians living in Bosnia, the Bosnian emigrants’ identities are presumably also affected by the experience of migration and the experience of life in minority settings. Wartime, post-war and migration constitute a very particular context, within which the Bosnian diasporas have to maintain a positive self-image and (re-)construct their identities.

 

"Verletzte Identitäten?!" (Selbst-)Charismatisierung durch (Selbst-)Viktimisierung in Bosnien-Herzegowina des Nachkriegs

Laufzeit: 2008-2013 (Dissertationsprojekt)

Im Zentrum des Forschungsprojektes steht die Analyse der sozialen Konstruktion des Selbst und damit auch des oder der Anderen im Zuge des Nachkriegstransformationsprozesses in Bosnien und Herzegowina. Ein solcher Nachkriegstransformationsprozess ist dadurch charakterisiert – so die forschungsleitende Annahme –, dass hier im Vorfeld sowie während der kriegerischen Auseinandersetzungen zunächst ein ‚Selbst‘ konstruiert wurde, das in besonders ausgeprägtem Maße über eine hierarchisierende ethnische Ingroup-Outgroup-Unterscheidung strukturiert ist. Nach Beendigung des kriegerischen Konfliktes werden die Akteure mit einer neuen Situation konfrontiert, welche von ihnen eine neue Definition ethnischer Grenzziehung, oder eine neue ‚Definition der Situation‘ abverlangt. Einerseits wird die hierarchisierende Ethnizität im Lichte ‚von außen‘ herangetragener normativer Standards delegitimiert bzw. gerät unter neuen Begründungszwang. Andererseits erscheint – pragmatisch betrachtet – auf der Basis einer solchen hierarchisierenden Ethnizität eine gesamtgesellschaftliche Integration – jenseits der ethnischen Vergemeinschaftung – als nicht möglich. Im gesellschaftlichen Wandlungsprozess der Nachkriegszeit gerät die vormals weitgehend gültige Deutung hierarchisierender ethnischer Differenz ins Wanken. Der Fokus des Projektes liegt auf einer (qualitativen) empirischen Analyse der sich in der Spannung von Legitimierung und De-Legitimierung aufgeladener Ethnizität vollziehenden Genese und Persistenz der Selbst- und Fremddeutungen von Akteuren im Kontext (forcierter) sozialer Wandlungsprozesse. Die hermeneutische Interpretation von Interviews, die in verschiedenen Regionen in Bosnien und Herzegowina erhoben wurden zeigt, dass die Identitätskonstruktion im Nachkriegs-Bosnien und Herzegowina eng verbunden ist mit Prozessen der Selbstviktimisierung, welche es vermag, das eigene Wir-Ideal gegen Herausforderungen zu schützen und die eigene Identität zu stabilisieren.

Publikation:

Mijić, Ana (2014). Verletzte Identitäten. Der Kampf um den Opferstatus im bosnisch-herzegowinischen Nachkrieg. Frankfurt/New York: Campus Verlag.

Reviews: pw-protal.de, Radio-Televizija Srbije (rts.rs), H-Soz-Kult

Auszeichnungen:

2015 Dissertationspreis der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie

2014 Doc.Award der Universität Wien und der Stadt Wien

2014 Förderpreis der Dr. Maria Schaumayer-Stiftung

 

 

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