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Wissen / Kultur / Bildwelten

Gemeinsame Basis des Schwerpunktes sind wissenssoziologische Theorien in unterschiedlichen Ausprägungen. In theoretischer Hinsicht ist die Wissenssoziologie eine an soziologische Klassiker (wie Georg Simmel, Max Weber, Karl Mannheim, Alfred Schütz, George Herbert Mead, Peter Berger, Thomas Luckmann, Harold Garfinkel, Erving Goffman) anschließende Sozial- und Gesellschaftstheorie und repräsentiert eine spezifische Ausrichtung der Allgemeinen Soziologie. Ihre interdisziplinäre Ausrichtung zeigt sich bereits in ihrer Verwurzelung in der philosophischen Anthropologie, der Hermeneutik, der Phänomenologie, den Bildwissenschaften u.a.m.  Die interdisziplinäre und komparative Ausrichtung zeigt sich aber auch empirisch im Verstande einer angewandten Kultursoziologie. Untersuchungsgegenstand sind unterschiedliche Wissensbestände, Wissensformationen und  Wissenssemantiken in kultur- und zeitübergreifender Perspektive.

Der Arbeitsschwerpunkt Wissen / Kultur / Bildwelten befasst sich mit Theorieentwicklung sowie wissens- und kultursoziologisch orientierter Forschung in verschiedenen Themenfeldern mit einer Ausrichtung auf Interpretative Sozialforschung bzw. qualitative Methoden und Methodologien.

Gegenstand empirisch-theoretischer Untersuchungen sind u.a.

  • Neue Formen von Sozialität und Hybridität (Mensch-Technik-Interaktion)
  • Dynamiken des Wandels materialer Kultur
  • Kulturwandel durch Medienwandel (Mediatisierung)
  • Wandel medialer Öffentlichkeiten
  • Visuelle Kommunikation in analogen und digitalen medialen Welten  
  • Expertise, Professionalität und Kompetenz
  • kulturell-symbolische Grenzziehungsprozesse
  • kulturelle Dimensionen von Märkten und ökonomischem Handeln
  • Interkulturelle Kommunikation in Unternehmen
  • transnationale Migrationsprozesse aus biographischer Perspektive
  • neue Formen symbolischer Ordnungen in Bildwelten
  • Performative Bilddiskurse in gesellschaftlichen Ordnungsprozessen (Geschlecht, Migration/Flucht)
  • Geschlechterwissen im Wandel sozialer Ordnung
  • Sichtbarkeiten und Unsichtbarkeiten in sozialen Systemen

In den letzten Jahren hat sich hier ein spezifischerer Schwerpunkt Visuelle Soziologie entwickelt, in dem vor allem die bildliche Generierung, performative Gestaltung und Repräsentation von Wissen durch verschiedene Medien im gesellschaftlichen Alltag im Fokus liegt. Dieser Arbeitsschwerpunkt ist Teil des interdisziplinären Forschungsschwerpunktes Visual Studies in Social Sciences an der Fakultät für Sozialwissenschaften.

Der Arbeitsschwerpunkt Wissen / Kultur / Bildwelten kooperiert zudem mit den Forschungsschwerpunkten Knowledge Societies in Turbulent Times: Science, Materialities and Public Spaces und Gender und Transformation der Fakultät für Sozialwissenschaften und mit dem Forschungsverbund Gender and Agency der Universität Wien.

Institut für Soziologie
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