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Alexander Antony, M.A.

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Schwerpunkte und Forschungsinteressen

  • Handlungs- und Praxistheorien
  • Wissenssoziologie/ implizites Wissen
  • Körper- und Emotionssoziologie
  • Interpretative Methoden und Methodologie
  • Ethnographie

Dissertationsprojekt

Praktiken des Atmens. Eine Soziologie holistischer Erfahrung (Arbeitstitel)

Seit rund zwei bis drei Jahrzehnten ist in Teilen der Soziologie ein verstärktes Interesse an Fragen der Körper- und Leiblichkeit, impliziten Formen des Wissens sowie an Gefühlen und Emotionen auszu­machen. Einem derartigen wissenschaftlichen Interesse korrespondiert eine (zunehmende) „Körper und Erfahrungszentriertheit“ (Höllinger/Tripold 2012) in spezifischen sozialen Welten (Strauss), wie z.B. dem holistischen Milieu, neuen religiösen Bewegungen oder aber bestimmten therapeutischen ‚Kulturen‘. Während unser eigener Leib bei vielen alltäglichen Verrichtungen als unthematisiertes und lediglich subsidiär erfahrenes Mittel der Realisierung von Handlungen fungiert, wird er in den genannten Handlungsbereichen auf unterschiedliche Art und Weise zum ‚Medium‘ des bewussten Erfah­rens (des eigenen Selbst) und zum „Generator emotionaler Evidenz“ (Bohn/Hahn 1999).

Für die Soziologie lässt sich allerdings konstatieren, dass empirische Studien, die sich Prakti­ken des Präsent-Machens des eigenen Leibes in concreto – d.h. im Hinblick auf deren praktischen Vollzug und über die Verwendung von auditiven und visuellen Formen der Datenproduktion hinaus – zuwenden, bisher rar gesät sind. An diesem Punkt setzt das Dissertationsprojekt an. Forschungs­stra­te­gisch erscheint es dabei sinnvoll, auf Handlungsbereiche zu fokussieren, in denen eigenleibliche Erfah­run­gen nicht nur über das alltägliche Ausmaß hinaus auf unterschiedliche Art und Weise rele­vant ge­macht werden, sondern das Machen derartiger Erfahrungen selbst zum handlungspraktischen Pro­blem für die AkteurInnen wird.

Dies ist bei der integrativen Atemtherapie, einer im holistischen Milieu zu verortenden insti­tu­tio­nellen Form der Selbstthematisierungs- und Selbsterfahrungspraxis, der Fall. Dieser wende ich mich aus einer ethnographischen und interaktionsanalytischen Perspektive in meinem Disserta­tions­pro­jekt zu. Die empirische Rekonstruktion der in der Atemtherapie zum Einsatz kommenden Praktiken erlaubt die Thematisierung der allgemeinen Frage, wie der ‚Umgang‘ mit und die ‚Bezug­nahme‘ auf den eigenen Leib unter (mikro-)soziologischen Gesichtspunkten verstanden werden kann, wie Leib­erfahrung also sozial organisiert und kontextualisiert wird und welche praktischen Me­tho­den dabei zum Einsatz kommen.

Institut für Soziologie
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