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Neuerscheinungen - Monographien
2005 - 2009


Ulrike Froschauer, Manfred Lueger

Interpretative Sozialforschung

Der Band zeigt, wie die methodologischen Grundlagen interpretativer Sozialforschung bei der Organisierung und Planung des Forschungsprozesses systematisch umgesetzt werden können. Die einzelnen Schritte eines Forschungsdesigns von der Formulierung der Fragestellung bis hin zur Berichterstellung werden beschrieben und an einem konkreten Forschungsbeispiel erläutert.

Ulrike Froschauer / Manfred Lueger (2009). Interpretative Sozialforschung: Der Prozess, Wien, facultas wuv UTB


Steffen Mau, Roland Verwiebe

Die Sozialstruktur Europas
 
Dieses Lehrbuch thematisiert die Sozialstruktur Europas aus den Perspektiven der vergleichenden Forschung und der europäischen Integration. Der Gesellschaftsvergleich beinhaltet eine umfassende Darstellung unterschiedlicher Aspekte der Sozialstruktur europäischer Länder. Im Vordergrund stehen institutionelle Arrangements, Bevölkerung und Familie, Migration, Wirtschaft und Erwerb, Bildung, Ungleichheit und Lebensqualität. Weiterhin wird untersucht, ob wir vor dem Hintergrund historischer Gemeinsamkeiten und gegenwärtiger europäischer Vergemeinschaftung von einer Europäisierung der Sozialstrukturen sprechen können. Dabei geht es um neue Ungleichheitsmuster, die Verflechtung zwischen den nationalen Gesellschaften und die Wahrnehmung Europas durch seine Bürger.

Mau, Steffen; Verwiebe, Roland (2009): Die Sozialstruktur Europas. UTB 3145. ISBN 978-3-8252-3145-3.


Ursula Till-Tentschert, Irina Vana

In Armut aufwachsen

Empirische Befunde zu Armutslagen von Kindern und Jugendlichen in Österreich
Wenn von Armut gesprochen wird, lösen Bilder von Kindern eine besonders große Betroffenheit aus. Kinderarmut verletzt bei den meisten Menschen das Empfinden von sozialer Gerechtigkeit. Insofern ist es verwunderlich, dass es wenig Berichterstattung und Analysen zu benachteiligten Lebenssituationen
von Kindern und Jugendlichen in Österreich gibt. Im aktuellsten Bericht der Statistik Austria zu Einkommen, Armut und Lebensbedingungen 2006 wurden rund 250.000 Kinder und Jugendliche als armutsgefährdet ausgewiesen. Sie haben keine Möglichkeit aus eigener Anstrengung ihre Lage zu verändern. Armut in frühen Lebensphasen ist prägend für die späteren Entwicklungs- und Teilhabechancen. In Armut aufzuwachsen, bedeutet Nachteile in schulischer und beruflicher Ausbildung, in den familiären Beziehungen und Interaktionen, in der Freizeit und den Interaktionen in Gleichaltrigengruppen.

Die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und die Europäischen Regierungen haben die Bekämpfung von Kinderarmut als Schwerpunkt auf die politische Tagesordnung gesetzt und Kinderarmut als Verletzung von Menschenrechten anerkannt. Erstmals wurde auch von der österreichischen
Regierung im Strategieplan zur sozialen Eingliederung 2006-2008 die Reduzierung von Kinderarmut als politisches Ziel formuliert. Die empirische Grundlage für den öffentlichen Diskurs, Planung und Evaluierung sozialpolitischer Maßnahmen zur Sicherung des Kindeswohls ist eher dürftig. In der Armutsforschung wurden Kinder, wenn überhaupt, als Mitbetroffene thematisiert.

Der vorliegende Bericht ist das Ergebnis eines einjährigen Forschungspraktikums für Studierende im dritten Abschnitt am Institut für Soziologie der Universität Wien im Studienjahr 2007/2008. Sie haben versucht, eine Bestandsaufnahme der sozialen Lage von Kindern und Jugendlichen zu machen. Zu vielen Bereichen, wie Freizeit oder soziale Partizipation, sind kaum Daten vorhanden. Auch werden Kinder und Jugendliche in Studien meist nicht selbst befragt und daher in der Sozialberichterstattung oft ausgeblendet.

Till-Tentschert, Ursula; Vana, Irina (Hrsg.) (2009): In Armut aufwachsen. Empirische Befunde zu Armutslagen von Kindern und Jugendlichen in Österreich. Wien, Universität Wien, Institut für Soziologie. ISBN 978-3-901298-41-7.


Wolfgang Schulz

Soziologie

Für Studierende der Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaften

Das Buch bietet eine kompakte Einführung in die Soziologie; den einzelnen Kapiteln liegen drei große Themenkreise zugrunde: der erste befasst sich mit den methodischen Grundlagen, mit Problemstellungen soziologischer Theorien, der Entwicklung der empirischen Sozialforschung und wissenschaftstheoretischen Grundlagen. Ein weiterer großer Abschnitt bezieht sich auf die Makro-Perspektive der Gesellschaftsentwicklung - von evolutionstheoretischen Grundlagen über die verschiedenen Phasen (vorindustrielle Gesellschaften, Industrialisierung) bis zu den aktuellen Problemen (Bevölkerungsentwicklung, Ökologie) und den weltweiten Entwicklungsprozessen zwischen der "Ersten" und der "Dritten" Welt. Der dritte Themenkreis umfasst mikrosoziologische Perspektiven und klassische Forschungsgebiete: es werden die Grundlagen menschlichen Verhaltens - Lernen, Sozialisation und Gruppeneinfluss - behandelt und die Themenfelder soziale Ungleichheit, Familie, Arbeit und Delinquenz vorgestellt. Jedes Kapitel gibt einen Einblick in die Entwicklung und den aktuellen Diskussionsstand des jeweiligen Gebietes und weist sowohl auf die klassische als auch aktuelle Literatur hin.

Schulz, Wolfgang (2008): Soziologie. Wien - Graz, Neuer Wissenschaftlicher Verlag. ISBN 978-3-7083-0573-8.


Rudolf Forster

Forschungs- und Anwendungsbereiche der Soziologie

Die Soziologie präsentiert sich heute als eine hochgradig spezialisierte Wissenschaft und beweist dabei ihre wissenschaftliche und praktische Relevanz. Dieses Buch wendet sich an Studierende der Sozialwissenschaften und an Personen, die sich für die unterschiedlichen Facetten des rapiden Wandels der spätmodernen Gesellschaft interessieren. Es zeigt für 18 ausgewählte Forschungsbereiche die Vielfalt soziologischer Konzepte und Perspektiven auf und bietet einen komprimierten Einblick in klassische und aktuelle Forschungsarbeiten und deren Ergebnisse.

Forster, Rudolf (Hrsg.) (2008): Forschungs- und Anwendungsbereiche der Soziologie. Wien, Facultas Verlag. ISBN: 978-3-7089-0270-8.


Sighard Neckel

Flucht nach vorn

Die Erfolgskultur der Marktgesellschaft

In der Gesellschaft der Gegenwart hat die »Pflicht zum Erfolg« eine allgemeine Kulturbedeutung angenommen – in privaten Lebenswelten, im beruflichen Alltag, in der heutigen Ökonomie. Unfähig, die gesellschaftlichen Probleme zu lösen, welche der Markt hinterlässt, tritt der kulturelle Kapitalismus unserer Zeit im Erfolgskult die Flucht nach vorn in eine Lebensform an, in der das Ökonomische mehr oder minder subtil das Handeln, die Gefühle und die Sinnwelten regiert. Doch kehren im neuen Gewand auch alte Gegensätze zurück: Erfolg und Scheitern, Arm und Reich, Gewinner und Verlierer. Und hinter der allgegenwärtigen Rede von »Leistung« verbirgt sich der Vorrang des reinen Marktprinzips. Sighard Neckel rückt der Vermarktlichung der Gesellschaft mit kultursoziologischen Studien zu Leibe, die vor allem die Selbsttäuschungen und Paradoxien der heutigen Erfolgskultur aufdecken.

Neckel, Sighard (2008): Flucht nach vorn. Die Erfolgskultur der Marktgesellschaft. Frankfurt/New York, Campus-Verlag. ISBN: 978-3- 5933-8758-1.


K. Scanlon and C. Whitehead. With an article by Ch. Reinprecht and C. Levy-Vroelant.

Social Housing in Europe (II)

A review of policies and outcomes

This is the second book to be produced by a multidisciplinary group of housing experts that was set up as a result of an initiative by a number of French academics based at different Paris universities. The group was organised through the GIS Reseau Socio-Economie de I'Habitat network, which receives support from the PUCA (Plan Urbain Construction Amenagement, the Research Office of the Ministry of Capital Works and Housing). Since publication of the first book, Social Housing in Europe, the group has met three times. In November 2007 a major international conference was organised in Paris, by the GIS. The papers presented there, together with a great deal of further input by authors, form the basis for this text. Since then the group has met in Vienna and in Dublin to discuss a range of issues core to the continued development of social housing and will work further on issues of both principles and policy over the next year. We are extremely grateful for all those who have supported these meetings and for their interest in ensuring the work can continue.

Scanlon, K.; Whitehead, C. (Eds.) (2008): Social Housing in Europe II. A review of policies and outcomes. London, London School of Economics and Political Science. ISBN: 978-0-85328-313-3.


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