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Neuerscheinungen - Monographien


Lamnek, Siegfried; Vogl, Susanne (2017): Theorien abweichenden Verhaltens II: "Moderne" Ansätze. Fink.

Siegfried Lamnek und Susanne Vogl

Theorien abweichenden Verhaltens II: "Moderne" Ansätze

Abweichende und kriminelle Handlungen gewinnen wissenschaftlich und gesellschaftlich an Bedeutung. Gewalt an Schulen, terroristische Aktionen oder Kindstötungen sind nur einige extreme Beispiel hierfür. Im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts hat sich in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema gezeigt, dass die älteren sozialwissenschaftlichen
Theorien weder hinsichtlich ihrer Erklärungskraft noch in Bezug auf die praktische Umsetzung ihrer Erkenntnisse immer befriedigen konnten. Dieses utb informiert darüber, welche neuen Ansätze in den letzten Jahrzehnten entstanden, um abweichendes Verhalten besser erklären und verstehen zu können.

Das didaktisch aufbereitete Buch ist ideal als Lehrbuch geeignet.

Das Buch setzt die Darstellung in dem Standardwerk Theorien abweichenden Verhaltens I fort, das sich mit den „klassischen“ Theorien befasst (utb 740).

Lamnek, Siegfried; Vogl, Susanne (2017): Theorien abweichenden Verhaltens II: "Moderne" Ansätze. Fink.


Partizipative Aktionsforschung mit Kindern und Jugendlichen. Wiesbaden: Springer VS.

Veronika Wöhrer, Doris Arztmann, Teresa Wintersteller, Doris Harrasser, Karin Schneider

Partizipative Aktionsforschung mit Kindern und Jugendlichen. Von Schulsprachen, Liebesorten und anderen Forschungsdingen.

Wie Partizipative Sozialforschung mit Kindern und Jugendlichen funktionieren und was sie leisten kann wird in diesem Buch anhand zweier empirischer Studien in Neuen Mittelschulen in Wien deutlich gemacht. Diskursstränge aus der Aktionsforschung, der Schulforschung und der Kindheitsforschung werden zusammengebracht und die begrifflichen und theoretischen Konzepte der Aktionsforschung in Bezug auf Kinder und Jugendliche als  Co-Forscher_innen diskutiert und weiterentwickelt. Beschreibungen der gemeinsam durchgeführten Forschungsprojekte sowie Texte, die von den jugendlichen Forscher_innen selbst verfasst wurden, illustrieren, wie Forschung von 9-14-jährigen Schüler_innen selbst durchgeführt werden kann. Analysen zu Ethnizität, Mehrsprachigkeit, Geschlecht und Inkusion im Schulkontext stellen weitere Kapitel des Buches dar. Der Band zeigt, dass forschende Kinder und Jugendliche, involvierte Schulen und WissenschaftlerInnen profitieren, wenn Kinder und Jugendliche nicht nur als soziale Akteur_innen, sondern auch als fähige Forscher_innen ihrer eigenen Lebenswelt ernst genommen werden.

Wöhrer, Veronika; Arztmann, Doris; Wintersteller, Teresa; Harrasser, Doris; Schneider, Karin (2017). Partizipative Aktionsforschung mit Kindern und Jugendlichen. Von Schulsprachen, Liebesorten und anderen Forschungsdingen. Wiesbaden: Springer VS.


Christoph Reinprecht/ Rossalina Latcheva (Hg.) (2016). Was wir nicht wissen. Forschungs- und Wissenslücken der Migrationssoziologie. Sonderheft 15 der Österreichischen Zeitschrift für Soziologie. Wiesbaden: Springer.

Christoph Reinprecht, Rossalina Latcheva (Hg.)

Was wir nicht wissen. Forschungs- und Wissenslücken der Migrationssoziologie.

Drei Schlüsselfragen der aktuellen soziologischen Migrationsforschung sind es, die in den Aufsätzen dieses Sonderhefts der Österreichischen Zeitschrift für Soziologie aufgearbeitet und diskutiert werden: Zum einen die Verknüpfung von Forschung und allgemeiner soziologischer Gesellschaftstheorie; zum zweiten die Verwendung von Kategorien der Praxis als Kategorien der Analyse; zum dritten der bislang wenig untersuchte Beitrag der Migrationssoziologie zur Produktion gesellschaftlicher (Un-)Sichtbarkeit.

Christoph Reinprecht/ Rossalina Latcheva (Hg.) (2016). Was wir nicht wissen. Forschungs- und Wissenslücken der Migrationssoziologie. Sonderheft 15 der Österreichischen Zeitschrift für Soziologie. Wiesbaden: Springer.


Roberta Cucca, Costanzo Ranci (eds.)

Unequal Cities. The Challenge of Post-Industrial Transition in Times of Austerity

This book, edited by Roberta Cucca and Costanzo Ranci, examines the impact of austerity and economic crisis on Western European cities. It links existing theories and debates with newer discussions on the crisis to develop a typology of possible orientations of local government towards economic development and social cohesion. In the process, it describes the challenges and tensions facing six large European cities, representative of a variety of welfare regimes in Western Europe: Barcelona, Copenhagen, Lyon, Manchester, Milan, and Munich.

Roberta Cucca, Costanzo Ranci (eds.) (2017). Unequal Cities. The Challenge of Post-Industrial Transition in Times of Austerity. London and New York: Routledge.


Reinprecht, Christoph 2016, Einfluss der Migration auf Leistungserbringung, Wiener Sozialpolitischen Schriften, Band 9

Christoph Reinprecht, unter Mitarbeit von Eva Rossbacher, Ina Wilczewska, Faime Alpagu, Tatjana Zarković und Devran Koyupinar

Einfluss der Migration auf Leistungserbringung und Inanspruchnahme von Pflege-und Betreuungsleistungen in Wien.

Professionelle Pflege- und Betreuungsleistungen werden im Kontext der Migration oftmals nicht oder nur sehr zögerlich in Anspruch genommen. Die Publikation fasst die Ergebnisse einer breit angelegten Fragebogenerhebung zu den Gründen für diese Nicht-Inanspruchnahme bzw. nach den Erwartungen an die Pflege- und Betreuungsangebote zusammen. Sie informiert umfassend über die objektive und subjektive Lebenslage im Kontext von Altern und Migration und überprüft kritisch die Rolle unterschiedlicher Einflussfaktoren wie Herkunft, ethnische Zugehörigkeit und Religion, Migrationskontext und Migrationsverlauf, soziale Klassenlage. Die Ergebnisse stehen im Widerspruch zu simplifizierenden, oftmals kulturalisierenden Deutungen von Pflege und Pflegebedürfnissen und unterstreichen die Bedeutung von sozialer Platzierung, Milieuzugehörigkeit sowie insgesamt der Erfahrung der Inklusion.

Reinprecht, Christoph, Rossbacher, Eva, Wilczewska, Ina, Alpagu, Faime, Zarković, Tatjana, Koyupinar, Devran (2016). Einfluss der Migration auf Leistungserbringung und Inanspruchnahme von Pflege-und Betreuungsleistungen in Wien. Wiener Sozialpolitischen Schriften, Band 9, Wien: MA 24, Gesundheits- und Sozialplanung


Buchcover: Grenz, Tilo (2017). Mediatisierung als Handlungsproblem. Eine wissenssoziologische Studie zum Wandel materialer Kultur. Wiesbaden: Springer VS.

Tilo Grenz

Mediatisierung als Handlungsproblem. Eine wissenssoziologische Studie zum Wandel materialer Kultur

Tilo Grenz identifiziert die permanente Unabgeschlossenheit digitaler materialer Kultur als ein zentrales Charakteristikum von informations- und kommunikationstechnologisch geprägten Gesellschaften. Die Einsichten basieren auf den empirischen Erträgen einer ethnographischen Studie in einem innovationsgetriebenen Unternehmen. Diese seltene Innensicht fördert den langwierigen und verästelten Entstehungsprozess eines digitalen Mediums zutage. Die konsequent prozessorientierte Darstellung bringt zum Ausdruck, dass und inwiefern dessen Konzeption, Erprobung und Veröffentlichung von permanentem Hinterfragen, Neujustieren und Modifizieren begleitet werden. Zeitgeistige Strategien der Nutzereinbindung und der Medientechnikgestaltung setzen unvorhergesehene und unbeabsichtigte Konsequenzen in Gang, auf die Geschäfte-, Medien- und Technikmacher mit wiederholten Kurskorrekturen antworten. Das Buch schlägt eine Brücke zwischen neuerer Wissenssoziologie, Mediatisierung und digitaler materialer Kultur.

Grenz, Tilo (2017). Mediatisierung als Handlungsproblem. Eine wissenssoziologische Studie zum Wandel materialer Kultur. Wiesbaden: Springer VS.


Buchcover: Adloff, Frank; Antony, Alexander; Sebald, Gerd (Hg.) (2016). Handlungs- und Interaktionskrisen. Sonderheft 14 der Österreichischen Zeitschrift für Soziologie. Wiesbaden: Springer VS.

Frank Adloff, Alexander Antony, Gerd Sebald (Hg.)

Handlungs- und Interaktionskrisen (Sonderheft der Österreichischen Zeitschrift für Soziologie)

Nicht nur die Betrachtung ‚großer‘ gesellschaftlicher, sondern auch ‚kleiner‘ alltäglicher Krisen hat der Soziologie immer wieder theoretische wie methodologische Impulse geliefert. Allerdings wurden letztere bisher kaum Gegenstand einer systematischen Beschäftigung. Der Band möchte einen Beitrag zur analytischen Durchdringung und empirischen Analyse dieser ‚kleinen‘ Krisen leisten. Mit unterschiedlichen Zielsetzungen und aus verschiedenen theoretischen Perspektiven (u.a. Ethnomethodologie, Praxistheorie und Wissenssoziologie) behandeln die hier versammelten Aufsätze Handlungs- und Interaktionskrisen. Sie blicken auf Prozesse der Krisenentstehung, auf deren Vermeidung, wie auch auf Versuche zu deren Bewältigung. Neben konzeptuellen und methodologischen Beiträgen reicht die Bandbreite der materialen Analysen von der Untersuchung des Umgangs mit Demenzkranken bis hin zu Studien über künstlerische und politische Praxis.

Adloff, Frank; Antony, Alexander; Sebald, Gerd (Hg.) (2016). Handlungs- und Interaktionskrisen. Sonderheft 14 der Österreichischen Zeitschrift für Soziologie. Wiesbaden: Springer VS.


Buchcover: Migration und Integration – wissenschaftliche Perspektiven aus Österreich, Jahrbuch 3/2016.

Jennifer Carvill Schellenbacher, Julia Dahlvik, Heinz Fassmann, Christoph Reinprecht (Hrsg.)

Migration und Integration – wissenschaftliche Perspektiven aus Österreich
Jahrbuch 3/2016.

Das Jahrbuch für Migrations- und Integrationsforschung publiziert und dokumentiert regelmäßig Forschungsfragen und Ergebnisse der österreichischen Migrations- und Integrationsforschung. Der dritte Band versammelt 15 Beiträge zu den Themenbereichen Asyl und Recht, Ausbildung und Diskriminierung, Formen der Migration, Rückkehr und Rückwanderung sowie zur migrationsgeprägten Gesellschaft. Vorgestellt und diskutiert werden neuere theoretische und methodologische Ansätze sowie auch die Frage, wie sich Forschungserkenntnisse in die Praxis einbringen lassen.

Jennifer Carvill Schellenbacher, Julia Dahlvik, Heinz Fassmann, Christoph Reinprecht (Hg.), Migration und Integration – wissenschaftliche Perspektiven aus Österreich. Jahrbuch 3/2016. Migrations- und Integrationsforschung. Multidisziplinäre Perspektiven, Vol. 9. Göttingen: Vienna University Press bei V&R unipress


Buchcover: Richter, Rudolf (2. A. 2016). Soziologische Paradigmen.

Rudolf Richter

Soziologische Paradigmen

Diese Einführung zeichnet die soziologischen Paradigmen nach, die den meisten Schulen und Theorien zugrunde liegen: das materialistische und das systemtheoretische Paradigma sowie jenes, das den Menschen und sein Handeln in den Mittelpunkt stellt. Ergänzt werden sie durch die Darstellung feministischer und postmoderner Theorien, Ausführungen zu den verschiedenen Formen des Konstruktivismus und Globalisierungstheorien. Der Band macht mit den Wurzeln der Soziologie vertraut und vermittelt Basiswissen, um sich im Feld soziologischer Theorien orientieren zu können.

Richter, Rudolf (2. A. 2016). Soziologische Paradigmen. Wien: facultas, utb 2223


Buchcover: Gedenkbuch für die Toten des KZ Mauthausen und seiner Außenlager

Andreas Kranebitter (Hrsg.)

Gedenkbuch für die Toten des KZ Mauthausen und seiner Außenlager

Mindestens 90.000 Menschen wurden im KZ Mauthausen und seinen Außenlagern von August 1938 bis Mai 1945 ermordet oder starben unmittelbar nach der Befreiung an den Folgen ihrer Haft. In zwei Teilbänden werden die Namen und Lebensdaten von über 84.000 Menschen wiedergegeben, deren Identität in langjähriger Forschungsarbeit rekonstruiert werden konnte. Der Begleitband besteht aus einer wissenschaftlichen Kommentierung sowie über 300 Biografien über Menschen, die im KZ Mauthausen ermordet wurden oder an den Folgen ihrer Haft starben.

Kranebitter, Andreas (Hrsg.) (2016). Gedenkbuch für die Toten des KZ Mauthausen und seiner Außenlager. Verein für Geschichtsforschung und Gedenken in österreichischen KZ-Gedenkstätten. Wien: new academic press.


Buchcover: Muslimische Milieus im Wandel? Religion, Werte und Lebenslagen im Generationenvergleich

Hilde Weiss, Gülay Ateş und Philipp Schnell (Hrsg.)

Muslimische Milieus im Wandel? Religion, Werte und Lebenslagen im Generationenvergleich

In diesem Band werden soziale und religiös-kulturelle Milieus von MuslimInnen im Generationenwandel dargestellt und die vielfältigen innerfamiliären Transmissionsprozesse in muslimischen Familien untersucht. Im Mittelpunkt der vergleichenden Analysen zwischen den Generationen stehen Zusammenhänge von religiösen Einstellungs- und Verhaltensmustern mit relevanten Bereichen, wie Familie, Demokratie und Rechtsstaat, religionsmotivierte Gewaltbereitschaft, sozioökonomischer Aufstieg und Re-Migrationsabsichten. Darüber hinaus werden die Ressentiments und Wahrnehmungen der Mehrheitsbevölkerung mit den Sichtweisen und Problemwahrnehmungen von MuslimInnen kontrastiert.

Weiss, Hilde, Ateş, Gülay und Philipp Schnell (Hrsg.). “Muslimische Milieus im Wandel? Religion, Werte und Lebenslagen im Generationenvergleich”. Wiesbaden: Springer VS Verlag.


Buchcover: Projekt Stadt. Eine Geschichte der Urbanität

Manfred Russo

Projekt Stadt. Eine Geschichte der Urbanität

Thema des Buches ist die Entwicklung der Stadt von der Antike bis zur Gegenwart. Zugleich werden anhand der zeitgenössischen Diskurse über die Stadt, welche die jeweiligen Motivstrukturen und philosophischen Haltungen der Planer und Denker widerspiegeln, die wichtigsten Elemente der Urbanität sowie urbane Metaphern und Bilder von der Antike bis heute dargestellt.

Manfred Russo (2016). Projekt Stadt. Eine Geschichte der Urbanität. Basel: Birkhäuser.


Buchcover: Materiale Analysen - Methodenfragen in Projekten

Nicole Burzan, Ronald Hitzler, Heiko Kirschner (eds.)

Materiale Analysen - Methodenfragen in Projekten

In den Beiträgen dieses Bandes zeigen namhafte Autorinnen und Autoren mittels methodologischer Reflexionen, ausgearbeiteter Forschungsdesigns und detaillierter Studien an konkreten Beispielen aus der eigenen Forschung, dass methodisch analysierte Materialien für begründete sozialwissenschaftliche Einsichten unverzichtbar sind und dass materiale Analysen den Einsatz von – zunehmend technologisch avancierten – Varianten quantitativer, qualitativer und interpretativer Datenerhebungs- und Auswertungsverfahren im Hinblick auf heterogene Forschungsinteressen an sozialen Zusammenhängen voraussetzen.

Nicole Burzan, Ronald Hitzler, Heiko Kirschner (eds.) (2016). Materiale Analysen - Methodenfragen in Projekten. Wiesbaden: Springer VS.


Buchcover: Migration and Integration. New Models for Mobility and Coexistence

Roland Hsu, Christoph Reinprecht (eds.)

Migration and Integration. New Models for Mobility and Coexistence

Globalization has led to new forms, and dynamics, of migration and mobility. What are the consequences of these changes for the processes of reception, settlement and social integration, for social cohesion, institutional practices and policies? The essays collected in this volume discuss these issues with reference to recent research on migration and mobility in Europe, the US, North and East Africa and South and Southeast Asia. The twenty authors are leading migration researcher from different academic fields such as sociology, geography, political science and cultural studies. The volume is an outcome of an international scientific conference at Stanford University, California.

Roland Hsu / Christoph Reinprecht (eds.) (2016). Migration and Integration. New Models for Mobility and Coexistence.
Migrations- und Integrationsforschung. Multidisziplinäre Perspektiven, Vol. 8. Göttingen: Vandenhoeck&Ruprecht.


Buchcover: Schleppen, Schleusen, Helfen. Flucht zwischen Rettung und Ausbeutung

Gabriele Anderl, Simon Usaty (Hg.)
Die Tagung, auf die der Band zurückgeht, wurde vom Institut mitorganisiert. Der Beitrag "Der Terminus 'Passeur' und seine Bedeutungen" stammt von Christoph Reinprecht.

Schleppen, Schleusen, Helfen. Flucht zwischen Rettung und Ausbeutung

Im Kontext der Fluchtbewegungen der Jahre 1933-1945 fanden illegale Grenzübertritte wesentlich häufiger statt als allgemein bekannt. Sie erwiesen sich vielfach als lebensrettend. Dennoch wurden die Helferinnen und Helfer oft in undifferenzierter Weise kriminalisiert, obwohl nur ein Teil von ihnen primär aus finanziellem Interesse oder ausbeuterischer Absicht handelte. Auch in den Nachkriegsjahrzehnten war Fluchthilfe von großer Bedeutung.  Heute ist das Thema angesichts der immer rigoroseren Abwehrmaßnahmen, mit denen die »Festung Europa« gesichert werden soll, brisanter denn je.  Der Band befasst sich mit den unterschiedlichen Formen, Phasen und Motiven der organisierten und individuellen Fluchthilfe oder »Schlepperei« seit den 1930er Jahren und rückt auch die restriktive Aufnahmepolitik der potentiellen Zufluchtsländer als wesentliche Ursache für das Phänomen ins Blickfeld. Der Band geht auf eine Tagung zurück, die unter Mitwirkung des Instituts für Soziologie organisiert wurde. Die Publikation wurde um zahlreiche Beiträge erweitert.

Gabriele Anderl, Simon Usaty (Hg.) (2016). Schleppen, Schleusen, Helfen. Flucht zwischen Rettung und Ausbeutung. Wien: Mandelbaum.


Buchcover: Istanbul als Bild. Eine Analyse urbaner Vorstellungswelten

Johannes Marent

Istanbul als Bild. Eine Analyse urbaner Vorstellungswelten

Bilder formen Vorstellungen von Städten. Sie rufen Assoziationen hervor und gestalten Diskurse. In einer die Stadtsoziologie mit der Visual Sociology verbindenden Perspektive rekonstruiert Johannes Marent die Symbolwelt Istanbuls anhand des Vergleichs verschiedener visueller Repräsentationsformen: Werbebilder für die Kulturhauptstadt Istanbul 2010, Fotos aus einer Fotobefragung sowie Künstlerfotos. Er diskutiert theoretische Begründungen für die Relevanz von Bildern für die symbolische Ordnung städtischer Wirklichkeit und stellt damit die Weichen für die empirische Erforschung visueller Stadtdarstellungen. 

Marent, Johannes (2016). Istanbul als Bild. Eine Analyse urbaner Vorstellungswelten. Bielefeld: transcript Verlag


Buchcover: Interviews mit Kindern führen – Eine praxisorientierte Einführung.

Susanne Vogl

Interviews mit Kindern führen: Eine praxisorientierte Einführung.

Die Einführung umreißt Fähigkeiten von Kindern, stellt methodologische Hintergründe von Befragungen (und Gruppendiskussionen) vor und gibt Tipps für die Planung und Durchführung von Interviews mit Kindern.

Das Buch »Interviews mit Kindern führen« gibt einen praxisorientierten Leitfaden für die Planung und Durchführung von Befragungen mit Kindern. Aus multidisziplinärer Perspektive werden verbale, kognitive und interaktive Fähigkeiten von Kindern in ihrer Entwicklung umrissen, methodologische Hintergründe von Befragungen vorgestellt und Implikationen für den Einsatz von Interviews und Gruppendiskussionen bei Kindern aufgezeigt. Ziel ist die Vermittlung von Kenntnissen über Voraussetzungen bei der Befragung von Kindern, um für das jeweilige Forschungsprojekt informierte und gut begründete Entscheidungen in allen Phasen des empirischen Forschungsprozesses treffen zu können.

Vogl, S. (2015). Interviews mit Kindern führen: Eine praxisorientierte Einführung. Reihe: Grundlagentexte Methoden. Weinheim: Beltz Juventa.


Buchcover: Family Dynamics after Separation. A Life Course Perspective on Post-Divorce Families

Ulrike Zartler, Valerie Heintz-Martin, Arránz Becker Oliver (eds)

Family Dynamics after Separation
A Life Course Perspective on Post-Divorce Families


In many Western societies, there has been a tremendous increase in family diversity over the course of the past few decades, resulting in a considerable prevalence of non-traditional family forms. The increased instability of marital and non-marital unions entails new challenges for both parents and children. In this special issue, family studies scholars from different disciplines examine from a life course perspective how re-partnering processes work and how family relationships are rearranged in order to adapt to the altered needs and requirements of post-separation family life. From a life course perspective, partnership and parenthood biographies have become more complex, which has challenged the notion of a “normative biography” of life-long marriage and the formation of a nuclear family with shared biological children. Thus, many individuals face the challenge of rearranging their lives after a separation of divorce, which includes not only the search for a new partnership, but also the redefinition of existing ties to one’s ex-partner (and often co-parent) and to one’s biological and social children. Family life often becomes regulated legally (e.g. via custody arrangements), and even the basic definitions of the boundaries of post-separation families may be blurred. The authors illustrate that post-divorce families are complex social units and that the involved individuals actively create their life courses in a social process.

Zartler, Ulrike / Heintz-Martin, Valerie / Arránz Becker, Oliver (eds) (2015). Family Dynamics after Separation. A Life Course Perspective on Post-Divorce Families. Special Issue of the Journal of Family Research / Sonderheft der Zeitschrift für Familienforschung, 10 (2015).


Ulrike Froschauer, Manfred Lueger (Hg.)

Organisationen zwischen Dynamik und Stabilität

Moderne organisationstheoretische Ansätze sehen den Schlüssel zum Verstehen von Organisationen in der Analyse deren Prozesse. Organisationen, das zeigen die Beiträge in diesem Band, können der ständigen internen Dynamik nicht entrinnen. Dieses Phänomen produziert eine typische Ambivalenz: Selbst wenn sich eine Organisation gegen Veränderungen wehrt, muss sie permanent Strategien der Abwehr entwickeln; und wenn eine Organisation höchst flexibel ist, so braucht sie doch stabile Bereiche, um ihre Identität zu sichern. Diese Dynamik liegt nicht bloß an den Individuen, denen man eigenwilliges Verhalten unterstellen könnte, sondern an der Komplexität von Wechselwirkungen sozialer und kollektiver Aktivitäten. Eine interpretative Organisationsforschung stellt genau diese interaktive Koordination ins Zentrum. Entsprechend dieser Vorstellung greifen die Beiträge in diesem Band verschiedene Fragestellungen im Zusammenhang mit Emergenz und Steuerbarkeit organisationaler Dynamik auf.

Froschauer, Ulrike/ Lueger, Manfred (2015). Organisationen zwischen Dynamik und Stabilität. Wien: facultas.wuv


Julia Edthofer, Assimina Gouma, Petra Neuhold, Bettina Prokop, Christoph Reinprecht, Paul Scheibelhofer

Das geheime Leben der Grätzeln. Ein Stadtforschungsprojekt mit Jugendlichen.

Was entdecken Jugendliche, wenn sie ihren Stadtteil - ihr Grätzel - erforschen? Wie strukturieren Migration, Mehrsprachigkeit und Geschlechterrollen diese Räume?
Das Buch dokumentiert ein besonderes Forschungsprojekt, in dem SchülerInnen zweier Wiener Hauptschulen gemeinsam mit SozialwissenschaftlerInnen der Universität Wien untersuchen, wie sich urbane Lebenswelten aus der Jugendperspektive heute darstellen. Neben den zentralen wissenschaftlichen Ergebnissen wird der dialogisch angelegte Forschungsprozess (selbst)kritisch reflektiert.
So gelingt es, die oftmals ausgeblendete Perspektive von Jugendlichen auf die Stadt differenziert darzulegen und Impulse für eine zeitgemäße, kritische Stadtforschung zu geben.

Edthofer, Julia/ Gouma, Assimina/ Neuhold, Petra/ Prokop, Bettina/ Reinprecht, Christoph/  Scheibelhofer, Paul (2015). Das geheime Leben der Grätzeln. Ein Stadtforschungsprojekt mit Jugendlichen. Wien: mandelbaum verlag


Andreas Kranebitter

Zahlen als Zeugen, Soziologische Analysen zur Häftlingsgesellschaft des KZ Mauthausen.

Die nationalsozialistischen Konzentrationslager und ihre so genannten „Häftlingsgesellschaften“ stellen die soziologische Forschung vor eine permanente Herausforderung: Kann ein derartiger Ausnahmezustand überhaupt mit den „herkömmlichen“ Konzepten und Methoden der Soziologie erfasst werden? Die Antwort darauf fällt in der Forschung unterschiedlich aus, die Basis der Analysen bildeten allerdings stets qualitative Methoden, die sich mit den Memoiren der Überlebenden beschäftigten. Mit dem vorliegenden Band leistet der Autor einen wichtigen Beitrag zu diesen Debatten. Ausgehend von fundierten statistischen Analysen der Daten zu über 166.000 namentlich bekannten Häftlingen des KZ Mauthausen legt die Untersuchung Muster hinter Phänomenen wie der „täglichen Sterblichkeit“ frei und lässt tradierte Bilder von Häftlingsgruppen wie den „Kriminellen“ in einem neuen Licht erscheinen. Durch den Blick auf neue Methoden rückt der Autor einen neuen und einzigartigen Quellen-Fundus ins Zentrum der Analyse. Die Ergebnisse und Interpretationen der statistischen Berechnungen führen zu aufschlussreichen Aussagen über die Konstituierung der „sozialen Ordnung“ der Häftlingsgesellschaft.

Kranebitter, Andreas (2015). Zahlen als Zeugen, Soziologische Analysen zur Häftlingsgesellschaft des KZ Mauthausen. Wien: new academic press


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