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Abgeschlossene Drittmittelprojekte am IfS

Titel / Laufzeit / Projektleitung

GranD Cities - Green and Diverse Cities. The social impact of urban policies for sustainability in comparative  perspective / 2016-2018 / Roberta Cucca, Yuri Kazepov

Mediatisierung als Geschäftsmodell III: Gegenentwürfe und Wendepunkte im Mediatisierungsprozess / 2015-2017 / Michaela Pfadenhauer

Optimizing the Workplace of ELderly Laborers: BE IN Good health! (WELLBEING) / 2014-2017 / Franz Kolland

Überstunden in Österreich - Entstehung und Verbreitung von Überstunden in Österreich, Umgang mit Überstunden im internationalen Vergleich / 2015-2016 / Jörg Flecker

Frauen, die anders gründen. Biografische Konstruktion unternehmerischer Identität in männerdominierten Branchen / 2014-2016 / Andrea Smioski

Third ISA Forum of Sociology (July 10-14, 2016) / 2014-2016 / Rudolf Richter

DIVERCITIES “Governing Urban Diversity: Creating Social Cohesion, Social Mobility and Economic Performance in Today's Hyperdiversified Cities” / 2013-2017 / Yuri Kazepov

Changing Families and Sustainable Societies: Policy Contexts and Diversity over the Life Course and Across Generations (FamiliesAndSocieties) / 2013-2017 / Rudolf Richter

Familie als Netzwerk materiell-diskursiver Praktiken: Onto-epistemologische Grundlagen für die Definition von Menschen und deren Beziehungen und die Konsequenzen für die Familienforschung / 2016-2017 / Cornelia Schadler

ANKA - Elterliche Aushandlung der Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit nach der Elternkarenz / 2016 / Eva-Maria Schmidt

24-Stunden-Betreuung in Niederösterreich (24-hour Care Work in Lower Austria) / 2014-2015 / Franz Kolland

Migrantische Unternehmen in Österreich (Onlineerhebung) / 2015-2016 / Hilde Weiss

Arbeit und technischer Wandel in der Kreativwirtschaft. Erwerbsbiographien zwischen lokalen kreativen Milieus und Perspektiven virtueller Arbeit / 2014-2016 / Jörg Flecker

INSPIRES “Innovative Social and Employment Policies for Inclusive and Resilient Labour Markets in Europe” / 2013-2016 / Yuri Kazepov

SEFIRA: Socio-Economic implications For Individual Responses to Air pollution policies in EU +27 / 2013-2016 / Yuri Kazepov

Widerstand gegen den NS und seine intergenerationale Tradierung in österreichischen Familien / 2013-2016 / Maria Pohn-Lauggas

COST Action IS 1202 ‚Dynamics of Virtual Work’ / 2012-2016 / Jörg Flecker

IMPROVE Poverty Reduction in Europe: Social Policy and Innovation / 2012-2016 / Yuri Kazepov

Bedürfnisse älterer Menschen in der Gesundheitsversorgung / 2015 / Franz Kolland

Besiedelungsmonitoring Seestadt Aspern / 2015 / Christoph Reinprecht

Migration und Zusammenleben in Wien / 2014-2015 / Roland Verwiebe

Modulare Informations- und Kollaborationsplattform zur Unterstützung des selbstbestimmten Lebens älterer Menschen (SMARTCAREBASE) / 2013-2015 / Franz Kolland

Ubiquitous Information for Seniors' Life (UISEL) / 2013-2015 / Franz Kolland

Einfluss der Migration auf Leistungserbringung und Inanspruchnahme von Pflege- und Betreuungsleistungen in Wien / 2013-2015 / Christoph Reinprecht

Evaluation of the legislation, policy and practice on child participation in the EU / 2013-2015 / Ulrike Zartler

Das geheime Leben der Grätzel - SchülerInnen schreiben Stadtgeschichte(n) / 2012-2015 / Christoph Reinprecht

The TRANSLAB Project. Cross-Border Labour Mobility, Transnational Labour Markets and Social Differentiation in the Central European Region / 2012-2015 / Roland Verwiebe

Lebensqualität in Wien im 21. Jahrhundert / 2012-2015 / Roland Verwiebe

Berufsverläufe von Akademikern mit Migrationshintergrund / 2010-2015 / Roland Verwiebe

Arbeitsmarktflexibilisierung, Entstandardisierung von Berufsverläufen und wachsende Ungleichheit / 2005-2015 / Roland Verwiebe

Marie Jahoda Summer School of Sociology 2014: Public Spaces and Inequalities in Transition – Rethinking the Urban Fabric / 2014 / Christoph Reinprecht

Vermögensstudie / 2013-2014 / Christoph Reinprecht

Wohnen im Wohnhochhaus: Wohnen und Wohnqualität in Wiener Wohnhochhäusern / 2013-2014 / Christoph Reinprecht

Altern im Kontext der Migration. Herausforderungen der sozialen und kulturellen Diversität der älteren Bevölkerung für Österreichs Städte und Gemeinden / 2013-2014 / Christoph Reinprecht

Nationalism and antisemitism in postnational Europe: A comparative discourse analytical study on the current economic crisis in Austria and England / 2013-2014 / Karin Stögner

Integration durch Konsum? "Einheimische" Kundschaft im migrantischen Lebensmittelhandel / 2012-2014 / Michael Parzer

Cool towns for the elderly – protecting the health of elderly residents against urban heat (STOPHOT) / 2011-2014 / Franz Kolland

GINI - Growing inequalities´ impacts in Austria / 2012-2013 / Roland Verwiebe

Aufwachsen in muslimischen Milieus – Familiäre Beziehungen bildungserfolgreicher junger Erwachsener / 2012-2013 / Hilde Weiss

Religiöse Orientierungen und Lebensstile von Muslimen im Generationenwandel: ein Vergleich zwischen der ersten und zweiten Generation in Österreich / 2009-2012 / Hilde Weiss

Ältere ArbeitnehmerInnen in Handelsunternehmen / 2010-2011 / Franz Kolland

Länger arbeiten in der geriatrischen Pflege und Betreuung (LAP) / 2010-2011 / Franz Kolland

Break-Out im migrantischen Lebensmitteleinzelhandel. Eine empirische Untersuchung von Markt(um)orientierung „türkischer“ Lebensmittelgeschäfte in Wien / 2010-2011 / Michael Parzer

Soziologie der Mülltrennung / 2010-2011 / Christoph Reinprecht

 


GranD Cities - Green and Diverse Cities. The social impact of urban policies for sustainability in comparative  perspective
Laufzeit: 2016-2018
Fördergeber: MARIE SKŁODOWSKA-CURIE ACTIONS

Kurzbeschreibung:
The need for more sustainable cities has been considered a key point of global strategy for the future and one of the most important aims of the EU strategy for the urban environment. However, sustainability can also be described as one piece of rhetoric; far from being an effective paradigm, being too broad, vague and economically-centred, and with no specific social dimensions clearly set out. Although the attention to social inclusion, especially in the most deprived urban areas, is an important pillar of urban sustainability, a clear evaluation of the social impacts of sustainability programs in EU Cities is still missing. This investigation aims to fill this gap, by analysing, in comparative perspective, the social impacts of green urban renewal in Europe. By selecting as case studies Vienna and Copenhagen, two cities that have been particularly successful in implementing policies for environmental sustainability, the research project aims to identify intended and unintended impacts of these strategies in terms of social and spatial inequality among social groups. The project will adopt the following research strategies: quantitative data gathering; interviews with key informants in cities; ethnographic research in areas of the cities affected by green urban renewal and programs for sustainability; comparative analysis of data and information.

Ansprechpersonen:
Marie Curie Fellow: Roberta Cucca
Supervisor: Yuri Kazepov


Mediatisierung als Geschäftsmodell III: Gegenentwürfe und Wendepunkte im Mediatisierungsprozess
Laufzeit: 2015-2017
Fördergeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (im Rahmen des Schwerpunktprogramms 1505 „Mediatisierte Welten“)

Kurzbeschreibung:
Ausgangspunkt für die Forschung, die in der dritten und letzten Phase des von der DFG geförderten Schwerpunktprogramms 1505 „Mediatisierte Welten“ erfolgt, sind empirische Hinweise darauf, dass der medientechnologische Fortschritt und das normalisierte Medienhandeln in mediatisierten Welten (nicht-intendierte) Nebenfolgen zeitigt. Diese Nebenfolgen werden unter verschiedenen Begriffen und Aspekten diskutiert und werden zum Gegenstand alltäglichen Handelns wie unternehmerischer Strategien. Unser Ausgangspunkt ist also die Feststellung, dass Mediatisierung in ihren wahrnehmbaren Konsequenzen bzw. Begleiterscheinungen dergestalt von einem latenten Hintergrundprozess zu einem manifesten Problem (gemacht) wird. Auch in diesem Projekt wollen wir an unserem Fokus auf Anbieter, d. h. an Kommerzialisierung als Kontext von Mediatisierung festhalten. Auf Nebenfolgen reagieren Anbieter einerseits, indem sie öffentlich thematisierte Folgen, d. h. Ambivalenzen und Risiken des verbreiteten Medienhandelns und evozierter Formen des Rückzugs, der Privatisierung oder der Anonymisierung in der kommerziellen Gestaltung und Verbreitung von Medientechnologien aufgreifen. Andererseits sind kommerzielle Akteure mit ökonomisch riskanten Nebenfolgen ihrer eigenen, früheren Mediatisierungsmaßnahmen konfrontiert und reagieren, indem sie versuchen, Nutzeraktivitäten in den von ihnen bereitgestellten Medienumgebungen zu de-quantifizieren, zu ent-schleunigen, zu de-optionalisieren etc. Weil diese drastischen Modifikationen der technischen Funktionsgrundlagen und der Benutzeroberflächen digitaler Medien das medienbezogene Handeln aller Nutzer betreffen, ist mit ihnen zumindest impliziert, dass sich die Kernaktivitäten in mediatisierten Welten nachhaltig verändern. Handlungsentwürfe und Maßnahmen, die gezielt gegen verschiedene Mediatisierungstendenzen gerichtet sind, beschreiben und analysieren wir im Projekt unter dem Titel De-Mediatisierung.
Wie in der ersten und zweiten Phase des Teilprojektes werden kommerziell bereitgestellte und betriebene Medienumgebungen heuristisch als Gegenstand spannungsreicher Wechselwirkungen zwischen Konzeption, Angebot, Verbreitung, Aneignung und Anpassung und damit als Aushandlungsfläche des sozio-technischen Wandels von Kultur verstanden. Gegenstand in der dritten Phase sind nun gezielt solche Fälle und Forschungsfelder, die von Anbietern als mögliche Lösung für die permanente Nebenfolgenanfälligkeit digitaler Angebote bzw. als Antwort auf Problematisierungen von und Kritiken an Mediatisierungstendenzen, wie sie sich in Alltagspraktiken der Mediennutzung und -beurteilung und in öffentlichen Diskursen niederschlagen, verstanden werden.
Das Projekt zielt erstens darauf, das Verständnis für reflexive Gegenentwürfe im Rahmen der Kommodifizierung digitaler Medien und deren Konsequenzen zu vertiefen. Zweitens soll der bislang als fortschrittsgetrieben verstandene Mediatisierungsprozess auf reflexivmoderne Wendepunkte hin betrachtet werden, an denen Mediatisierungskonsequenzen dezidiert hinterfragt und Alternativen entwickelt werden, die im Hinblick auf ihre mögliche Institutionalisierung zu rekonstruierten sind. Damit wird drittens die bereits aufgenommene Theorie- und Methodologiearbeit weitergeführt, mit der die in den drei Förderungsperioden gewonnenen Einsichten zum Prozess Reflexiver Mediatisierung integriert und ein prozessanalytisches Instrumentarium für Mediatisierungsforschung bereitgestellt werden sollen.

Weitere Informationen: www.mediatisiertewelten.de

Ansprechperson: Michaela Pfadenhauer


Optimizing the Workplace of ELderly Laborers: BE IN Good health! (WELLBEING)
Konsortialprojekt
Laufzeit: 2014-2017
Fördergeber: AAL-Joint Programme (EU)

Kurzbeschreibung:
Arbeitsbedingt verbringen viele ältere Menschen (55+) den Tag sitzend, während sie ihrer Arbeit nachgehen. In Kombination mit nicht ergonomisch gestalteten Arbeitsplätzen und wenig Bewegung können ernsthafte Krankheiten entstehen. Des Weiteren nimmt im Alter die kognitive Leistungsfähigkeit ab, wobei jedoch der Stress Level zunehmend steigt. Dies führt zu einer Reduktion der Lebensqualität älterer Menschen durch physische (z.B. Rücken) sowie psychische (z.B. Stress) Beschwerden.
Im wellbeing-Projekt wird eine Plattform entwickelt, die sowohl ergonomische Aspekte berücksichtigt als auch physische Übungen, Ernährungs- und Stressmanagement anbietet um einen gesunden Lebensalltag am Arbeitsplatz sicher zu stellen. Dabei stehen die Bedürfnisse älterer Menschen ganz besonders im Vordergrund. Da ältere Menschen in sehr unterschiedlichen Branchen tätig sind, setzt das Projekt bei der Gemeinsamkeit der Arbeitnehmer an: der längerfristigen, sitzenden Tätigkeit. Dadurch ist die Zielgruppe des Projektes sehr divers und umfasst unter anderem SekretärInnen, TechnikerInnen, Rechtsanwälte usw. gleichermaßen.
Die Module der Plattform verwenden einen 3D Sensor zusammen mit einer Kamera, um Feedback zur Verfügung zu stellen und über ungesunde Lebenssituationen zu informieren (z.B. Sitzhaltung, falsche Ernährung, zu niedriger Wasserkonsum,…). Durch die Kombination mit sozialen Spielen wird die Bereitschaft, die Plattform zu nutzen, erhöht da der Spaß-Faktor enorm wichtig ist. Die Aufgabe des Soziologie-Instituts ist die Einbindung der End-AnwenderInnen während des gesamten Projektes durch Telefon-Interviews (ca. 500 ältere ArbeitnehmerInnen) und Usability-Analysen (mind. 55 ältere ArbeitnehmerInnen).
Partner:
•    CogVis (AT, Koordinator)
•    TU Wien, Computer Vision Lab (AT)
•    AIMC (AT)
•    FitBase (DE)
•    Smart Homes (NL)
•    INTRAROM (RO)
•    ISOIN (ES)

WEB: http://www.wellbeing-project.eu/

Ansprechpersonen: Franz Kolland, Sophie Psihoda, Anna Wanka


Überstunden in Österreich - Entstehung und Verbreitung von Überstunden in Österreich, Umgang mit Überstunden im internationalen Vergleich
Laufzeit: 2015-2016
Fördergeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

Kurzbeschreibung:
Das Forschungsprojekt soll eine Lücke in der Arbeitszeitforschung in Österreich schließen, indem es eine vertiefte Analyse von Überstunden mittels quantitativer und qualitativer Methoden vornimmt. Ergänzend werden internationale Beispiele der Regulierung von Überstunden beschrieben. Im Kern geht es um die Verbreitung von Überstunden nach Branchen, Berufen, Einkommensklassen, Geschlecht etc., um die Funktion von Überstunden für die Betriebe und die Beschäftigten, um das Entstehen von „Kulturen langer Arbeitszeiten“  und um Ansatzpunkte für die Begrenzung von Überstunden.
Die Analyse dieser komplexen Fragestellungen beruht auf drei Säulen

  • Die Auswertung des Mikrozensus von 2004 bis 2013, der Verdienststrukturerhebung 2010, des European Working Conditions Survey und des Arbeitsklimaindex
  • Betriebsfallstudien zur Analyse der Ursachen von Überstunden und zur Erfassung der gelebten Praxis langer Arbeitszeiten
  • Fallbeispiele zur Regulierung von Überstunden und Mehrarbeit in anderen EU-Mitgliedstaaten in Kooperation mit ExpertInnen in diesen Ländern

Das Projekt wird vom Institut für Soziologie der Universität Wien in Kooperation mit der Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA) durchgeführt. 

Ansprechperson: Jörg Flecker


Frauen, die anders gründen. Biografische Konstruktion unternehmerischer Identität in männerdominierten Branchen
Laufzeit: 2014-2016
Fördergeber: Wirtschaftskammer Wien

Kurzbeschreibung:
Trotz der wirtschaftlichen Bedeutung von Gründungen und Unternehmertum und in diesem Zusammenhang der steigenden Zahl unternehmerisch tätiger Frauen haben Unternehmerinnen bislang in wissenschaftlichen Arbeiten wenig Beachtung gefunden. Existierende Studien fokussieren auf Geschlechterdifferenzen im Gründungs- und Unternehmerverhalten sowie auf die Mehrfachbelastung von Frauen durch Unternehmen, Familie und Hausarbeit, die es durch entsprechende Unterstützungsangebote zu reduzieren gilt. Diese auf Aspekte der Benachteiligung ausgerichtete Perspektive verstellt jedoch den Blick auf erfolgreiche Unternehmerinnen. Sie verstellt außerdem den Blick auf die subjektive Sicht der Frauen darauf, wie sie sich als Unternehmerinnen etablieren und erleben. Es fehlen fundierte qualitative Untersuchungen, die Gründungsentscheidungen und –verläufe eingebettet in die Biografie der Gründerin rekonstruieren.

An diesen Blindstellen setzt das gegenständliche Projekt an. Mit dem Fokus auf Gründerinnen in männerdominierten Branchen werden die Herausbildung und Konstruktion unternehmerischer Identität zum Gegenstand einer empirischen Forschungsarbeit. Es soll ein Verständnis dafür geschaffen werden, in welchen Lebensphasen und durch welche biografischen Erfahrungen die Entscheidung zur Unternehmensgründung ausgelöst wird, wo diesbezüglich zentrale Wendepunkte im Leben identifiziert werden können und wie sich die alltägliche und immer wieder erneute Herstellung des „Soseins“ als Unternehmerin gestaltet. Dies geschieht anhand der Rekonstruktion von Gründungsprozessen im biografischen Verlauf. Das Augenmerk liegt dabei auf Frauen, die im Sinne des Konzepts vom „Normalunternehmertum“ wachstumsorientiert gründen, Vollzeit im eigenen Unternehmen arbeiten und MitarbeiterInnen beschäftigen.

Link

Ansprechperson: Andrea Smioski


Third ISA Forum of Sociology (July 10-14, 2016)
Laufzeit: 2014-2016
Fördergeber: International Sociological Association (ISA)

Kurzbeschreibung:
The ISA Forum of Sociology is designed as a mid-term meeting of the Research Committees, Working Groups and Thematic Groups of the International Sociological Association, combined with the Business Meeting of the ISA Research Council. The theme of the upcoming Forum is “The Futures We Want: Global Sociology and the Struggles for a Better World”. The upcoming Forum will be organized by Markus Schulz, current ISA Vice-President Research, in collaboration with the ISA Research Coordinating Committee and the Austrian Local Organizing Committee chaired by Rudolf Richter.

For more information please visit the LOC Website.

Ansprechpersonen: Rudolf Richter, Ida Seljeskog


DIVERCITIES “Governing Urban Diversity: Creating Social Cohesion, Social Mobility and Economic Performance in Today's Hyperdiversified Cities”
Laufzeit: 2013-2017
Fördergeber: FP7 der EU

Kurzbeschreibung:
The principal aim of this project is to provide evidence for the range of social and socio- outcomes that may emerge from greater urban diversity, particularly its positive aspects, and to document and highlight the significant role that urban policy and local governance arrangements can play in developing and stimulating those positive outcomes.

Cities are becoming more diverse, because of increasing immigration, increasing diversity associated with this migration, different lifestyles within and between groups, spatial segregation in terms of ethnicity, and socio-economic variables, leading to a diversity of opportunities for different groups. Thus, we call the European city a hyper-diversified city. In order to realise positive developments of diversity, new governance arrangements are needed to increase the interaction and communication between diverse groups and to facilitate social and economic developments.

We specifically want to describe, document, and critically analyse policies, initiatives, and arrangements that explicitly or implicitly aim at profiting from urban diversity. We will use a broad and deep comparative frame to draw out the key factors that shape their success (or failure) and identify the barriers and opportunities to the implementation of successful urban policy programmes in other cities. The wider significance of this study is related to our firm belief that urban diversity is an asset: it can be used to stimulate urban, national and European economies and create more harmonious and creative cities. Having this as the central theme of our project and recognising the challenges of governing cohesion and diversity in urban contexts, this project will result in innovative governance instruments that will increase the participation of a diversity of urban groups in urban society.

Webseite: http://www.urbandivercities.eu/

Ansprechperson: Yuri Kazepov


Changing Families and Sustainable Societies: Policy Contexts and Diversity over the Life Course and Across Generations (FamiliesAndSocieties)
Laufzeit: 2013-2017
Fördergeber: European Commission, 7th Framework Programme

Kurzbeschreibung:
The main objectives of this project are to investigate the diversity of family forms, relationships, and life courses in Europe; to assess the compatibility of existing policies with these changes; and to contribute to evidence-based policy-making. The project will extend our knowledge on how policies promote well-being, inclusion and sustainable societal development among families. Our approach relies on three key premises. First, family life courses are becoming more diverse and complex. Second, individual lives are interdependent, linked within and across generations. Third, social contexts and policies shape individual and family life courses. Building upon these premises we a) explore the growing complexity of family configurations and transitions, b) examine their implications for men, women and children with respect to inequalities in life chances, intergenerational relations and care arrangements, c) investigate how policies address family diversity, d) develop short- and longer-term projections, and e) identify future policy needs. Transversal dimensions that are integrated into the project are gender, culture, socioeconomic resources and life stages. Our approach is multidisciplinary combining a wide range of expertise in social sciences, law and the humanities represented in the consortium of 25 research partners from 15 European countries, old and new member states, and three transnational civil society actors. We will conduct comparative analyses applying advanced quantitative methods to high quality register and survey data, and qualitative studies. The project will also develop a database of the legal content of family forms available in European countries, suitable for comparative analyses. Together with various stakeholders, government agencies, national and local policy-makers, non-governmental organizations and additional members of the scientific community across Europe, we will identify and disseminate innovation and best policy practices.

"Gendered Transition to Parenthood": http://familiesandsocieties.univie.ac.at/about/
FamiliesAnd Societies:  www.FamiliesAndSocieties.eu

Ansprechpersonen: Caroline Berghammer, Rudolf Richter, Cornelia Schadler, Ulrike Zartler


Familie als Netzwerk materiell-diskursiver Praktiken: Onto-epistemologische Grundlagen für die Definition von Menschen und deren Beziehungen und die Konsequenzen für die Familienforschung
Laufzeit: 2016-2017
Fördergeber: FWF

Kurzbeschreibung:
Obwohl der Begriff und die Bedeutung von Familie laufend neu definiert wird, verliert die Institution Familie in unserer Gesellschaft kaum an Wichtigkeit. In der gegenwärtigen Familienforschung konkurrieren zwei Verfahrensweisen zur Definition von ‘Familie’ miteinander. Es gibt Top-Down-Definitionen in Form von Kategorien, die vorgeben welche Formationen Familie sind, etwa Kategorien wie nukleare Familie, Patchwork-Familie und Ein-Eltern-Familie. Dazu gehören auch rechtliche oder politische Definitionen von Familie. In Gesprächen mit Informant*(inn)en tauchen immer wieder Bottom-up-Definitionen von Familie auf. Hier handelt es sich um situative Selbstdefinitionen von Familie, die obige Kategorien auch weit überschreiten können, wenn sich etwa eine Wohngemeinschaft als Familie definiert oder ein Paar ihre Haustiere als Teil der Familie sieht. Die Forschung an diesen Selbstdefinitionen sieht diese Bedeutungszuschreibungen als Grundlage des Familienhandelns.
Meine Forschung betrachtet Familie als Zusammenhang von Familienpraktiken, die beides Top-Down-Definitionen und Bottom-Up-Definitionen inkludieren können. Praktiken sind in meiner Forschung aus neomaterialistsicher Sicht definiert. Praktiken sind Prozesse in denen materiell-diskursive Partizipierende miteinander wirken. Innerhalb dieser Praktiken bilden sich z.B. Familienmitglieder, aber auch Grenzen zwischen Familie und nicht-Familie. Verschiedene Definitionen von Familie sind Teil dieser Praktiken. Ziel meiner Forschung ist es deswegen Familienpraktiken ethnographisch zu beschreiben, um folgende Fragen zu beantworten: Welche Praktiken figurieren eine Familie? Welche Praktiken figurieren Grenzen zwischen Familie und nicht-Familie? Welche Partizipierenden gibt es neben den Menschen an diesen Praktiken (etwa Tiere, Dinge, Definitionen, Dokumente, Diskurse….).
Empirisch sollen verschiedene Formationen untersucht werden, die durch Außen- oder Selbstzuschreibung als Familie definiert werden. Aus Interviews, Fototagebüchern und Beobachtungen sollen Praktiken rekonstruiert werden, die Familien schaffen.

Ansprechperson: Cornelia Schadler


ANKA - Elterliche Aushandlung der Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit nach der Elternkarenz
Laufzeit: Jänner bis Juni 2016
Fördergeber: Hochschuljubiläumsstiftung der Stadt Wien

Kurzbeschreibung:
Vor dem Hintergrund, dass sich in Österreich – trotz ähnlicher Ausgangsbedingungen für weibliche und männliche Arbeitskräfte – langfristige Auswirkungen einer Elternschaft im Gegensatz zu Vätern vor allem in den Karrieren und Arbeitsalltagen der Mütter finden lassen, stehen im Mittelpunkt dieser Forschung daher die Fragen, wie Aushandlungs- und Organisationprozesse nach dem Ende einer Karenz zwischen Müttern und Vätern ablaufen, auf welchen Bildern von elterlicher Fürsorge und auf welchen Rationalisierungsmustern diese beruhen.

Ansprechpersonen: Eva-Maria Schmidt, Irene Rieder


24-Stunden-Betreuung in Niederösterreich (24-hour Care Work in Lower Austria)
Laufzeit: 2014-2015
Fördergeber: Amt der NÖ Landesregierung

Kurzbeschreibung:
Die 24-Stunden-Betreuung im Sinne des österreichischen Hausbetreuungsgesetzes (HBeG) umfasst Tätigkeiten für die zu betreuende Person, die in der Hilfestellung bei der Haushaltsführung und bei der Lebensführung bestehen.
In diesem Forschungsprojekt wurden folgende Forschungsfragen behandelt: Welchen Stellenwert hat die 24-Stunden-Betreuung im Zusammenspiel mit anderen Pflegeformen? Führt die 24-Stunden-Betreuung zu einer Reduktion der zu betreuenden Personen in der stationären Pflege? Wie lässt sich das mögliche Zusammenspiel erklären? Welche Rolle haben die verschiedenen Akteure (Betreuende/Betreute Person, Vermittlungsagentur/Träger, Angehörige, Ärzte) in dieser Pflegeform?
Methodisch wurden die Fragestellungen einerseits anhand von Registerdaten und andererseits über qualitative Interviews bearbeitet.
Ergebnisse der Studie:
Es besteht ein statistischer Zusammenhang zwischen der 24-Stunden-Betreuung und der stationären Langzeitpflege, wobei nach Bezirken erhebliche Unterschiede gegeben sind. Die qualitative Erhebung belegt für diese Pflegeform, dass diese eine Lücke schließt zwischen mobilen Diensten und stationärer Pflege, und zwar insofern, als die Ganztagesbetreuung einen längeren Verbleib in der eigenen Wohnung ermöglicht. Gleichzeitig werden die pflegenden Angehörigen entlastet, die zumeist die Entscheidung für diese Pflegeform treffen. Erwartet werden von den Betreuungspersonen Haushaltsleistungen, gute Deutschkenntnisse, Empathie, Anpassung an die die häusliche/familiäre Situation, Vertrauenswürdigkeit. Problematisiert werden von den betreuten Personen die Vermittlungsagenturen, wenn diese keine geeignete Auswahl der Personenbetreuung vornehmen, zu wenig Information geben, schlecht erreichbar sind und über kein entsprechendes Krisenmanagement verfügen.

Forschungsbericht

Ansprechpersonen: Franz Kolland, Gudrun Bauer, Christian Bischof, Anja Lerch


Migrantische Unternehmen in Österreich (Onlineerhebung)
Laufzeit: 2015-2016
Fördergeber: Wirtschaftskammer Wien

Kurzbeschreibung:
Migrantische Unternehmen stehen im Zentrum der öffentlichen, politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Debatte. Welche Beschäftigungschancen und -risiken haben migrantische Unternehmerinnenund Unternehmer in Österreich? Ziel der empirischen Untersuchung ist es, ein differenziertes Bild hoch und niedrig qualifizierter selbständigtätiger Personen in Bezug auf soziale Mobilität und Prekarität instagnierenden und expandierenden Märkten zu zeichnen. Im Rahmen der quantitativen Erhebung, unterstützt mittels eines Onlinefragebogens, werden sowohl Personen mit Migrationshintergrund als auch Personen ohne Migrationshintergrund österreichweit befragt.

Ansprechperson: Hilde Weiss, Sabrina Laufer


Arbeit und technischer Wandel in der Kreativwirtschaft. Erwerbsbiographien zwischen lokalen kreativen Milieus und Perspektiven virtueller Arbeit
Laufzeit: 2014-2016
Fördergeber: Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank

Kurzbeschreibung:
Die Frage, wie Arbeit gestaltet wird und welchen Einfluss dabei der technische Wandel hat wird in unterschiedlichsten Branchen diskutiert. Im vorliegen Projekt liegt der Fokus auf der Kreativwirtschaft – einer Branche, die in vielerlei Hinsicht oft als Vorreiter gesehen wird. Im Zentrum stehen Erwerbsbiographien von Kreativschaffenden und welche Rolle dabei lokale kreative Milieus spielen. Erweitert wird die Perspektive um den Aspekt der „virtuellen Arbeit“. Zwei Fragestellungen ziehen sich als roter Faden durch das Projekt:

  • Wie wirken sich rezente Veränderungen in der Kreativwirtschaft auf die Arbeitsbedingungen von Beschäftigten aus und wie werden diese Veränderungen biographisch verarbeitet?
  • Wie werden technologische Entwicklungen in den Informations- und Telekommunikationstechnologien (IKT), vor allem bezüglich des Internets, aufgegriffen und in Erwerbsformen und Arbeitsweisen integriert? Diese Entwicklungen werden exemplarisch am Phänomen Crowdsourcing/Crowdwork analysiert.

Zwei empirische Erhebungsphasen bilden die Basis für die Analyse:

  • Der erste Erhebungsschritt umfasst eine qualitative Panelbefragung, die auf 55 qualitativen Interviews aus dem Jahr 2005 aufbaut. In einer zweiten Erhebungswelle in 2015 werden die identen Personen in Bezug auf ihren beruflichen Werdegang und der Rolle technologischer Entwicklungen befragt.
  • Im zweiten Erhebungsschritt werden 10-15 leitfadengestützte Interviews mit Onlinebeschäftigten und mit 5-7 ArbeitgeberInnen, die online Jobs vergeben und anderen ExpertInnen geführt.

Projektpartner im Rahmen von SOZNET: Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA), Wien

Ansprechperson: Jörg Flecker


INSPIRES “Innovative Social and Employment Policies for Inclusive and Resilient Labour Markets in Europe”
Laufzeit: 2013-2016
Fördergeber: FP7 der EU

Kurzbeschreibung:
INSPIRES (Innovative Social Policies for Inclusive and Resilient Labour Markets in Europe) is a long-term project co-funded by the European Commission under the Framework Programme 7.

The main goal of the INSPIRES project is to contribute to the resilience and inclusiveness of labour markets in European countries. The benefits of INSPIRES are manifold due to the fact that combating unemployment and promoting inclusion have always been an important policy goal for the European Union.

For this purpose, the project will deliver evidence on the emergence and impact of innovations in labour markets, employment and social policies by analyzing large-scale datasets like the European Labour Force Survey, EU-SILC, LIS, and global data provided by ILO and OECD and new qualitative and quantitative data."

Webseite: www.inspires-research.eu

Ansprechperson: Yuri Kazepov


SEFIRA: Socio-Economic implications For Individual Responses to Air pollution policies in EU +27
Laufzeit: 2013-2016
Fördergeber: FP7 der EU

Kurzbeschreibung:
SEFIRA is a EU 7FP funded coordinated action project which will coordinate resources and knowledge in support of the revision and implementation of European policy and legislation on Air Quality with a transdisciplinary approach oriented to the socio-economic and individual aspects of air quality.

To date, the majority of the inputs to the review have been based on physical, chemical and medical sciences, with additional economic analysis of costs and benefits. Although noise pollution has been addressed in the Ambient Noise Directive, policies to combat noise have not up to now been considered in conjunction with air quality policies, despite their having many common sources in urban areas, notably traffic. In practice to date, the preferred method of assessing the acceptability of policies [uptake by citizens of individual-level measures to improve air quality] has been through cost-benefit analysis. Although this is a valuable tool, it is of limited value in assessing the wider acceptability of policies, particularly in relation to the impact on individual behaviours in civil society and the general public.

A wider and deeper comprehension of the social-economic implications of the air policies is needed especially focusing on preferences, behaviour and responses of individuals and stakeholder groups that often influence the outcomes of those policies with their uptake or passive or active resistance to certain procedures and legislations. Innovative approaches and tools are needed for policy makers to facilitate the proper consideration and uptake of available scientific knowledge in policy-making and this will be the focus of the coordination action. Such a challenge needs an innovative and cooperative approach between disciplines which in the past have had a low degree of integration.

The objective of SEFIRA is to provide the EC with valuable and up-to-date information on individual and social choices and inclinations, to test methods of policy evaluation, development and implementation, and to provide better coordination between research projects, public authorities and policy stakeholders.

Webseite: http://www.sefira-project.eu

Ansprechperson: Yuri Kazepov


Widerstand gegen den NS und seine intergenerationale Tradierung in österreichischen Familien
Laufzeit: 2013-2016
Fördergeber: Hertha-Firnberg Programm, FWF

Kurzbeschreibung:
Es gab auch Widerstand gegen den Nationalsozialismus: Einzelne Personen setzten aus verschiedenen Gründen und in unterschiedlichem Ausmaß widerständige Handlungen. Im Rahmen einer biografischen Mehrgenerationenforschung wird in diesem Projekt erstmalig nach den Auswirkungen dieses Handelns auf das Leben der Nachkommen gefragt: Auf welche Weise werden diese Erfahrungen weitergegeben und beeinflussen dadurch den Verlauf der Biografien der nachfolgenden Generationen? In diesem Zusammenhang wird auch die Frage gestellt, ob und wie man sich in der Familie an die Widerstandshandlungen erinnert; darüber hinaus gilt das Augenmerk neben der mündlichen Überlieferung auch nichtverbalen Erinnerungsmedien wie Fotografien.

Ansprechperson: Maria Pohn-Lauggas


COST Action IS 1202 ‚Dynamics of Virtual Work’
Laufzeit: 2012-2016
Fördergeber: European Science Foundation, COST Action

Kurzbeschreibung:
Informations- und Kommunikationstechnologien ermöglichen völlig neue Formen von „digitaler“ oder „virtueller“, bezahlter und unbezahlter Arbeit und lassen die Grenzen zwischen Arbeit und Spiel, zwischen Produktion und Konsum verschwimmen. Das betrifft sowohl das Privatleben als auch die Entwicklung der Erwerbsarbeit, wobei die Auswirkungen in Abhängigkeit von Geschlecht, Alter, Lebensort und Tätigkeit unterschiedlich erlebt werden.
Die verschiedenen Aspekte dieses Wandels wurden bisher getrennt in unterschiedlichen Disziplinen, wie Soziologie, Ökonomik, Geografie, Politikwissenschaft, Psychologie, aber auch in der Organisations-, Geschlechter-, Medien-, Management-, Entwicklungsforschung und Arbeitsbeziehungsforschung untersucht. Diese COST Action bringt Wissenschafter/innen aus all diesen Spezialisierungen zusammen um den Forschungsstand zu analysieren, Forschungsergebnisse zu vergleichen, das Wissen über diesen Wandel zu vermehren und die sozialen Auswirkungen zu untersuchen.
Im Rahmen der COST Action ist Jörg Flecker Mitglied der Kerngruppe und leitet die Arbeitsgruppe 1 zum Thema „New geographies and the new spatial division of virtual labour”.

Ansprechperson: Jörg Flecker


IMPROVE Poverty Reduction in Europe: Social Policy and Innovation
Laufzeit: 2012-2016
Fördergeber: FP7 der EU

Kurzbeschreibung:
Poverty Reduction in Europe: Social Policy and Innovation (ImPRovE) is an international research project that brings together ten outstanding research institutes and a broad network of researchers in a concerted effort to study poverty, social policy and social innovation in Europe. The ImPRovE project aims to improve the basis for evidence-based policy making in Europe, both in the short and in the long term. In the short term, this is done by carrying out research that is directly relevant for policymakers. At the same time however, ImPRovE invests in improving the long-term capacity for evidence-based policy making by upgrading the available research infrastructure, by combining both applied and fundamental research, and by optimising the information flow of research results to relevant policy makers and the civil society at large.

The two central questions driving the ImPRovE project are:
How can social cohesion be achieved in Europe?
How can social innovation complement, reinforce and modify macro-level policies and vice versa?

Webseite: http://www.improve-research.eu/

Ansprechperson: Yuri Kazepov


Bedürfnisse älterer Menschen in der Gesundheitsversorgung
Laufzeit: 2015
Fördergeber: Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger

Kurzbeschreibung:
Im Projekt soll eine Datengrundlage zur Verbesserung der Informationen über die Erwartungen, Wünsche, Bedürfnisse bzw. die gewünschten Rahmenbedingungen älterer Personen in der Gesundheitsversorgung schaffen. Im urbanen (Wien) und ruralen (Waldviertel) Raum werden dazu insgesamt 28 episodische Interviews mit Personen, die 65 Jahre oder älter sind und noch zu Hause leben, durchgeführt.

Ansprechpersonen: Franz Kolland, Anna Wanka, Anna Fassl, Justyna Zgud, Marlene Heinrich


Besiedelungsmonitoring Seestadt Aspern
Laufzeit: 2015
Fördergeber: Wiener Wohnbauforschung (MA 50) und Wien 3420 Aspern Development AG

Kurzbeschreibung:
Die Seestadt Aspern ist das größte Stadtentwicklungsgebiet in Wien. In den nächsten Jahren entsteht hier eine Stadt mit 20.000 EinwohnerInnen. Dabei stellt sich die Frage, welche Menschen tatsächlich in der Seestadt leben werden und wie diese angesprochen werden. Im Auftrag der MA 50 – Wohnbauforschung wird daher eine Studie zur Besiedelung der Seestadt Aspern durchgeführt. Es ist das erste Mal, dass ein Besiedelungsprozess eines neuen Wiener Stadtteils wissenschaftlich begleitet wird. Kern des Forschungsprojekts ist eine standardisierte Fragebogenerhebung unter neu zugezogenen BewohnerInnen der Seestadt, ergänzt um qualitative Interviews mit SchlüsselakteurInnen des Besiedlungsprozesses und sozialräumlichen Analysen. Themen der Fragebogenerhebung sind, neben wohnbiographischen Fragen, die Bewertung des Stadtraums und des Wohnumfelds, die Qualität der Nachbarschaft sowie Wohnerleben und Wohnkulturen. Die Befragung gibt darüber hinaus Auskunft über sozialstrukturelle Aspekte des Besiedelungsprozess.

Konkret werden folgende Fragen untersucht:

  • Welche Bevölkerungsgruppen ziehen in die Seestadt und welche Anforderungen und Ansprüche stellen sie an den neuen Stadtteil?
  • Welche Wohnmilieus, Wohnstile, Wohnkulturen, Lebensstile und Nachbarschaften zieht die Seestadt an?
  • Wie entsteht der neue Stadtteil und sein soziales Gefüge, und welche sozialräumlichen Herausforderungen ergeben sich dadurch?

Projektpartnerschaften: Kompetenzzentrum für Soziale Arbeit der FH Campus Wien (Christoph Stoik, Johannes Kellner) Stadtteilmanagement Seestadt Aspern, Studierende des Seminars UE Sozialraumanalyse

Ansprechpersonen: Christoph Reinprecht, Cornelia Dlabaja


Migration und Zusammenleben in Wien
Laufzeit: 2014-2015
Fördergeber: Stadt Wien (MA 18), von Juli 2014 bis März 2015

Kurzbeschreibung:
Dieses Forschungsprojekt widmet sich dem Zusammenleben von Personen unterschiedlicher Herkunft in Wien. Im Zuge eines Werkstattberichtes werden quantitative Daten der vergangenen 35 Jahre; erhoben im Zuwanderungs-Monitoring (2.700 Befragte); analysiert und aufbereitet. Wichtige Themen des Projektes sind rechtliche und historische Rahmenbedingungen, der Wandel der Wiener Bevölkerung, Einstellungen zu Zuwanderung und ihren Folgen, das Zusammenleben in Wien sowie die Einstellung zu migrationspolitischen Maßnahmen. Methodisch wurde neben vergleichenden Analysen auf diverse bi- und multivariate Verfahren zurückgegriffen.

Ansprechpersonen: Roland Verwiebe, Raimund Haindorfer, Cornelia Dlabaja, Sina Lipp, Lena Seewann


Modulare Informations- und Kollaborationsplattform zur Unterstützung des selbstbestimmten Lebens älterer Menschen (SMARTCAREBASE)
Konsortialprojekt
Laufzeit: 2013-2015
Fördergeber: Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG)

Kurzbeschreibung:
Um die Lebensqualität älterer, gebrechlicher Menschen zu erhalten und zu erhöhen sind ab einem gewissen Zeitpunkt zumeist Anpassungen am Eigenheim unumgänglich. Dies kann so unterschiedliche Bereiche wie Sicherheit (Fallsensoren, Brandschutz), Gesundheit (Telemedizin), Mobilität (Treppenlifte, Handläufe), Unterhaltung (Fernsehkopfhörer, Kommunikationsschnittstellen) bis hin zur Rollstuhltauglichkeit betreffen. Dies ist eine gesellschaftliche Herausforderung die durch den sich vollziehenden demographischen Wandel immer mehr in den Aufmerksamkeitsfokus rückt.
Trotz diesen drägenden Bedarfs fehlt bislang eine Plattform die ältere Menschen und deren Angehörige bei den Adaptierungen und notwendigen Veränderungen unterstützt und darüber hinaus hilft, mit den neuen Bedürfnissen und Herausforderungen umzugehen. Dies betrifft insbesondere die große Anzahl an Systemen, Komponenten, Standards und Anbietern, die es in diesem Bereich gibt und die einen einfachen Überblick sowie gut fundierte Entscheidungen erschwert. Das Projekt SmartCareBase schließt diese Lücke, indem es eine innovative Webplattform bereitstellt, die diese Nachfrage durch komplementäre Funktionen optimal bedient.

Ansprechpersonen: Franz Kolland, Anna Wanka, Justyna Zgud


Ubiquitous Information for Seniors' Life (UISEL)
Konsortialprojekt
Laufzeit: 2013-2015
Fördergeber: Grundtvig Lifelong Learning Programme

Kurzbeschreibung:
Life expectancy is growing, forming an equally growing need to fully integrate senior citizens in the knowledge and information society where ICT tools play a crucial role. Current exclusion of seniors due to technological illiteracy prevents this growing group from fully exercising their rights, but also prevents the society from benefitting from the ast experience, life-wisdom and know-how of senior citizens. Moreover, with the advent of mobile devices (smartphones and tablets), this problem was aggravated further as more and more information, communication and formal duties were being designed and processed in that context. Info-exclusion in adult citizens aged 50 and above relates partially to some reluctance towards change and, particularly, towards new technologies, but also to the lack of attention given to the specific needs of this target group. This, however, need not be the case. Difficulties experienced by this generation in accessing and using the new ICT tools should not be the excuse for generating inequality and increasing the risk of exclusion. It is necessary to raise awareness and to train the operators that work with senior citizens towards the benefits of using mobile devices. A different approach is needed to ensure that senior citizens know how to use such devices efficiently whether for their personal or societal needs. The aim of this project is to improve the content and quality of training courses for teachers and staff that work with senior citizens regarding the benefits of new technologies and focusing on the use of mobile devices, for instance in regard to fiscal obligations, social security issues, emergency situations, medical monitoring, preventing isolation and even leisure and time occupation.

WEB: http://uisel.eu/de/

Ansprechpersonen: Franz Kolland, Anna Wanka, Vera Gallistl


Einfluss der Migration auf Leistungserbringung und Inanspruchnahme von Pflege- und Betreuungsleistungen in Wien
Laufzeit: 2013-2015
Fördergeber: Stadt Wien (Magistratsabteilung 24), Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen

Kurzbeschreibung:
Ziel der Studie ist die Erstellung von empirischen Grundlagen für eine wissenschaftlich fundierte Bedarfsabschätzung der Pflege- und Betreuungsleistungen für die Bevölkerung ausländischer Herkunft und die daraus resultierenden Anforderungen für die Gestaltung der Pflege- und Betreuungsangebote in Wien. Die Studie antwortet auf die Beobachtung einer unverhältnismäßig geringen Inanspruchnahme von professionellen Pflege- und Betreuungsleistungen in manchen Herkunftsgruppen. Neben einer Sekundäranalyse von quantitativen Daten zur Inanspruchnahme von Betreuungs- und Pflegeleistungen wird eine fragebogengestützte Erhebung unter relevanten migrantischen Populationen durchgeführt, ergänzt um partizipative Workshops sowie einen Delphi-Erhebung unter ExpertInnen und Schlüsselpersonen aus den Feldern Sozialpolitik, Migrationsarbeit, Alter und Pflege.

Ansprechpersonen: Christoph Reinprecht, Zoltan Peter, Eva Rossbacher, Tatjana Zarković, Faime Alpagu, Devran Koyupinar, Ina Wilczewska


Evaluation of the legislation, policy and practice on child participation in the EU
Laufzeit: 2013-2015
Fördergeber: Council of Europe, DG Justice

Kurzbeschreibung:
The aim of this study is to identify and map the existing situation in terms of child participation by providing a comprehensive overview of the legal and policy framework for child participation in the 27 EU Member States and Croatia. Specific objectives are 1) to map legislation, policy and practice with regard to implementation of Article 12 of the UN-Convention on the Rights of the Child (UNCRC) and other articles pertaining to child participation; 2) to examine cultural attitudes to, and cultural acceptance of, child participation in various settings; 3) to identify any barriers to full implementation of Article 12 and to identify enablers of child participation; 4) to identify and showcase good practice on child participation on a national level.

Ansprechperson: Ulrike Zartler


Das geheime Leben der Grätzel - SchülerInnen schreiben Stadtgeschichte(n)
Laufzeit: 2012-2015
Fördergeber: Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (Sparkling Science Forschungsprogramm)

Kurzbeschreibung:
Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern zweier Wiener Schulen werden die Dynamiken des transnationalen urbanen Raums, Grenzen der Raumaneignung und deren Überschreitung untersucht. Ein spezifischer Fokus liegt auf Mehrsprachigkeit als Ressource und Kompass für alltägliche Raumaneignung und Stadtteilkartographie.

Ansprechpersonen: Christoph Reinprecht, Julia Edthofer, Assimina Gouma, Petra Neuhold, Bettina Prokop, Paul Scheibelhofer


The TRANSLAB Project. Cross-Border Labour Mobility, Transnational Labour Markets and Social Differentiation in the Central European Region.
Laufzeit: 2012-2015
Fördergeber: Wiener Wissenschafts,- Forschungs,- und Technologiefonds
Social Sciences and Humanities in Vienna
, Universität Wien

Kurzbeschreibung:
Das Projekt untersucht aktuelle innereuropäische Migrationsbewegungen am Beispiel der Europaregion Central Europe (CENTROPE). Diese ökonomisch und kulturell vielfältige Region mit Wien als zentral gelegener Metropole liegt im Herzen Europas. Der Fokus dieses Projektes liegt auf den ArbeitsmigrantInnen und deren
(a) Gründe für Migration;
(b) Arbeitsmarktintegration und Erwerbskarriere
(c) Integration in soziale Netzwerke und Dynamiken sozialer Ungleichheit.

Die methodische Strategie basiert auf der Erhebung und Analyse von ExpertInneninterviews, biographischen Interviews sowie einer standardisierten Umfrage.

Ansprechpersonen: Roland Verwiebe, Christoph Reinprecht, Raimund Haindorfer, Laura Wiesböck


Lebensqualität in Wien im 21. Jahrhundert
Laufzeit: 2012-2015
Fördergeber: Förderung durch die Stadt Wien von Juli 2012 bis Oktober 2014

Kurzbeschreibung:
Dieses Forschungsprojekt umfasst die Durchführung einer großangelegten empirischen Erhebung bei der Wiener Bevölkerung zur Beschaffung von quantitativen Grundlagendaten über die Lebens- und Arbeitssituation der Wiener und Wienerinnen. Der Fokus der Studie liegt unter anderem auf der finanziellen Haushaltssituation, den Wohnverhältnissen, der Armut, der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, der Mobilität aber auch auf der Thematik der Partizipation der Bevölkerung an den städtischen Angeboten, Einrichtungen und an der Stadtentwicklung. Neben einer detaillierten Analyse für das Jahr 2013 wurde auch auf Veränderungen zwischen den vier Erhebungswellen (1995 bis 2013) eingegangen.

Ansprechpersonen: Roland Verwiebe, Bernhard Riederer, Tobias Troger, Lena Seewann


Berufsverläufe von Akademikern mit Migrationshintergrund
Laufzeit: 2010-2015
Fördergeber: Integrationsfonds der Stadt Wien der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, von März 2011 bis März 2012

Kurzbeschreibung:
Das Forschungsvorhaben thematisiert den Berufseinstieg von Akademikern mit (türkischer und ex-jugoslawischer) Migrationshintergrund in Wien. Ziel der Studie ist es, Informationen über den Verbleib der Absolventen nach dem Hochschulabschluss zu erlangen, insbesondere über die Beschäftigungssituation, die Intensität / die Strategie der Stellensuche, das soziale Netzwerk, die Arbeitsbedingungen, die Ausbildungsadäquatheit, die Aufstiegsmöglichkeiten und die Einkommenssituation. Die Datenerhebung umfasst zwei Teile: Zum einen soll eine standardisierte postalische Befragung von etwa 1500 Befragten durchgeführt werden. Zum anderen sollen 25 qualitative, problemzentrierte Interviews helfen, einen vertiefenden Einblick in das Untersuchungsfeld zu gewinnen.

Ansprechpersonen: Roland Verwiebe, Melek Hacioglu, Margareta Wolf, Lena Seewann


Arbeitsmarktflexibilisierung, Entstandardisierung von Berufsverläufen und wachsende Ungleichheit.
Laufzeit: 2005-2015
Fördergeber: Tlw. Stipendium der ÖAW von Januar 2012 bis Dezember 2014

Kurzbeschreibung:
Das Projekt widmet sich der Flexibilisierung von Arbeitsmärkten, Entstandardisierung von Berufsverläufen und wachsender sozialer Ungleichheit in Österreich. Mittels nationaler und internationaler quantitativer Daten (u.a. EU-SILC, EU-LFS) werden Ursachen und Motive für die Aufnahme atypischer Beschäftigung, ebenso wie Risikogruppen, die von der Flexibilisierung des Arbeitsmarktes besonders betroffen sind, untersucht.  Dabei werden thematische Schwerpunkte wie das Ende des Normalarbeitsverhältnisses in westlichen Gesellschaften, im Zuge von Deregulierungsprozessen und dem Anstieg an atypischen Beschäftigungs-verhältnissen aufgegriffen.

Ansprechpersonen: Roland Verwiebe, Nina Fritsch, Roland Teitzer


Marie Jahoda Summer School of Sociology 2014:
Public Spaces and Inequalities in Transition – Rethinking the Urban Fabric
Laufzeit: 2014
Fördergeber: WWTF – Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds

Kurzbeschreibung:
Public spaces are transformed through a multiplicity of processes and dynamics. As a plural concept, “public spaces” refer to diversity and heterogeneity as the expressions and outcomes of social differentiation and inequalities, and not only as a potent planning concept. In turn, “in transition” reflects the processual properties of public spaces as figurations, exceeding mere transition. Therefore, research in the transformation of public spaces is to focus on “urban public spaces” as fields and products of social interaction and (actors’) constellations in which the social measures of globalised capitalism are materialized.

Ansprechpersonen: Christoph Reinprecht, Ayse Caglar, Roland Verwiebe, Cornelia Dlabaja, Anna Wanka


Vermögensstudie
Laufzeit: 2013-2014
Fördergeber: Arbeiterkammer Wien

Kurzbeschreibung:
In soziologischen Feinanalysen des "European Household Finance and
Consumption Survey" (HFCS) wird eine Vermögenstypologie erarbeitet. Diese
soll Rückschlüsse auch auf fragile bzw. prekäre Vermögensformen erlauben
sowie über den Zusammenhang von Vermögen und Klassenstruktur informieren.

Ansprechpersonen: Christoph Reinprecht, Julia Hofmann, Gerhard Paulinger, Hilde Weiss


Wohnen im Wohnhochhaus: Wohnen und Wohnqualität in Wiener Wohnhochhäusern
Laufzeit: 2013-2014
Fördergeber: Stadt Wien - Wohnbauforschung (MA 50)

Kurzbeschreibung:
In Zeiten rasanten Bevölkerungswachstums stehen Metropolen wie Wien vor der Herausforderung, qualitativ hochwertigen und leistbaren Wohnraum im verdichteten Stadtgebiet zu schaffen. Soziale und ökologische Nachhaltigkeit sind dabei ebenso gefragt, wie sich im Städtewettbewerb mittels Standortfaktoren und Wohnprojekten, die Lebensqualität vermitteln, zu positionieren. Vor dem Hintergrund der Frage, wie und ob in einer Stadt wie Wien auch vertikale Verdichtung mittels der vermehrten Realisierung von Wohnhochhäusern stattfinden kann und mit welchen wohnkulturellen Ansprüchen und Bedürfnissen dies korrespondiert, soll dieses Forschungsprojekt Befunde und Themen aufzeigen, die sich in diesem Kontext stellen. Als explorative Studie angelegt sowie unter Rückbindung an die internationale Forschung liefert das Projekt erste empirische Einsichten in zentrale sozialstrukturelle und soziokulturelle Komponenten des Wohnens im Wohnhochhaus in Wien.

Ansprechpersonen: Christoph Reinprecht, Cornelia Dlabaja, Herbert Blabensteiner, Studierende des Forschungslabors „Soziologie Wiens“


Altern im Kontext der Migration. Herausforderungen der sozialen und kulturellen Diversität der älteren Bevölkerung für Österreichs Städte und Gemeinden
Laufzeit: 2013-2014
Fördergeber: Österreichischer Städtebund

Kurzbeschreibung:
In Österreich leben derzeit rund 190.000 Menschen ausländischer Herkunft, die älter als 65 Jahre sind, davon gehört etwa ein Drittel der ersten Generation der ehemaligen Arbeitsmigration aus der Türkei und Jugoslawien an, etwa die Hälfte von ihnen besitzt die österreichische Staatsbürgerschaft. Die Studie liefert erstmals für Österreich eine sozialwissenschaftliche Expertise zu den Handlungsanforderungen von Städten und Gemeinden in Hinblick auf die Lebenssituation der älteren Bevölkerung ausländischer Herkunft in Bezug auf (häusliche wie außerhäusliche) Pflege und Betreuung. Auf Grundlage einer Feinanalyse der soziodemographischen Struktur und Veränderungen in österreichischen Städten und Gemeinden sowie einer Online-Erhebung in Kommunalverwaltungen werden insgesamt 20 Städte und Gemeinden in Hinblick auf die Fragestellung im Detail analysiert.

Ansprechpersonen: Christoph Reinprecht, Zoltan Peter, Eva Rossbacher, Tatjana Zarković


Nationalism and antisemitism in postnational Europe: A comparative discourse analytical study on the current economic crisis in Austria and England
Laufzeit: 2013-2014
Fördergeber: FWF Schrödinger Stipendium J3384-G15

Kurzbeschreibung:
Sind Antisemitismus und Nationalismus in einem globalisierten Europa nach wie vor gesellschaftlich wirkmächtige Ideologien oder ist ihr Auftreten heute eher Ausdruck einer noch nicht ganz aufgearbeiteten Vergangenheit, der der postnationalen Gegenwart des europäischen Nationalstaats nicht mehr entsprechen würde? Mit anderen Worten: Sind Antisemitismus und Nationalismus heute museumsreif oder doch von einer Relevanz, die gerade auch auf die zunehmend postnationalen Strukturen der Gegenwartsgesellschaft zurückzuführen, die durch Pluralismus und kulturelle Mobilität, globalisierte Ökonomie und eine veränderte Rolle der Nationalstaaten gekennzeichnet sind? Diese Frage, ob Antisemitismus und Nationalismus trotz oder gerade wegen der veränderten "postnationalen Konstellation" (Habermas) nach wie vor auftreten, stand im Zentrum des Forschungsprojekts, das an der Lancaster University (UK), an der Georgetown University in Washington DC und an der Universität Wien in Kooperation mit Ruth Wodak durchgeführt wurde.
Die normative-theoretische Argumentation Jürgen Habermas’, wonach angesichts der Entkräftung des Nationalstaats und seiner Institutionen zu erwarten stünde, dass die Orientierung der BürgerInnen zunehmend in eine postnationale Richtung weisen würden, wurde mit der widersprüchlichen empirischen Evidenz konfrontiert, die in Europa gerade einen Anstieg nationalistischer und antisemitischer Einstellungen belegt. Dafür wurden bewährte empirische Methoden der Ideologiekritik angewendet, nämlich der diskurshistorische Zugang der Kritischen Diskursanalyse nach Ruth Wodak, mit welchem Printmediendiskurse in England und Österreich vergleichend daraufhin untersucht wurden, ob antisemitische und nationalistische Argumentationslinien instrumentalisiert wurden. Es stellte sich heraus, dass Antisemitismus zumeist nicht als offen artikulierte rassistische Ausschließung, sondern eher in latenten Formen auftrat, kodiert in alltäglichen sprachlichen Praktiken und Routinen. Vor allem in Boulevard-Medien finden alte, überkommen geglaubte Ressentiments gegen Juden und Jüdinnen nach wie vor Eingang in die Öffentlichkeit. Ganz im Sinne einer diskursiven „Iudeus ex machina“-Strategie werden viele, oft widersprüchliche, traditionelle ebenso wie neue antisemitische Stereotype für unterschiedliche Zwecke politisch instrumentalisiert – vom Dingfestmachen der „Schuldigen“ an der Finanzkrise wie im Fall der Neuen Kronen Zeitung in Österreich bis zur Ausgrenzung der Labour Party in der Daily Mail in Großbritannien. Auffällig an diesen Fällen, die einer genauen Analyse unterzogen wurden, war das durchgängige Zusammenziehen nationalistischer und antisemitischer Momente zu einem umfassenden Ausgrenzungsdiskurs – gegen „Fremde“ innerhalb und außerhalb von Großbritannien und Österreich.

Ansprechperson: Karin Stögner


Integration durch Konsum? "Einheimische" Kundschaft im migrantischen Lebensmittelhandel
Laufzeit: 2012-2014
Fördergeber: Jubliläumsfonds der Österreichischen Nationalbank

Kurzbeschreibung:
Migrantische Lebensmittelgeschäfte tragen mit ihrem vielfältigen Angebot an landesspezifischen Produkten maßgeblich zur kulturellen Diversität einer Stadt bei. Während diese Geschäfte bislang hauptsächlich hinsichtlich ihrer Bedeutung für die jeweilige Community betrachtet wurden, widmet sich das Projekt der Aneignung ethnisch kodierter Produkte durch Angehörige der  "Mehrheitsgesellschaft". Teilnehmende Beobachtung in türkischen, indischen und polnischen Geschäften in Wien sowie qualitative Interviews mit UnternehmerInnen und KundInnen sollen Aufschluss über diese Aneignungspraktiken geben. Im Zentrum steht die Frage, welche Bedeutung der Konsum „fremder“ Produkte für  Integrationsprozesse hat. Die Forschungsergebnisse sollen zu einem besseren Verständnis des Zusammenlebens von alteingesessener Bevölkerung und ZuwanderInnen beitragen sowie als Grundlage für Maßnahmen in den Bereichen Integrationspolitik, Unternehmensförderung und Stadtteilentwicklung dienen. 

Ansprechpersonen: Michael Parzer, Irene Rieder, Eva Wimmer, Franz Astleithner


Cool towns for the elderly – protecting the health of elderly residents against urban heat (STOPHOT)
Laufzeit: 2011-2014
Fördergeber: ACRP 3rd Call. Climate and Energy Fund of the Federal State

Kurzbeschreibung:
Cities have a large and increasing elderly population and a high number of those live in poor housing conditions. Heat periods have impacts on urban residents; in particular, the people above 65 years are suffering from the heat stress. The study goal is the reduction of the vulnerability of the elderly living in cities (Vienna) against urban heat. The study develops short- and long-term preventive measures in an inter- and transdisciplinary manner for the in- and outdoors and on an individual and institutional level. It specifically investigates elderly awareness of heat related health risks, perception of heat stress and adaptive behavior avoiding heat impacts and will identify high-risk groups among them. The empirical study will identify gaps between 1) actual and recommended behavior of old people 2) proposed or existing stakeholder health-related strategies and efficacious measures from the public health view.

Ansprechpersonen: Franz Kolland, Arne Arnberger, Hans-Werner Hutter, Anna Wanka


GINI - Growing inequalities´ impacts in Austria.
Laufzeit: 2012-2013
Fördergeber: Förderung durch die EU im 7. Rahmenprogramm [pdf]

Kurzbeschreibung:
The core objective of GINI is to deliver important new answers to questions of great interest to European societies: What are the social, cultural and political impacts that increasing inequalities in income,wealth and education may have? For the answers, GINI combines an interdisciplinary analysis with improved methodologies, uniform measurement, wide country coverage, a clear policy dimension and broad dissemination.

Ansprechpersonen: Roland Verwiebe, Tobias Troger, Laura Wiesböck, Roland Teitzer, Nina-Sophie Fritsch


Aufwachsen in muslimischen Milieus – Familiäre Beziehungen bildungserfolgreicher junger Erwachsener.
Laufzeit: 2012-2013
Fördergeber: Hochschuljubiläumsstiftung der Gemeinde Wien

Ansprechpersonen: Hilde Weiss, Philipp Schnell, Anne Unterwurzacher


Religiöse Orientierungen und Lebensstile von Muslimen im Generationenwandel: ein Vergleich zwischen der ersten und zweiten Generation in Österreich
Laufzeit: 2009-2012
Fördergeber: FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung)

Kurzbeschreibung:
Ziel dieser empirischen Studie ist es, Integrationsprozesse muslimischer MigrantInnen der ersten und zweiten Generation in Österreich unter der Perspektive religiöser Orientierungen zu untersuchen. Welche Auswirkungen zeigen unterschiedliche religiöse Orientierungsmuster hinsichtlich sozialer und normativer Integration? Welche Milieus lassen sich in Österreich nach Religionsverständnis, ethnischer Identifikation, Wertorientierungen und Lebensstilen identifizieren? Indem die Studie zwei Generationen innerhalb von Familien vergleicht, werden nicht nur sozio-strukturelle Einflüsse auf den Integrationsprozess analysiert, sondern es wird auch der Einfluss der Familie (z.B. Autoritäts- und Rollenstrukturen) auf die Weitergabe von Werten und Lebensmustern untersucht. Die Forschung verbindet qualitative und quantitative Methoden. In der quantitativen Erhebung bilden Familien bzw. 400 Generationen-Paare (insgesamt 800 Personen) die Basis einer für Österreich repräsentativen Stichprobe. Im Vergleich der Generationen wird gezeigt, wie sich ethnisch-religiöse Orientierungen und Lebensformen in Wechselwirkung mit den Lebensbedingungen der einzelnen verändern. Die häufig gestellte Frage nach der Bedeutung des Islam für den Integrationsprozess wird daher aus verschiedenen Perspektiven untersucht.

Ansprechpersonen: Hilde Weiss, Gülay Ates, Philipp Schnell, Robert Strodl, Anne Unterwurzacher


Länger arbeiten in der geriatrischen Pflege und Betreuung (LAP)
Laufzeit: 2010-2011
Fördergeber: Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank

Kurzbeschreibung:
Angesichts des demographischen Wandels und struktureller Änderungen am Arbeitsmarkt verschärft sich die Personalsituation im geriatrischen Pflege- und Betreuungsbereich. Belastungsintensive Arbeitsanforderungen, Lebensumstände und Ruhestandsorientierung können zu frühen Berufsausstiegen beim Pflegepersonal führen. Die Studie will vor diesem Hintergrund Angelpunkte für den Verbleib und die erfolgreiche Berufsausübung älterer ArbeitnehmerInnen in Organisationen der ambulanten und stationären geriatrischen Pflege und Betreuung identifizieren. Anhand betrieblicher Fallstudien (Biographische Interviews, Go Alongs, Organisationskarten) in Organisationen der geriatrischen Pflege und Betreuung werden qualitative Analysen zur Arbeitssituation älterer ArbeitnehmerInnen angestellt. Diese empirischen Ergebnisse bilden neben theoretischen Modellen und Befunden aus Bezugsstudien die Grundlage für eine standardisierte telefonische Befragung älterer Pflege- und Betreuungskräfte. Maßnahmen für alternsgerechte Arbeitsbedingungen, bedürfnisorientierte Weiterbildung und ein zukunftsorientiertes Generationenmanagement in der Pflege und Betreuung alter Menschen werden von den Ergebnissen der Studie abgeleitet.

Ansprechpersonen: Franz Kolland, Annelies Karlegger, Andrea Marhali, Wolfgang Clemens


Ältere ArbeitnehmerInnen in Handelsunternehmen
Laufzeit: 2010-2011
Fördergeber: Leiner/Kika

Kurzbeschreibung:
Altersstrukturen in Unternehmen werden sich in den nächsten Jahrzehnten deutlich ändern. Damit einher gehen Herausforderungen im Recruiting, Capacity Building und in der lebenslaufgerechten Gestaltung von Arbeit.  Ziel der anwendungsorientierten Studie ist es, branchenspezifische Rahmenbedingungen und Maßnahmen für alternsgerechtes Arbeiten im Bereich Handel zu identifizieren. Neben der Recherche und Auswertung einschlägiger Good Practice Beispiele und ExpertInneninterviews mit Personalverantwortlichen wird eine standardisierte Befragung von Personen 50+ am Arbeitsmarkt durchgeführt.

Ansprechpersonen: Franz Kolland, Annelies Karlegger


Break-Out im migrantischen Lebensmitteleinzelhandel. Eine empirische Untersuchung von Markt(um)orientierung „türkischer“ Lebensmittelgeschäfte in Wien
Laufzeit: 2010-2011
Fördergeber: WKO (im Rahmen des Wirtschaftskammerpreises 2010)

Kurzbeschreibung:
Etsan, Aycan, Gül, Polat, AsiaShop, Ali Grocery – so heißen einige der zahlreichen Wiener Lebensmittelgeschäfte, die von Personen mit Migrationshintergrund geführt werden. Sie spielen eine wichtige Rolle für die Versorgung von Zugewanderten, deren spezielle Konsumbedürfnisse durch österreichische HändlerInnen oft nicht gedeckt werden. Typisch für viele dieser migrantischen Unternehmen ist die vorwiegende Orientierung an KundInnen aus der jeweils eigenen migrantischen Community. Wenngleich diese einseitige Marktorientierung zumindest eine Zeit lang viele Vorteile bietet, führen rasche Marktsättigung und der daraus resultierende Konkurrenzdruck häufig zu großen Schwierigkeiten. Ein Ausweg wird in der Erschließung neuer Märkte gesehen, z.B. indem auch KundInnen jenseits der eigenen migrantischen Community angesprochen werden. In der sozialwissenschaftlichen Literatur wird dieses Heraustreten migrantischer Unternehmen aus der Enklaven-Ökonomie als „Break-Out“ bezeichnet. Trotz der wirtschaftlichen und soziokulturellen Bedeutung dieser Markterweiterung wurde bislang kaum erforscht, unter welchen Bedingungen Break-Out (erfolgreich) stattfindet und welche Faktoren möglicherweise diesen Prozess begünstigen oder auch behindern. 
Anhand der empirischen Untersuchung „türkischer“ Lebensmittelgeschäfte in den Wiener Stadtteilen Brunnenviertel und Wallensteinstraße/Hannovermarkt soll die Frage beantwortet werden, unter welchen Voraussetzungen diese Unternehmen auch für Käuferschichten jenseits co-ethnischer Beziehungen an Bedeutung und Relevanz gewinnen. Auf methodischer Ebene ist eine Kombination aus problemzentrierten Interviews mit UnternehmerInnen, ethnografischen Methoden sowie einer detaillierten Strukturdatenrecherche (Wirtschafts- und Bevölkerungsstruktur) geplant. 
Ziel ist die Entwicklung eines Modells zur Erklärung von Break-Out-Prozessen, das den Strategien und Ressourcen der Unternehmen ebenso gerecht wird wie den wirtschaftsstrukturellen und stadtteilspezifischen Rahmenbedingungen. Die Ergebnisse der Untersuchung bieten die Grundlage für wirtschafts- und integrationspolitische Steuerungsmaßnahmen in Wien.

Ansprechpersonen: Michael Parzer, Claudia Czingon


Soziologie der Mülltrennung
Laufzeit: 2010-2011
Fördergeber: Stadt Wien (MA 48)

Kurzbeschreibung:
Das Forschungsprojekt fokussiert auf die Bedeutung und den Einfluss der sozialstrukturellen Gegebenheiten und Veränderungen auf das Entsorgungsverhalten in städtischen Wohnumwelten, unter besonderer Berücksichtigung von demographischem Wandel (Alternsprozess und Migration) und Milieudifferenzierung.

Ansprechpersonen: Christoph Reinprecht, Eva Rossbacher


Institut für Soziologie
Universität Wien
Rooseveltplatz 2
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