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IfS Working Papers

Veröffentlichungen

2017

IfS Working Paper 02/2017

From Theory to Practice.
The Intersectionality Theory as a Research Strategy

Alba Angelucci

What is the Intersectionality Theory? How can it be used for investigating social phenomena? This paper is aimed at scrutinizing the methodological challenges that the wide application of the Intersectionality Theory in social sciences has brought to light  presenting some practical examples of intersectional research. After showing strengths and weaknesses of the intersectional paradigm, this work will try to rebut some of the most relevant criticisms of the Intersectionality Theory which have emerged so far withi  the academic debate. Then, the paper will discuss how it is possible to minimize potential drawbacks and to foster positive aspects of this approach, delineating an intersectional method, which can be used as a guideline to direct eventual future intersectional research.


IfS Working Paper 01/2017

Aktant_innen von Alter in Interviews.
Eine agentiell-realistische Erweiterung des "doing age"

Grit Höppner

Informiert durch den agential realism Karen Barads erweitert dieser Beitrag das sozialkonstruktivistische Konzept des „doing age” um zwei materialitätsbezogene Perspektiven. Er arbeitet zum einen heraus, dass Alter ein sprachlich vermittelter und zugleich körperlicher Herstellungsprozess ist und weist zum anderen auf die Funktion hin, die Dinge im Rahmen dieses Herstellungsprozesses spielen. Der Begriff der Aktant_innen fasst diese situativen Verkettungen von Sprache und Körper, von Menschen und Dingen. Dieses theoretisch breit angelegte Verständnis der Herstellung von Alter wird anhand von Interviewdaten illustriert. Der Beitrag zeigt, welchen Mehrwert die materiale Erweiterung von „doing age” für die soziologische Altersforschung hat und betont das bisher unterschätzte Potential zur Erhebung und Analyse von körperlichen Vollzügen in der Interviewforschung.

 



2016

IfS Working Paper 01/2016

Bildung im Dritten Lebensalter.
Potentiale und Zugangsbarrieren der Bildung in der nachberuflichen Phase.

Anna Wanka und Vera Gallistl

In unserer heutigen Gesellschaft sind soziale Rollen älterer Menschen freier gestaltbar geworden - die ehemals als „Ruhestand“ bezeichnete Zeit der Pension stellt zunehmend eine Zeit flexibler Freizeitgestaltung und Selbstverwirklichung dar. In dieser neuen „Lebensphase Alter“ nimmt Bildung eine wichtige Rolle ein. Doch ist Bildung nach dem Erwerbsleben ebenso selektiv wie in jüngeren Jahren? Selektionsprozesse der nachberuflichen Bildung und ihr Einfluss auf die Lebenschancen im Alter werden noch selten von der Bildungsforschung thematisiert. Der vorliegende Artikel fragt nach der Strukturierung ungleicher Zugangschancen und Barrieren zu Bildung im Alter. Empirische Erkenntnisse für Österreich basieren auf der fünften Welle des Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE 2013). Sie zeigen eine geringere Bildungsbeteiligung im (höheren) Alter, die allerdings weniger vom biologischen Alter an sich, sondern stärker vom Bildungshintergrund und dem subjektivem Gesundheitszustand älterer Menschen beeinflusst wird. Ältere Menschen nehmen nicht durch altersbedingte Abbauprozesse weniger häufig an Bildung teil, sondern leben in sozialen Umwelten, die weniger förderlich auf (formale und non-formale) Bildungstätigkeit im herkömmlichen Sinne wirken. Dagegen spielen andere, informellere Bildungsformen im Alter eine wichtigere Rolle. Besonderes Potential zur Förderung von Bildungsaktivität im Alter zeigt der Übergang in die nachberufliche Phase als „window of opportunity“ in Kombination mit praxisorientierten Lernformen.


IfS Working Paper 02/2016

Woher man kommt, wohin man geht.
Junge IndustriearbeiterInnen in Österreich.

Carina Altreiter

Im öffentlichen Diskurs dominiert die Vorstellung, dass gerade für die junge Generation alles möglich sei. Im Vergleich zur Generation der Eltern oder Großeltern können junge Menschen aus einem Pool von Möglichkeiten auswählen und sind in der Gestaltung ihres Lebens kaum mehr an Grenzen sozialer Herkunft gebunden. Auch in den Sozialwissenschaften haben sozioökonomische Aspekte vor dem Hintergrund der Popularität der Individualisierungsthese an Bedeutung verlorenen. Das Paper zeigt unter Rückgriff auf den theoretischen Baukasten von Pierre Bourdieu am Beispiel von drei jungen Industriearbeitern, wie soziale Herkunft und der Habitus Berufsverläufe aber auch die Bedeutung von Arbeit strukturieren.

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