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Inhalt und Fragestellung

Das Projekt nimmt verschiedene, miteinander verbundene Bereiche der Lebensphase Jugend in den Blick: Bildungssystem und Berufsausbildung, Erwerbsarbeit und Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik, familiäre Beziehungen und soziale Verflechtungen sowie Identitätsbildungsprozesse und jugendkulturelle Dynamiken. Dabei geht es nicht nur um Lebensrealitäten in Abhängigkeit von sozialer Herkunft, Bildungserfolg und Arbeitsmarktchancen, sondern insbesondere auch um die entworfene oder versprochene, erhoffte oder befürchtete Zukunft junger WienerInnen. Die spezifischen Prozesse und die Qualität der Vergesellschaftung junger Menschen in Wien soll anhand von vier Dimensionen erforscht werden:

  • Erstens sollen im Hinblick auf die Reproduktion sozialer Ungleichheit u.a. Prägungen der (wahrgenommenen) Lebenschancen durch das Herkunftsmilieu sowie die soziale Position untersucht werden, was auch Fragen von Geschlecht und Ethnizität beinhaltet.
  • Zweitens stehen institutionelle Arrangements (etwa im Bildungssystem und in der Arbeitsmarktpolitik) in ihrer Wirkung auf den Lebensweg junger Menschen im Fokus der Forschung sowie die Frage, wie Jugendliche die Angebote und Anforderungen wahrnehmen und auf sie reagieren.
  • Drittens analysiert das Projekt unter dem Stichwort Autonomie und Aneignung wie Jugendliche als aktiv Handelnde ihr eigenes Leben entwerfen und die Gesellschaft mitgestalten. Hier steht vor allem das Verhältnis aus individuellen Ressourcen, gesellschaftlich bedingten Chancen und Unsicherheiten und den letztlich getätigten Entscheidungen der Einzelnen im Fokus.
  • Viertens werden Fragen sozialer Zugehörigkeit und Anerkennung untersucht, wobei familiäre Beziehungen, jugendkulturelle Vergemeinschaftungen und ethnische Identitäten sowie erfahrene Wertschätzung, Diskriminierung und Gefährdungen im Vordergrund stehen.

Die organisatorische Innovation des Forschungsvorhabens eröffnet neue Erkenntnismöglichkeiten: Methodische Vielfalt und inhaltliche Breite erlauben es, Prozesse sozialer Inklusion und die Überwindung von Ausgrenzung detaillierter zu erfassen, auch im Hinblick auf die Zukunft der Stadt und die Vergesellschaftung in ihr.

Institut für Soziologie
Universität Wien
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